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Mittwoch, 19. September 2012

Homo Ludens Computerensis

Ich lebe mit einer klischeebehafteten Vorstellung von mir - zwiespältig betrachte ich mein Schatten-Zockerleben und im Konjunktiv plaudernd: Was ich mit DER ZEIT, die ich in meinem Leben schon vor der Kiste (ja auch TV!) gesessen bin, anfangen hätte können - bei genauer Betrachtung habe ich fast gleich viel Zeit für meine Abschlussarbeit aufgebracht, wie am Battlefield, Teil 2 hinter Kimme und Korn (rd. 1000h lt. Onlinerangliste). Wie würde mein Tonus heute glänzen, meine Laufzeit sich verbessert haben usw. - aber ohne Selbstvorwürfe und bevor ich mich gedanklich zerfleische, helfe ich mir mit einem sowohl als auch und nicht einem oder. Ich trainiere trotzdem, habe meine Abschlussarbeit fertig geschrieben und sehe einer Vorstellung eines Zockers (ausgemergelt - lichtscheu oder dicklich - versifft) auch nur marginal ähnlich.(Randnotiz: Wenn ich heute rd. 10h die Woche mit Maus oder Kamerad in der Hand rocke, so ist das bereits viel! - ich baue ja auf den Herbst, der mich wieder Süchteln lassen wird, es fehlt mir ja bereits ein bisschen…)
Der Prototyp eines "Sowohlalsauchers" ist Chester Brolingbroke (der Name!), der nach eigenen Angaben sehr erfolgreiche Manager mit 60h-Woche, Frau und Kindern und ausgedehnter Reisetätigkeit es sich seit zwei Jahren zur Aufgabe gemacht hat, jedes auf dem PC erschienene CRPG mind. 6h wenn nicht durchzuspielen. Er verfährt dabei nach genauen Regeln und begiebt sich seit 2010 auf die Reise durch die Gamehistory - ausgehend vom Jahre 1979 (rundherum wurde ich geboren) ist er nach zwei Jahren bereits bei 1985 angekommen. Dabei verbringt er fast täglich im virtuellen Leben, bekämpft Monster, meuchelt Schergen und steigt Level um Level auf. Auf seinem Blog feinstsäuberlich dokumentiert, ist dieser selbst schon zu einem historischen Dokument mutiert.
Das kann man sich ruhig mal auf der Zunge zergehen lasse: die gesamte Ultima Reihe, Bards Tale, Wastelands, Fight and Magic´s, alle Elder Scrolls und und und…bis 1990 sicher noch ohne Mapfunktion, mit Bleistift vor der Kiste, gehe 1 West, 1 Süd, 1 West - wer das noch kennt, wird langsam alt. Textbasierte Spiele, reine Vorstellungskraft, dunkle Dungeons voller Monster, immer schwertschwingend, hau drauf.
Auch hart vorzustellen, wie man das alles geregelt kriegt: 10 Std. Arbeit / daily, Kinder, Frau und Dienstreisen dann die Nächte um die Ohren schlagen, damit der Charakter entwickelt wird, Horden von Monstern, Story lesen, geniessen und wieder von neuem…und dabei darf etwas nicht vergessen werden: Natürlich waren diese Spiele zu ihrer Zeit klasse, wenn nicht traumhaft (auch im wahrsten Sinne - und könnten heutige Spiele in den Schatten stellen), Aber sie sind Kinder der Zeit, d.h. Sie sind keine Grafikwunder, eher manchmal Textklotze, langsam und nicht ganz schlüssig. Ich habe noch viele Games in Erinnerung, die mich mit einem seligen und angenehmen Gefühl im Bauch bevölkern, aber ich habe bereits die Erfahrung gemacht, diese alten Goldstücke auszupacken und wieder anzugehen: Viele davon halte ich heute nicht mehr aus - ich war damals mehr Spieler, kompromissbereiter, lernwilliger, intensiver verbunden…und die Grafik war halt da. Heute will ich Komfort (ja bitte), eine Mapfunktion, mitlernende Gegner, anschaubare Grafik (ich kann mit M&M 3 gut leben!), einen Rucksack, der den Namen verdient usw - kurz: Wie die Games, habe ich mich (natürlich auch mit Fehlern) entwickelt - für Remakes bin ich zu haben, für verklärtes Retro - damals - war - alles - besser - Geheule gibt's Emulationen zur eigenen Überzeugung. Da muss etwas anderes im Vordergrund stehen, dass Chester und mich verbindet: Es ist das Ziel, etwas zu erreichen nicht nur einfach so draufloszuspielen (manchmal, klar…) - es ist dieses große Projekt, dabei als Nebenprodukt der Blog und die Rückmeldungen. Auch das Durchhaltevermögen nicht gleich wieder abzuschalten - was habe ich selbst nicht alles aus den Games mitgenommen (Beharrlichkeit, Ziele setzen und erreichen, Ausdauer, Lösungen suchend, Charakterentwicklung, Ausbau von Fähigkeiten usw), das ist eine der großen Motivationen, die mich neben der Unterhaltung, der Story, der Mache immer wieder vor die Kiste zieht. Ich denke sogar manchmal, dass ich von Ranglisten ein bisschen obsessiert bin - Punkte sammeln, Zeitenjagd, das neueste Item, Multiplayer lässt mich heute ein ähnliches Gefühl empfinden wie damals in kleiner Runde bei Freunden, Hot Seat oder einer gegen einer abwechselnd spielend.
Meine Spielerfreunde von damals und ein Großteil der Leute, die ich heute kenne sind alle um oder über 30. In der Schule, Studium und bis heute große Zocker, nach der Schule sehr interessierte und intelligente Erwachsene, mit unterschiedlich starker Motivation im Beruf erfolgreich zu sein. Auf jeden Fall beherrscht von dem Wunsch, sich zu entfalten und zu tun, was gefällt - dass mancher dem Spielerklischee näher kommt, ist dabei genau so egal, wie dass er es nicht bis in die Vorstandsetage bringt.
Das Spielen heute genauso wie der TV-Konsum zum Leben vieler gehört ist unbestritten. Das es uns i-wie benachteiligt hätte kann ich ausschliessen (bis auf ganz wenige Samstage in meiner Jugend, wo ich vielleicht besser die echte Welt erobert hätte, als die virtuelle), dass uns die Spiele bereichert und erfüllt haben, kann ich mit Sicherheit bestätigen - mein Alter-Ego wird mir im Spiegel immer ähnlicher.

Mittwoch, 5. September 2012

bicicletto nuovo

Endlich habe ich ein neues Zweirad - ganz unmotorosiert - mit Licht, Spritzschutz, Ledergriffen und -Sattel. Es war mir langer Wunsch, etwas Abscheu und Schritt aus der Vergangenheit. Die Frage, nach etwas Unbedeuteren als ein Radwechsel unbesehen, genieße ich jede kleine Ausfahrt mit dem neuen Gefährt, verliere noch kurze Gedanken an den Vorgänger, der mich wieder einmal viel zu lange von einem Wechsel abgehalten hat.
Damals (voriges Jahrhundert um genau zu sein) um viel zu viel Geld erstanden, viel zu wenig gefahren, ein reines Showbike, dass mittlerweile so ungemütlich und angestrengt zu fahren ist, dass es die zukünftigen Besitzer schützend, eigentlich dem Altmetall zu überantworten gewesen wäre - wenn ich nicht, meinem Handelsgen unterworfen, gleich zwei Bikes als Eintausch angeboten habe. Das zweite ist ein modischer Treter al a Campingklitsche, aber jetzt sowas von Mega-In, ein Faltbike robuster Ausführung mit BMX-Reifen und ulkigem Aussehen. Für lange Touren genauso ungeeignet wie für die kurze Ausfahrt. Zum Rumstehen und grad noch gut für einen Mini-Abstecher zur Eisdiele - bei der ich noch niemals mit einem Fahrrad vorbeigeschaut habe.
Ich habe das Gefühl, fahrradtechnisch angekommen zu sein - auch wenn diese Phase nur kurz ist. Die nächste Ausfahrt kann kommen - ich bin bestens gerüstet. Und freu mich wie zu Kinderzeiten aufs herumstrollen.

Sonntag, 19. August 2012

10 bauen alle

sprechender Titel: 10 Autofirmen (eher Besitzer an Marken) bauen so ziemlich alle Autos, die so um die Ecken schleichen und manchmal sportlich um die Kurven wetzen. Eh ein alter Hut, diesmal imposant in einer Grafik zum anklicken untergebracht - das erstaunliche nebst den verteilten Besitzungen sind die Querverbindungen und wer aller mit wem so in die Kiste hüpft. 
Dabei werden Autos nicht günstiger, schwerer, oft teurer (index?), eintöniger, modisch schneller, schneller und stecken öfter in den Werkstätten, behaupte ich mal. Die Branche steckt analog dazu auch öfter in der Krise und die Bauer retten sich, oder lassen es zu, gerettet zu werden - interessante Branche, trotz aller Bedenken. So sind die Vehikel. Und die Firmen. Und die Käufer.
Aus den Händen von 10.

Dienstag, 21. Februar 2012

20 Zen Teachings


1. Do not walk behind me, for I may not lead. Do not walk ahead of me, for I may not follow. Do not walk beside me for the path is narrow. In fact, just leave me the Hell alone.

2. Sex is like air. It’s not that important unless you aren’t getting any.

3. No one is listening until you fart.

4. Always remember you’re unique. Just like everyone else.

5. Never test the depth of the water with both feet.

6. If you think nobody cares whether you’re alive or dead, try missing a couple of payments.

7. Before you criticize someone, you should walk a mile in their shoes. That way, when you criticize them, you’re a mile away and you have their shoes.

8. If at first you don’t succeed, skydiving is not for you.

9. Give a man a fish and he will eat for a day. Teach him how to fish, and he will sit in a boat and drink beer all day.

10. If you lend someone $20 and never see that person again, it was probably well worth it.

11. If you tell the truth, you don’t have to remember anything.

12. Some days you are the dog, some days you are the tree.

13. Don’t worry, it only seems kinky the first time.

14. Good judgment comes from bad experience … and most of that comes from bad judgment.

15. A closed mouth gathers no foot.

16. There are two excellent theories for arguing with women. Neither one works.

17. Generally speaking, you aren’t learning much when your lips are moving.

18. Experience is something you don’t get until just after you need it.

19. We are born naked, wet and hungry, and get slapped on our ass… then things just keep getting worse.

20. Never, under any circumstances, take a sleeping pill and a laxative on the same night.

Quelle:Hier

Montag, 14. November 2011

Bulli

Wer bei der Überschrift an einen deutschen Comedian(?) oder an einen harten, gar zehr harten Film denkt, liegt schon mal nicht schlecht - Youngtimerfreunde haben bei dem Wort nur ein Bild vor dem inneren Auge: VW auf der Hutze, Motor im Heck...Käferfreude im Großformat. Dass dieses Unding wiederbelebt werden soll ist aufgrund der Erfolge von Mini, Fait 500, usw...nicht weiter verwunderlich und so manch leckeres Protypenmodell verschaffte mir kurze Augenblicke des "also, wenn der so kommt, überleg ichs mir"-Tuns. Die Hersteller lassen kein Retro aus, Alles beim alten bleibt dabei sicher nix, oder...VW Brasilien fertigt den Bulli noch, in Holland käuflich zu erwerben, siehe HIER: Hammer, mit neuem Motor, alter Ausstattung, altem Gschau...hmmm, wenn nur der Preis von fast 40.000e nit wär...oder doch? Wäre doch mal ein Anfang von Wohnung und Unternehmung!

P.s..:Weg mit dem neuen Beetle, zurück zum Käfer...

Donnerstag, 10. März 2011

Was man belächelt, soll jetzt en vogue sein

Ich habe mich erwischt. Beim Stöbern in den Online – Zweiradbörsen hab ich mich beim Spekulieren ertappt. Was günstiges, damit man wenig belastet trotzdem mal ein Runderl drehen kann – aber mit dem Wissen ein fast schrottiges Gerät durch die Kurven zu zittern. Ja nicht einmal eine Woche die Hände frei haben und beispielhaft zukunftig ohne motodrom durch den Sommer walken (zur Not für den Strandbadstyle steht ja noch eine neue Vintage-Vespa rum, aber es ist eben eine Vespa – weit weg vom Motorrad fahren: Attitude zum Biken ist was anderes). Jetzt soll es auf einmal ein Gatschhupfer sein – jahrelang gelästert, jetzt selbst zum Eintopf. Jaaa, - weil ich das eh schon immer wollt, aber gleich ganz groß einsteigen mußte, jetzt heissts Erfahrungen nachholen. Wie lange dies Freude bereitet: naja, so günstig als möglich durchs Unterholz wird schon spacken macken. Wobei wir ja wieder am Anfang stehn. Dann gleich den Schritt Richtung Supermoto (!), ich bin ja noch jung. Alles muß brennen, der Asphalt, die Reifen, dann die liebe Haut – pfuhh, im Kopf werd ich ganz schnell alt. Eine Mischung vielleicht – eine gut erhaltene Waffe a la LC 4, vielleicht mit 640 Brennraum und Brummtopf der kracht. Schauen noch gut aus und können was, angeblich. Husaberg wäre davon die feine Steigerung. BMW F 800 GS rückt derweil in die Ferne, dann hätte ich gleich beim Männermotorrad bleiben können. Gar nicht so leicht sich durch den trotzdem noch fahren und steht schon lange aber zum Hochpreis – Dschungel durch zuhacken. Mir gehört mal eine Machete geschenkt. Es wird zu wenig gehackt.
Die Zeit, die liebe Zeit – sicher einer der Topgründe für den Motorradverkauf am anderen Ende: Nachwuchs, Hausbau, Zeit oder auch umgekehrt. Für misstrauische Leidensgenossen: Unfall, Umgefallen oder technisches Gebrechen. Drum prüfe wer sich auch nur kurz bindet. Da wären wir also wieder, kaum free moto, gleich wieder Metall – Handschellen. Die Aussicht auf so ein Teil beruhigt mich schon ungemein. Vielleicht fällt ja was zum fenster rein, weil das ja aufgegangen sein sollte, wenn ich die Tür schon zugemacht hab. Langsam schleicht sich der Sommer heran. Da will motore entgegenbrummen.

Samstag, 19. Februar 2011

Eine Ära geht zu Ende

Ich habe ihm tief in die Augen gesehen, kurz gewartet und zugleich die Hand geschüttelt. Mit dem Wort: Abgemacht! war es besiegelt. Ich habe meine Quackente „DucDucDuc“ per Handschlag verkauft. Besiegelt durch eine mündliche Abmache. Ein lachendes und ein weinendes Auge seh ich im Spiegel - daher meide ich diese Echoten, wo ich nur kann. Wahrscheinlich lege ich meinen Rufnamen nun ab und werde zum Einsiedler. Ganz ohne Abgas und Böllern, nur eine schwache Erinnerung für kurze Zeit, die ich durch Meditation mehr und mehr verblasse. Es gibt kein danach.
Die längste Begleiterin, die treueste meiner Spielgefährten (ohne Innen!), ergeben und fleissig, immer bemüht und ausgestattet mit jener Portion Erquickung, die ich durch das heftige Drehen meiner Hand abrufen konnte. Unzählige Auftritte in den nahen und weiter entfernt liegenden Dörfern, sehr viele Fragen vor Eissalons, staunende Blicke, verächtliches Weggesehe, Stunden in der Nacht, gefüllt durch Erfahrung und Erfahrenes. Ich war so gut aufgehoben, das gefangen in einer Miniwelt der Beschränkung lebte. In etwa wie häuslbauende grad Eltern gewordenen Zweifler. Die Sehnsucht bleibt.
Aber und das ist das Wichtigste: Es ist der bewusste Schritt des Aufhörens, das gewollte Ende und die wundervolle Aussicht auf Neues, wenn man etwas weggibt, um die Hänge frei zu haben. Die Motorradwelt hat mich wieder. Freiheit hab ich wieder. Moto lebt man.

Mittwoch, 26. Januar 2011

dei liabste weis´

Mit mir kann man ja diskutieren. Ist ja nicht so, dass ich eine Meinung habe und von dieser nicht wegzubringen ist. Das könnte dann nämlich das diskutieren bringen. Mich von meiner starren Haltung zum Umdenken zu bewegen. Und als Diskutanten schätze ich mich durchaus amüsant ein - vornehmlich wenns ums liebe Spielzeug geht ---

dem Auto natürlich. Es denkt niemand an etwas anderes, denn da lass ich z.B. nicht mit mir diskutieren. Dem Andersdenken halt. Wär ja noch schöner - schöner wärs, wenn es einmal so schön in meine Richtung laufen würde: beim Thema Auto - so einhellig und vollmundig würde es aus den Teilnehmern nur so heraussprudeln, was es sich zu fahren gilt. Im Chor würden wir die Mauern unserer Gaststätten erschallen, auf dass sich fremde in uns miteinschwingen können. So ganz ohne diskutieren. Ja,wenn.

Das ein Auto ein Gesicht hat, eine große Rolle im Leben spielt, Faszination ausübt, manchmal wie die Beste behandelt wird, oft mehr Geld dafür ausgegeben wird, man ein Narr ist, wenn einem das wichtig ist, man mehrere davon gleichzeitig haben kann und wahrscheinlich noch hundert Diskussionsthemen mehr (hier der Link zu einem sehr wichtigen Thema: der Schnauze eines Autos, und wer sich getraut hat, einem Auto keine zu verpassen) gibt es -

beendet wird dieser Eintrag genau so, wie manche Frauen ihr Auto sehen. Ist halt da, (fährt)...der Rest ist egal.


Donnerstag, 20. Januar 2011

Pflatsch

Was so klingt, wie das Geräusch zu einer Unfallszene auf einem beliebten Videoportal (Nein! es ist nicht youpro*n, aber so ähnlich), läßt auch bei der Suche mit „Brille“ keine Zweifel über dessen Herkunft aufkommen. Was sicher die wenigsten wissen, jedoch jeder kennt, ist ein besonderer „Pflatsch“. Bahnfahrer (und so ca. 99% der Österreicher) haben den, ich meine, berühmtesten Pffflaaatsch noch gut vor dem geistigen Auge – der neue Schriftzug* der Bundesbahnen ist so alt noch nicht, davor war es ein S aus zwei Teilen, und ja, … klickts: das Zeichen heißt „Pflatsch“ (und das ist jetzt nicht gefährliches Halbwissen, eher von der Sorte: Freitagabend – Millionenshow – und der Familie wird die 500.000 Euro – Frage auf einem Silbertablett serviert. Fernseher aus, Spots an.) Davor, liebe Ferroaltertümlingsbewunderer war es ein geflügeltes Zeichen, aber dies kennen wahrscheinlich nur noch sehr betagte Museumsführer und ikonographische Lexika des 20. Jahrhunderts (und Eisenbahnportale)

„Im Internet gibt es alles“ stand als Stehsatz bei meinem Sitznachbarn in der Deutsch – Schularbeit, der daraufhin von einem Schmunzeln begleitet, sich durch den regional berühmten „El Crocodilo“- Kolumnenschreiber und Germanisten, Meister Schmiedt, sagen lassen mußte: „Nein, mein Lieber – so stimmt das sicher nicht, denn die geheimen Konferenzen irgendwelcher Staaten werden nicht im Internet veröffentlicht“. Oft, gar sehr oft, dachte ich an diese Bemerkung, die sicher jeder meiner Kommilitionen wieder vergessen hat – bei mir hat sich das einzementiert und war bis vor kurzem unverrückbar. Wikileaks öffnete dem Internet die Türe und spielte Mikrofon und Stenotypist bei so geheimen Konferenzen (vlg. Depeschen). An der Gültigkeit der Bemerkung hat sich so gut wie nichts verändert – abgesehen eben von genau jener Ausnahme, die abrufbar ist. Aber sehr, sehr viel – wie z.B. Bahnfotocommunitys, findet man schon im Internet - die z.BEISPIEL! allerlei Tipps zur Fotografie von Zügen geben – da sieht man eine nette Ansammlung von eben jenen „Pflatschen“(MZ?) und wenig Schrift(züge, hihi) – da wurde eben noch mehr Bahn gefahren. Und das Internet gibt’s immer noch.

*Viele Firmen haben Ende der Neunziger Jahre, Anfangs der Nuller Jahre ihre Markenschriftzüge vereinfacht (=Simpleassimplecan), umgestellt, neu aufgestellt, auch noch immer werden neue icons gebraucht** u.a. die ÖBB, ÖMV, usw…weniger Barock, mehr New - Economy, damits gleich mal globaler wird… - less sexy! Auch hier: mehr Schwulst, bitte!

**Viel Geld für ein Logo und als Gegensatz dazu, eine freie Community zeigt, wie man es hätte haben können! Daumen hoch!

Donnerstag, 12. August 2010

addict

(Tipp: Beim Lesen - Backgroundvideo ablaufen lassen, Begriff: Pure Sound Gruppe B)

Soweit sich Tom zurückerinnert, hat er noch nie von wilden Achterbahnfahrten, schnellen Verfolgungsjagden oder ähnlich adrenalin-besetztem Gedöns geträumt. Das deckt sich ganz gut mit der Überzeugung im täglichen Geheul, keine Ersatzhandlungen zu unternehmen („sollen sich doch andere ein Spiel anschauen“), seine Maxime lautet , wie so oft „ich will es sein, der spielt“ Verblüffend pflügt er damit durch die wohlgeordneten Lebenswelten seiner Kumpels. Und wenn er genauer in seine Denkstube hineinhorcht, so fehlt es in den Träumen an Sound. Im bewussten Sein dreht sich so mir soviel um Sound, dass er manchmal aufwacht und das Gefühl von einem vermissen, einem fehlenden Etwas nicht zu kompensieren ist; in Dolby zu träumen. Wer jetzt behauptet, das man es übertreiben kann, der hat recht.

Worin ich ganz gut bin, ist Motorensound (nein? echt jetzt?) - ja, ich erkenne nicht nur Autos am Sound, ich vernehme weit entfernte Geräusche, ein Blubbern...da ein knacken, ich selektiere mit meinen Lauschern die Umwelt und registriere mit feinstem Radar, wenn sich irgendwo ein Alu zum Starten erhebt, oder einem noch ungestümen Jungblock die Tourensporen gegeben werden. Ausserdem: Nein, ich möchte nicht auf allen Gebieten meiner Sinne solche Feinheiten vernehmen. Aber ich brenne auf Drehendes, befeuert durch Kraft-Stoff, aus dem die, wie banal, Träume sind. Wie ich manchmal von meinen ersten Erinnerungen an diese feuerspuckende, krachende, für einige stinkende Welt zehre, als wäre es die langersehnte Mahlzeit nach dem Marsch durch die Wüste des öffentlichen Sauber-Verkehrs, mit Unterflur-Elektro-Bus.

Man möge mich einen Narren schimpfen, aber ich bin süchtig nach Benzin, nach dem Lärm der durch ihn verursacht wird, dem verbrannten Vollsynthetischen aus den Auspüffen verschiedenster Vehikel. Dieses gefährliche Gebräu jüngster Wissenschaft die über kurz oder lang uns alle ein Ende bereiten wird. Und hier spreche ich nicht von den letalen Auswirkungen durch dumpfes Zusammenstoßen. Eine Gänsehaut, die meinen Körper lustvoll erschaudern lässt, befällt mich länger, brennender und auch schmerzender, länger als durch alles andere es ist der Auslöser, und vermittelt mir meine Droge auf eindruckvolle Weise. Die Luft soll brennen. Aber aufgepasst: Ich spreche von vielleicht gerade mal 2% (or less?) aller Verkehrsteilnehmer (Motorräder miteingenommen), die gezwungen sind ihre Rösser über die geteerten Bänder dieser Erde zu ziehen. Ein jeder kann sich dabei ganz leicht selbst überprüfen: Wie ist das Gefühl, beim Umdrehen des Zundschlüssels, beim Anlassen des Motors ihrer bewegten Käfige, Customs oder Oldies. Und wer es bis hier noch nicht verstanden hat, fährt einfach von A nach B und kann den Motoblog aus seinem Gedächtnis streichen. Unzweideutig sind Kolben, Vergaser, Ketten, Ritzel, Fett, Öl und das damit verbundene Sein. Blech, Stahl, Bügel, Schellen seien hier bedacht, Feuer aus den Rohren. Kraft durch Saft.

Das unzählige im Netz hängende Videomaterial unvergessener Momente der Killerbienen des Motorsports auf dem bekannten Kanal, das ist mein Porno. Und bin sofort aus dieser in eine andere Welt entsprungen. Es sind dies die Helden meiner leisen Träume, die Heroen bester Tage, apokalyptische Reiter des verschwendeten Untergangs und der feurigen Auferstehung. Und ich bereite diesen Teufeln den Boden, über den Sie hinwegpflügen mit ihren Rössern aus Stahl, mit heulenden Klingen und stechenden Nadeln. Es gab sie und gibt sie noch: Motoren, deren Schalt- und Knackgeräusche bei mir höchste Verzückung auslösen, wenn sich deren Krachen überschlägt. Ich spüre die Gewalt, den Tremolo und Bass, der mich mitmassiert. Ich grinse so bescheuert, wie Kinder die kein Unrechtsbewusstsein besitzen und etwas sehr Schlimmes anstellten.
Sie stehen am Strassenrand und lachen in nicht ganz unschuldiger Manier der Gesellschaft, ans Hosenbein, derer sie bemächtigen wollen und das auch ein bisschen weiter treiben. Ich höre zwar die Ohrfeigen, die den junegn ungezüchten Leibern aber nichts anhaben können; denn dieses Grinsen bedeutete mehr als das kurze Vergnügen des Schmerzes. Väter, die sich ratlos durch Adern ihrer Kinder prügeln. In meinen Augen sammelt sich Flüssigkeit, der güldene Nektar, um die mich die Liebenden dieser Welt beneiden würden. Ich versuche in diesen Momenten die Welt anzuhalten, sie mit allen Sinnen in mich fließen zu lassen und erkenne zumeist meine Bestimmung. Ich werde eingesaugt, verpufft und wieder ausgespuckt - wiedergeboren, um eine dieser Maschinenleiber zu bändigen, sie an mich zu reissen und eine Urgewalt, als Geist aus der Maschine, zu entfachen, die mich diesen Turnus viele Male durchlaufen lässt. Es ist diese unbändige Röhren, das unablässige Brüllen vieler Kehlen aus den flammenden Rohren die nach hinten weisen, wie um zu sagen, dass sich vorne die Hölle aufgetan. Und dahinter ist das nichts. Wie ein perfektes Orchester vieler vieler Stimmen schwingt die Luft im Takt zu diesen Bewegungen. Es grenzt an ein Wunder, dass diese Vehikel nicht über dem Boden schweben einfach um einmal abzuheben, vielleicht bei kleinsten Erhebungen, die zu Sprungschanzen werden. Sie rümpfen ihre Nasen, atmen ein und berauben den vor ihnen liegenden Raum jeglichen brennbaren Sauerstoffs.
Es ist dieses unablässiges Fordern, das Kreischen der Masse, zu wieviel man bereit zu geben ist, was einem die Geschwindigkeit noch zum Leben lässt. Es schnürt die Kehle vom bloßen Zusehen. Unglaublich staune ich noch heute wie sich diese Stänglein Metall um das riesengroße Herz winden, wie Antrieb mit diesem Ungetüm an Schlagkraft fertig wird. Manchmal, so beim ruhigen Hinsehen, glaube ich, dass diese Fahrzeuge wissen was in ihnen steckt. Ich entdecke ein leichtes Beben, fast unmerklich, ein bisschen Zittern, eine große Unruhe. Ich begegne ihnen mit jener Ehrfurcht, zu der ich großen Charakteren gegenüber fähig bin. Wunderschön, wenn sich diese fahrigen, zittrigen gewaltvollen Geschöpfe wie auf Schienen durch die Kurven streichen, wenn sich der Sound so wundervoll ins Gehör hämmert, dass man diesen Moment für immer festhalten will. Am Limit gibts den Sound des Lebens, sonst nirgends, und auch: respekt!

Dahinter kann man was schreiben, muss man aber nicht.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Ver-Lust

Im Schnitt werden so an die 5 Bikes pro Monat in Österreich gestohlen (klingt härter als geklaut!) – nehme ich an, anhand der Suchinfos auf dem größten österreichischen Moto-Portal (das auch angenommen) – wie groß der Rücklauf, also entwendetes zu wieder im Besitz befindliches Bike ist, kann ich wieder nur annehmen = 0. Ohne offizielle Kriminalstatistiken gewälzt zu haben.*
Wenn ich mir die Liste näher anschau, stelle ich mir eine große Anzahl an Fragen. Fakt ist, dass das nicht nur Bikes ohne hohem Wiedererkennungswert sind, d.h. da hilft nicht nur eine Dose Lack und schon erstrahlt der Neuerwerb im Superdupernuovo - Look.
Da sind Bikes dabei, die so niemals wieder gefahren werden dürften, also in einem Wohnzimmer stehen werden, weil sie so bekannt sind und ihr ehemaliger Besitzer sicher keine Mühen scheut, das Ding auf allen Märkten und Treffen zu suchen. Natürlich kenne ich verifizierte Storys vom Diebstahl aus der abgesperrten Garage, aber das muß (muss) zielgerichtet sein – und dann finde mal einen Abnehmer in Rumänien für ein 10000€ Bike.
Das geliebte Zweirad am abgestellten Platz nicht wieder zu sehen, löst bei mir jetzt schon schwere Auszucker des linken Auges aus – wenn ich den erwische, dem (Ihr?) hacke ich mehr als nur die Hände ab. Aber ich bremse mich schon ein, es ist ja noch nichts passiert. Also muss es der pöse Teilemarkt sein, für den da heftigst Angstschweiss ausgeschüttet wird - „Brauchst an Blinker?“ - Antwort: „5 Minuten Angst!“, oder auch beliebt: Verkaufe Havarie (Ringgerät, Unfall) in Teilen, da kann man sich dann den sehr günstigen Tank auf den Rahmen schnallen und sich übers Schnäppchen freuen. Für die Eisenschmelze was zu klauen, bleibt den unguten Zeitgenossen über, auch ein Klischee will bedient werden: Der Osten war es.

Genauer bitte - Nein! Muss man nicht, es reichen Zuschreibungen anVölker für Verbrechen aller Art. Den Verlust zu verschmerzen; da hilft Zeit und eine gute Versicherung - den ideellen Wert dabei zu ersetzen, manchmal unbezahlbar. Schön, wenn da mal wieder was gefunden wird, was man "verloren" hat. Vielleicht auch noch in dem Zustand, in dem es sich befunden hat. Vielleicht auch in besserem. Man darf ja noch hoffen - auf Diebe mit Sinn für Stil.

* Österreich. Zahlen. Daten. Fakten

Donnerstag, 8. April 2010

Automobiles

Meine Fahrzeuge werden älter – und sind es zunehmend auch schon. Was sich in jungen Jahren als ein leicht zu realisierendes Unterfangen anstellte, oft in Verbindung mit notorischem Geldmangel anzutreffen, wird mit zunehmenden Jahresringen ums Ränzlein ein schwierigeres Tun auf der Liste der Lebenslust. Vor allem dann, wenn die Kisten, mit denen wir die Straße hinter uns bringen nicht beim Einsteigen zerfallen sollen. Alte Karren knarren. Jung und neu ist das Diktat unserer Gesellschaft, dazu noch höher weiter schneller (teurer cooler besser) dem Jugendwahn gehorchend; kann das noch die meine sein? (siehe dazu: In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich?, Armin Pongs, 1998)
Es soll sogar Narren geben, die sich bewußt ein richtig altes Auto suchen, daß sie dann wie Ur-Opi um die Ecke werfen können, mit Klopapier und Wackeldackel auf der Hutablage (die auch ihrem Namen gerecht wird). Seit kurzem darf ich mich rühmen, ein Klorollenabdeck-Strickzylinder – Kutschierer in historischem Fahrzeug mit Hut noch am Kopf zu sein. Jenen Zeitgenossen, die ihren fahrbaren Untersatz von den anderen Blechkisten vor und hinter sich nicht unterscheiden wollen oder können, sei verraten, daß Autofahren auch eine lustvolle Seite birgt, besonders in stilechtem Ambiente knapp unter 100 Km/h Reisegeschwindigkeit. Das gehört genauso wie gute Kleidung zum Lebensselbstkonzept einfach dazu. Das muß man sich wert sein.
Auf das indirekt proportionale Verhältnis von Alter, Zustand und Preis sei an dieser Stelle bewußt hingewesen, denn wir werden älter, nicht schöner aber teurer, fast wie Autos eben. Geht’s aber ums Alter bei unseren weiblichen Mitgenossinnen so hat man sich diskret in Schweigen zu hüllen, außer sie sind blechene Diven in mondänem Kleid, daß man tunlichst nur Sonn(en)tags auf ein frisches Limoneneis um den See chauffiert. Man lächle fröhlich vor sich hin, in weiblicher Begleitung die Strecke absolvieren zu dürfen.
Unzertrennlich mit historischen Fahrzeugen ist ihre Historie – zumeist geht’s dabei um bekannte Vorbesitzer (überregional zumindest), eine bewegte Fzg. - Vorgeschichte oder ähnliches. Etwas ungewöhnlich (für Oldie-fans wahrscheinlich: Fad!) gestaltet sich der Ablauf des gesamthaften Übertritts ins Eigentum. Geprägt und getauft ging das edle Stück in meine Hände, skurrile Bezeichnungen geben Auskunft – aber auch mitübergeben wurden Geschichten rund ums Auto, der restlichen Welt und vielem mehr, alles in allem etwa 2h Erzählzeit. Ich weiß jetzt was die Frau des Verkäufers so treibt, kenne seine weitgereiste Lebensgeschichte und so ziemlich jeder meiner Bekannten kennt den Mann durch meine ausschweifenden Erzählungen. Das gehört genau so dazu, wie auch die Erfahrung, daß man eben älter werden muß, um das Alter zu schätzen. Ach ja, in der Postmoderne kann ich mir meine Gesellschaft aussuchen. Mein neues altes Auto ist ein Er.

Donnerstag, 11. März 2010

es war eine zeit

Als ich aufwuchs, war der 125er Boom leider schon wieder am abflauen und strenge Gesetze regelten den Zugriff auf die so ziemlich schärfsten Zweiräder für die Ab Sechzehnjährigen. Mit Sehnsucht denke ich an die glory Days, die heute nur noch in den Köpfen der Mittvierzieger vorherrschen. Kreidler vs. Puch Monza vs. Sachs, Gefechte unter 10PS - alles damals lebensentscheidend, wenn nicht gar der, wenn auch kurzfristige Sieg im kleinen Universum. Die schnellsten Renner liefen über 125 Km/h, so erzählt man sich bierschwanger und in Feierlaune. Heute kaufts mit Ducatis schärfsten Teilen 150PS und mehr, aber irgendwie hab ich nicht mal ein ähnlich aufgeregtes Gefühl, es ist eher ein Abholen einer Bestellung als die Erfüllung einer lang gehegten Sehnsucht.

Ich bin eine jener Generationen, die für den Puch-Höhepunkt zu jung, für Derbis Senda aber zu alt war, unbefriedigt zwischen den Mopedstühlen sitzengeblieben - da hab ich sicher ein Leben lang was nachzuholen. Ganz schnell (zu früh?!) wurde der „Kleinmotorrad-Schein“ wieder verboten, ich weiß bis heute nicht, ob es wirtschaftliche Gründe gab oder viele Unfälle; ich seh heute wenige Mittvierzieger am Stock gehen, Schlimmeres nicht ausgeschlossen.

Wer heute einen der unverbauten Mopetten seine Eigen nennen kann, sei stolz und trage dies mit Würde - geschraubt wurde gar oft und das nicht immer mit dem benötigten Hintergrund. Jugend - Werkstätten üben bis heute eine riesige Faszination aus - eine Welt des verbrannten Benzins, den Schmiergerüchen und dem Fett auf den Händen, immer schmutzig, irgendwie auch berauschend; eine Welt, die noch so klein, jedem seinen Platz ermöglichte. Ich wollte so sehr dazu gehören, so fest hab ich geträumt, zu schrauben, feilen, meine eigene Maschin´anzukicken. Dauernde Benzingespräche von längeren Übersetzungen und polierten Ansaugstücken. Sechs Gänge, langgezogener Tank und am besten gleich die JPS - John Player Special Edition von Puch. Heute muss ich schmunzeln, als ich mich so tief eingelesen hab, - damals halt, hab ich ein wichtiges Detail einfach mal so übersehen: der Schriftzug lautet(e) niemals JPS, sondern einfach SDP - aber zum verwechseln ähnlich den damaligen, sehr beliebten JPS Formel 1 Rennern nachempfunden... (SDP: Special Design Puch, ich kanns heute noch immer nicht so recht glauben - dafür hab ich sogar eine Zeitlang, die meiste Zeit sogar, John Player geraucht, heute noch hat diese Marke bei mir was gut, einfach so...)

Vor Wels steht ein der Bahn sehr nahes Lager, mit großen Lettern und einem riesigen Puch - Zeichen, ein damaliges Zentrallager wird damit ausgewiesen. Sogar die Aussenfarbe des Gebäudes wurde im Corporate Design der zu tiefst österreichischen Marke verziert, so glaube ich darin zu lesen. Jedesmal, und das sei mir hier verziehen, ja, jedesmal rauschts bei mir im Kopf beim Vorbeifahren so dermaßen Bilder durch den Kopf über eine längst vergangene aber nicht vergessene Zeit. Und irgendwie freut mich der Gedanke, wenn ich mir einen Mann vorstelle, der hinter dem Tresen meine noch zu verbauenden Teile hervorholt und wissend lächelt. Eine geteilte Begeisterung ist schon faszinierend. Lächelnd nicke ich ab und schau das ich so schnell wie möglich in die Werkstatt komm: zum schrauben...

Samstag, 13. Februar 2010

mot-art

nice trip to the fairground

Sonntag, 24. Januar 2010

Schuhbidu

Über Marktsituationen im Allgemeinen und im Speziellen, das „unkaufbare Angebot“, wurden an dieser Stelle schon etliche Krokodilstränen vergossen (vielleicht gibt’s mal von geeigneter Stelle, betriebswirtschaftliche Nachhilfe) – ein aktuelles Beispiel drängt doch sehr stark zur Darstellung: Schuhkauf für Männer ist der eigenartigen Meinung unterlegen, dass das Ganze mit Frauen und einer sehr belastenden Situation gemein hat, in der irrigen Annahme, der eigene Erwerb passiere in etwa wie das Service eines Burgers bei Mc: Bestellen, Bekommen – und paaast. Ist aber nicht so. Es hat eher etwas mit dem Suchen und finden ganz seltener Edelmetalle zu tun, die sich so lange versteckt halten, bis man verzweifelt den Kalk von den Wänden nagt bzw. bereits das erste mal nach Regenguss bemerkt, wie undicht Schuhe wirklich werden können. Verdammt sehr nämlich. Dann sucht man den nächstbesten Dealer auf, Kette hin oder her und bemerkt, dass sie alle unter einer Decke stecken, mit dem großen bösen Vertriebswolf. Dieser heult zweimal im Jahr zum Schuhwechsel, dann kommen alle Schuhkettenschäfchen angewölkt, wählen aus und danach gehts ans muntere Reibachmachen.

Dabei auf der Strecke bleibt das seltenste aller glänzenden Metalle: die Auswahl. Geh ich zum Stie…., oder Hu… oder… ich erblicke die gleichen Marken, zu gleichen Preisen in der selben Auswahl. Individualität? Fehlanzeige (jaja, erstens braucht man das nicht, und kaum ist es ausgesprochen, so wird sich ein Schuh meiner Träume einstellen, also hex-hex), wer jetzt Ge-OCHS oder Yello schreit wird mit 1-minütiger Lesepause bestraft.

Schuh - Kontaktanzeige (und Wunsch ans Universum): Ich sehe mich als potentieller Schuhkäufer unterversorgt! Bin nicht bereit mehr als €150 auszugeben (ausser Zweiradstiefeln, die jedoch schon reichlichst vorhanden sind, siehe Laufschuhe!) Ich zahle gut, bin leider sehr wählerisch – lasse mich aber leicht begeistern und wäre aufgeschlossen genug, Experimente zu wagen. Immer zu haben bin ich für Modelle, die den Begriffen „klassisch“, „elegant“, „praktisch“ und „wertvoll“ sehr nahe kommen. Gefallen würde mir ein edler Fly, der Linie aus frühen 0-er Jahren (London) - natürlich günstig (wenn überhaupt greifbar).

Was mir leider auch immer seltener passiert, ist, das ich an anderen Füßen Schuhwerk finde, dass mich begeistert und ich dem Besitzer entgeistert Informationen zu denselben zu entlocken versuche. Der nicht selten miesepetrig den Grund der Frage nicht versteht. Wenn man dem dann von irgendwelcher Suche nach Metallen kommt, kann es leicht passieren, das bewunderte Objekt in tieferliegenden Körperregionen wiederzufinden. Nur nicht an den Füßen. Mann hat´s nicht leicht...

Mittwoch, 20. Januar 2010

tudu

Wie ich den Begriff ToDo (auch gesehen unter: 2-do, todo, tu DU – Listen) belächle, weil…
…er nie nach lustigem Abarbeiten klingt, sondern nach Abhaken von irgendwelchen Mühseligkeiten
…diese -Listen den Hauch Büroromantik versprühen, die im Privaten oft unangebracht daherpfälzen
…es sich um einen Begriff aus den Neunzigern handelt, dieser aber nach wie vor heute an meine leidgeprüften Ohren dringt und daher nicht aus der (Mode-)Welt zu schaffen ist
Kurzsprech für -Listen im neuen Jahrzehnt
aa – Arbeitsaufgaben (sprich: ae-ae, arg verwandt mit o.bemängeltem)
want – WAsNochzuTun (schnellenglisch: w:nt, auch als Befindensanfrage zu stellen: u:nd?)
blip – beschäftigungsprioritäten im leben (gemessen in numerischen Einheiten: z.B. vier-blips)
- weiterführende Ideen gibt’s!

Dienstag, 29. Dezember 2009

Das war...

...wird in diesen Tagen nicht nur öfters zu hören sein, sondern sicher aus dem eigenen Mund sprudeln, wie Heilquellen in fast jedem Bezirk Österreichs, dem Tourismus verpflichtet. Das abgelaufene Jahr Revue passieren zu lassen ist eine Tugend, derer man sich am Ende eines Jeden nicht entziehen kann. Für jene Vertreter der Spezies Mensch, die nur nach hinten und unten schauen, ist es ein Qual, alles Geschehene noch einmal vor dem Auge ablaufen zu sehen, die Positiven picken sich ihre Highlights eh aus dem Inneren raus. Die da wären: --- Jedem das seine - wie fürchterlich, der Spruch aus alten Tagen, ich probiers nochmal: Schicksal, so sagt mans schön, oder doch eher Zufall; Nein, nein - bestimmt wars...also, jetzt aber: the devil made me doin´this, denn der steckt ja im Detail, meine Playlisten sind Gottesvorsehung, den Seinen gibts der Herr im Schlaf. Wie auch immer, ob freier Wille oder der Sektenführer, ihr müsst lesen, was euch der Blog gegeben hat...

5 wahlfreie Songs, die man auch 2010 hören muss:
  • Jim Ford -Hanging from your lovin tree
  • Rocket from the crypt - Ditch Digger
  • Suzzy and Maggie Roche - La Vie c´est la vie
  • Sunset Rubdown - Shut up i am dreaming of places where lovers have wings
  • Lydia - Fate
Top-Autoren, sind u.a.:
  • Jörg Fauser und Umberto Eco
Die Serien, die man nicht nur zum Zeitvertreib neben dem Kochen guckt:
  • Nip / Tuck, and of course: The Simpsons!
Very nice Location:
  • Sardinien, take a cheap flight and enjoy!
Das Geschenk des Jahres: ...and the oscars goes to
  • M.B. - moto Ducati und mein riesiger
  • Adventskalender (thx an dieser Stelle!)
Ein Konzert, das ich gerne Live erlebt hätte:
  • Deichkind
Jene Band, die mich am nachhaltigsten beeinflusste:
  • Gossip (zeitgleich mit best concert act, hmmm)
Das mittelmäßigste Leben, das ich getroffen hab war 2009:
  • Unser Weihnachtsbaum, genau richtig hoch und eben gewachsen, so muss Mittelmaß aussehen

The End:
Bin froh, das eine Neues ansteht - was für ein arges Jahr 09 - i won´t miss you

TWENTY_TEN become!

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Alte Liebe rostet nicht

Vorneweg: Es geht um Motorräder!

Ich gebe es zu, ich spielte mit dem Gedanken der Untreue - Markenwechsel bedeutet in diesem Fall: Wechsel einer Lebensphilosophie. Aber, und jetzt bitte das Kopfschütteln einstellen, es bleiben zwei Zylinder und somit darf ich im Wesenskern meiner Leidenschaft fröhnen. Konservative Zeitgenossen hätten mich schon längst aus dem elitären Kreis überzeugter Italo-Freaks ausgeschlossen, doch auf ihre altbackenen Entwicklungsfahnen hefte ich mit Vehemenz: sture Fortschrittsverneinung ist der Treibsand, auf dem Fahrfreude, Technikverliebtheit gepaart mit Design ihre Schlösser bauen. Und in Bayern werden doch auch gute Motorräder gebaut.

JA, ABER...schlägt mir Amboss und Hämmerchen gegen mein Trommelfell...die Generation 50+ erfreut sich sicher an den wertvollen und maßgefertigten Produkten unseres deutschen Nachbars; du jedoch, junger Freund, hast noch ein paar Jährchen um das Dolce Vita des Motorradbaus zu genießen. Diese Lanze wollte ich brechen, mit einer ganzen Generation und kleinen Vorurteilen in Einem aufräumen und vor allem mir etwas zurückgeben: die FREUDE AM FAHREN.

Meine Zweifel sind beseitigt, meine Vorfreude steigt seit Tagen. Immer wieder denke ich an Sie. Von den ersten Gerüchten an weg loderte in mir das Feuerchen wieder auf, dass schon so manchen dunklen und verschneiten Wintertag in einen idealen Sommernachmittag entlang der Soca kurvend machte, und mein Herz mir dabei wärmte. Ein neuer Motor, ein neues Chassis - die gleiche Begeisterung - meine Marke.

Ducati hat mich wieder

Link: Ducati Hypermotard 796 - coming in November, 2009

Dienstag, 25. August 2009

Spy vs. Spy

Zwei von mir heiss geliebte Bereiche nehmen beim Durchforsten des Internets massig Zeit in Anspruch: Neuigkeiten auf den Gebieten rund um Apple und die favorisiert-motorisierten Zweiräder. Und bei Beiden treten online dasselbe Phänomen auf - Photos von „Erlkönigen“, den Ablichtungen von Produkten vor dem Markteintritt. Irgendwo leakt es im großen Geheimnisgetue auf dem Weg der Entwicklung und auf einmal taucht ein Photo auf eine chinesischen Website auf; mal sind es interessierte Urlauber, die mit ihrem Alleskönner von Mobiltelefon einfach mal scharf ran zoomen und die neueste technische Errungenschaft für die motowelt festhalten. Gemeinsam sind den Spypics: Aufmerksamkeit. Und genau diese Aufmerksamkeit zieht einen Rattenschwanz an marktrelevanten Folgeerscheinungen mit sich: verändernde Börsenkurse, Markttendenzen, Kaufabsichten, Werbewerte und nicht zu vergessen, ein Heer von Anwälten, die diesem Online-treiben ein Ende bereiten wollen.

(Fast) ganz abgesehen von der Firmenpolitik, die bei einer ganz bestimmten Computerfirma schon komisch (hier: lächeln, ohne bashen) anmutet, ist dem Unternehmen und auch dem potentiellen Käufer Vorabinformation zu seinen zukünftigen WillHaben-Produkten eigentlich recht. Dabei bezieht sich das Füllwort eigentlich nur auf jene minimale Käuferschar, die fast delirisch der offiziellen Präsentation entgegenfiebern und unhinterfragt das Börserl zückt. Der Rest freut sich auf Neuheiten, erwägt den Produkttausch schon früher oder erquickt sich am eigenen Besitz, da nichts Nennenswertes nachzukommen scheint. Bis zur Messe, der PK oder einem Stichtag ist das Ganze nur lautes Geraschel im Blogwald, dass mit den Emotionen der Kunden und dem verworrenen Finanzsystem unserer Tage spielt.

Schade dabei ist, dass Photomontagen heute nur all zu leicht als schlechtgemachte Fakes identifiziert werden und manchmal noch schaderer, dass die Erlkönige wirklich genau so erscheinen, wie sie Monate oder Jahre davor abgelichtet wurden. So als wäre dazwischen keine Entwicklung von statten gegangen. So hofft man, dass bei der nächsten Aktualisierung dann jenes Produkt dabei ist, von dem man auch ohne Erlkönige zu träumen gewagt hat.

Samstag, 18. Juli 2009

Geht nit, gibts nit!

iPod Nike+ Kit 29.-

irgendwann mal:

iPod Nike+ Sensor 19.-

___or___

CR2032 - Batterie 2,80.-
20 min. Bastelei for free

priceless!

(nach einem Jahr und genau 500 Km, das ist okay)