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Sonntag, 4. November 2012

"Elelctronics Arts" soll seinem Namen wieder gerecht werden

Ich war im Oktober so richtig beschäftigt - neben Arbeit, Lesen, Beziehung, Familie, Sport und dem Zocken großartiger Games konnte ich nicht auch noch auf jeden Artikel hinweisen, den ich in meinen Mußestunden kurz vor dem Einschlafen vertilgte.

Die großartigen Games rissen so ein Loch in mein Zeitkonto, dass ich gerne noch einmal lobend "Borderlands 2" erwähne, dass mit feiner Stimmung, coolen Knarren, unzähligen Nebenquests und rockigem Sound echten Shooterspass macht - ach ja, den Mehrspielerpart konnte ich nur antesten, doch falls mir nach der Kampagne nicht der Saft ausgeht, rocke ich da die Bühne.

Einen Artikel muss ich aber doch aus der Versenkung zerren, denn es geht darin wieder mal um Spielehersteller und deren Nöte, vorrangig EA Games, bei denen das große Heulen wegs Umsatzeinbußen besonders laut ist.

Als Topgründe werden Casualgames, Raubmordkopierer und sinkender PC-Markt angeführt. Aha, alles klar...es kann nicht sein, was nicht sein darf. Dann versuche ich gerne mal EA auf die Sprünge zu helfen, was denn noch alles Grund dafür sein kann, dass sie ins Minus schlidderten...

Top Five and more reasons, why EA´s Turnover badly out sees

- Fast jedes Jahr wird ein innovativer Mitkonkurrent aufgekauft und einverleibt. Dessen Eigenständigkeit tendiert mit der Zeit gegen Null, der Output bleibt bescheiden.
- Es fehlt Innovation und Qualität. Neue Konzepte Fehlanzeige, aber Teil 10 einer Saga geht immer. Miese Stories und schlecht durchdachtes Gameplay tragen ihren Teil dazu bei. Ach Fifa 15 gefällt genauso nicht wie Teil 10 -14, naja bis auf die Namen hat sich ja auch nix getan
- An Längerer Spielbarkeit. BF3 ist gerade einmal draußen und schon kündigen sie BF4 an - dazwischen gabs ja noch zwei Bad Companyteile. Jedes sportliche Engagement ein Spiel zu meistern, siehe Rangliste, ist nächstes Jahr schon komplett wertlos, da ein neuer Teil erscheint.
- Am Support. Wenig Patcharbeit, Betaphasen zum Release. Maximaler Support für ein Spiel ist 1 Jahr - Folge: Anfeindung der Kunden. 
- Durch Onlinezwang und drakonische Kopierschutzmaßnahmen, durch Lizensierung statt wirklichem Verkauf. Starker Wertverlust des Spiels, da kein Weiterverkauf mehr möglich.
- Am guten(sic!) Ruf. Dadurch ergibt sich 0 Vertrauen und wenig Käufe.

Liebes EA - Managmement, eure Spieler sind/bleiben nicht so anspruchslos, wie ihr annehmt - wir unterstützen, kaufen, spielen gute Games, lieben Firmen für ihre Ideen (Indy-Entwickler z.B.), kämpfen jahrelang am gleichen Battleground und zahlen kräftig für Erweiterungen, stehen auf lange Spielzeit, möchten aber auch mal was neues und das alte verkloppen und nicht wegwerfen (Gebrauchthandel!), mögen keinen Zwang oder Überwachung - das und ein bisschen mehr führt eine Firma in die Verlustzone und keine Raubmordkopierer, die eh nix kaufen würden (die Milliarden sieht kein Unternehmen, auch die Musikbranche nicht, ha), keine Facebook- oder Mobilegames und auch nicht die neueste Konsole sind Schuld, das ihr dem Karren an die Wand fährt. 

Gute Games verkaufen sich wie geschnitten Brot, da bleibt auch ein bisschen Kohle für einen aufgeblähten Riesen über.

Mittwoch, 12. September 2012

Ballester

Natürlich schaue ich gerne Fußball - vornehmlich im Fernsehen, seltener in der Realität, die Unterhaus - Erste Klasse - Fetzer haben mich nie dazu bewogen nach meinem Gespiele zu bleiben. Ich lebe meinen Fußball mind. einmal die Woche aus, daher gebe ich meinen Fußballkonsum nicht offen zu, sondern verbläue dem anderen das mit dem Spruch, dass ich eher nicht gerne zusehe, sondern selbst spiele (fast so, als wenn ein Musiker, keine andere Musik mehr anschaut, sondern immer den Impuls verspürt, selbst die Bühne zu erklimmen, immer und überall, was mitunter zu sehr heiteren Momenten führen kann).
Also, Österreich vs. Deutschland stand gestern auf der Speisekarte und das 2-gängige Menü war eines der leckersten der letzten Jahre. Trotz Niederlage bin ich, ob des Einsatzes, der spielerischen Komponente und der Spieler selbst beruhigt, so, in eine ernstzunehmende WM-Quali gehen zu können. 
Und wieder: Natürlich war das gestern Deutschland, gegen die man besonders motiviert ist, die gestern eine wirklich grätige Vorstellung gegen groß aufspielende Österreicher abgeliefert haben und natürlich hätte man einen Punkt verdient. Aber so ist manchmal Fußball und es gibt noch 10+ Spiele, die beweisen sollen, dass man auch gegen Kasachstan oder Schweden so hervorragend kickt - dann wird's auch den unvermeidlichen Sieg geben und am Ende eine WM mit Beteiligung geben.
Zu einem wirklich runden Abend wurde es, als mir meine Frau lexikales Wissen über die Begegnung der ungleichen Brüder (Ö3? bereitets mundgerecht auf) ins Ohr nuschelte und am Ende so mitfieberte, dass die Spannung im Raum spürbar wurde. Manchmal muss man Frauen einfach für ihre Mitbegeisterung lieben. Bald ist wieder Turnier, da darf Sie ihre Begeisterung groß ausleben - wenn ich auf der kleinen Fußball - Bühne stehe.

Dienstag, 21. August 2012

kein Pardon

kein Pardon haben die Kandidaten der "effizientesten" TV-Kuppelshow Österreichs "Liebes´gschichten und Heiratssachen" mit den Kameraleuten - jene wärme- und haltsuchenden Alltagsmenschen von 30 bis über 80, die ihr werben durch ihre Freizeittätigkeiten Nachdruck verleihen, da wird oft trainiert (gelaufen, Seilgesprungen und oft einfach gehüpft) getanzt und gesungen (und das ganz oft mit schauerlicher Licht- und Tonbegleitung) gesportelt und probiert, vielleicht manchmal zum ersten und letzten Mal. Präsentiert werden die Mode abgelaufener und vielleicht zukünftiger Tage, gelesen, sinniert, schwadroniert, verordnet, gewünscht und geträumt, natürlich auch spaziert - dies alles ins elektronische Auge und damit auch dem Menschen hinter der Linse, der den Fokus regelt, in die Knie geht und da bin ich mir sicher, oftmals schmunzeln muss: es muss so sein, ohne schmunzeln geht's manchmal garnicht, sonst lebt man nichtt; man ist ein Eisblock, cool und kalt - aber so will ich mir den Kameramann in Spiras Gefolge nicht vorstellen. Ich sehe liebe einen Menschen, der oftmals verschmitzt(jaaaaa) nickt, meistens einfach draufhält und die Suchenden sich selbst überlässt.

Die Kandidaten werden hierbei nicht bloßgestellt, sondern sollen sich darstellen, wie sie sind, wie sie sich sehen und oft auch sehen wollen. Dabei zu sein, so als Tonmann - sehe wie oft die Klappe fällt, wie oft etwas wiederholt wird, wie der erste Take mitgenommen wird, Kamerascheue und fotogene Menschen aufeinander folgen, bemerke die Details in den Wohnungen und Häusern - und verfolge aufmerksam wie wichtig die Versuche der Menschen sind, wieder jemanden an seiner Seite zu suchen und zu finden.

Nur dem Kameramann wird noch pardoniert. Das braucht man wahrscheinlich auch nicht. Für gute Unterhaltung ist gesorgt.

Ach ja: in der ORF TV-Thek kann man das auch immer nachgucken. Wenns nicht Fixprogramm der Montagabend-Unterhaltung ist. Verschmitztes Mitlächeln garantiert.

Mittwoch, 15. August 2012

G... ist g... - grrrrrrrrrrrrrrrrrr

Die "funktionierendste" (Wortkreations-)Werbung der letzten Jahre hat seine Schuldigkeit getan. Das der geile Geiz jetzt durch Soo! muss Technik sein (sic!) - inkl. Schreibfehler - ersetzt wird, steht für den findigen Leser eh für sich selbst. Getoppt wurde der einprägsame und in den Sprachschatz von eh fast jedem aufgenommenem Begriff nur von der konsequenten Weiterentwicklung: "Geil ist Geil". An dieser Stelle verleiht der Autor dem Saturn (dessen "Kreativabteilung") den Titel der nervigsten und dümmlichsten Werbung - gut gemacht, Fritzi. Wer jetzt Franz sagt, begeht Germanistenbashing, das war ja dagegen Hochkultur - Niveaulimbo a la "Leider geil" bitte nicht öffentlich verwenden. Außer man ist "theverybest". 
Dann darf man eh alles. 
Nur: Soo muss dass nicht sein.
(*erhobener Zeigefingereinklapp*)

Dienstag, 3. Januar 2012

auf zum O-R-F

Also, wenn ich nicht schon einen hochdotierten Job bei einem geheimen Unternehmen mit hervorragenden Aussichten in der High-Society hätte, das mich zum neuen Messias des Lobbyings ausrufen wird, ich würde mich sofort als Büroleiter des ORF - Generals bewerben. Was Pelinka bei den ÖBB gemacht hat, habe ich zur selben Zeit dort auch gemacht, ergo ... P.s. Heisse Konkurrenz von weiblicher Seite (Gefahr: Frauenquote!)

Mittwoch, 23. November 2011

sparkplug

Es will mir nicht gelingen, kurz und prägnant zu twittern, daher habe ich meinen ohnehin verwaisten Twitteraccount in die elektronischen, ewigen Jagdgründe geschossen, oder besser gesagt, geklickt. Auch will ich mich damit rühmen, meinen Paypal - Account schon länger abgemeldet zu haben und jedesmal wenn ich damit kurz in Berührung komme oder draufstolper es zu brauchen, fällt mir ein: Warum ich mich auch noch gerechtfertigt habe, um ihn abzumelden - Assange wird wohl doch ausgeliefert werden, und eien Kreditkarte benutze ich noch immer, leider jetzt vermehrt. Mein Feedback war so wie beim Protest gegen Origin eines von vielen, genützt hat es mir viel mehr - ein kleines Pünktchen ruhiges Gewissen auf meinem Bildschirm der Gefühle.

Was ich jedoch vermisse ist das funktionieren von Goldtscher Weisheit, gesäusselt, gezwitschert; vorgetragen von the man himself - ich fühl mich wie ein Platzanweiser, der zwar bei der Lesung mit dabei ist, aber die Worte fallen nur selten auf fruchtbaren Boden. Das tut zwar nicht weh, aber ein bisschen Wehmut ist dabei. eben wie man selbst.

Es fehlt mir vielleicht der Austausch mit jemandem der ihn auch vergötterte, dann bewunderte, manachmal so schreiben wollte, dazwischen erwachsen wurde, dann wieder Alti wurde, dann wieder ernst und erfolgreich, dann kurze Götterphase.

Goldt schreibt weiter. Liest und seine "spitze" Feder wird feiner. Man selbst ja auch. Der kommt bei mir wieder zurück. Ganz bestimmt. Mein Twitteraccount und Paypalkonto eher nimmer.

Freitag, 21. Oktober 2011

kalt serviert

Gibt es eigentlich jemanden, den die Vorgänge (neoliberales, abzocke, politik, krise, finanz, usw!) heute noch kalt lassen? Und natürlich gibt es einen Unterschied zwischen der Besetzung einer Finanzgasse (occupy wall street) oder einem mitunter tödlichen Protest für Freiheit und gegen ein diktatorisches Regime! Alles brandheiss und vor unserer hasutür, also wirklich: Tür auf, Katastrophe und Empörung ole...dann mal lieber im warmen bleiben, und dabei cool sein. Nur was kann man tun? Reicht es vielleicht eine Stephane Hessel zu lesen sich zu empören, zum Wutbürger zu mutieren, seinen Job kündigen und auf die Strasse ziehen. Da wirds im Winter erst richtig Kalt. Ich habe mich noch nicht entschieden; zu beschäftigt für die kleine Revolution. Brauche Geld für Konsum.

Montag, 4. April 2011

Donnerstag, 3. März 2011

Eso-tärrisch

Es gibt Songs, die man nicht erklären kann - die funktionieren im Innersten nach einer nicht erforschbaren Mystik. Wer damit noch nichts anfangen kann, dem sei verdeutlicht: Gibts nicht ein Stück Lied, das einen an etwas erinnert - und als höchste Steigerung, dass einem so etwas wie das Innerste selbst offenbart wird (klingt x-esoterisch) aber: selten zwar, gehts einem beim ersten Mal schon so durch und durch, dass man die Welt küssen könnte, vor so viel Zusammenpasserei. Das Lied und ich, ein Teil von mir - Musik (wie auch z.B. Geschmack, Gerüche) speichert sich manchmal im Beschallten als ein kurioses Puzzlebild ab, dass nach erfolgtem Impuls hervorgeholt werden kann und ausgiebigst betrachtet wird. Es speichert aber nicht nur Bilder, ganze Empfindungswelten werden ausgebreitet und darniedergelegt, um zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgegraben und entzündet zu werden. Banal wird die ganze Sache, wenn man dem Gegenüber erklären will, wie und warum und überhaupt - der Zauber verfliegt, zurück bleibt ein angepatztes Stück, das einem nach wie vor gefällt. Nur, das Küssen und innige Herzen fällt weg.

Mittwoch, 2. März 2011

Lambock

Mighty mighty Buyer

Ein begeisterter Kunde eines Produkts erzählt es zwei bis drei Leuten weiter, ein unzufriedener K. gleich mal hübsch an die 16 (sechzehn) Leute und die bilden sich - genau, ein, dann Bescheid zu wissen -> egal, die Folge davon ist, die haben dann schon eine Vormeinung und greifen vielleicht zu einem anderen Zeugs statt dem einen, was die Firma grämt, oder gleich in den Ruin stürzt. Besonders Unzufriedne erzählen es nicht nur fleissig weiter, sondern mobilisieren Kräfte, gründen Gruppen, bauen sich Websites - aber reden zum Ungemach der Firmen nie mit jemandem der Firma. (Alles Basics aus BWL-Grundlagen der uni-klu!). Und here comes the man: Kauft sich einen Lambo um 260.000 Ocken, haut ihn zamm, weiss aber nicht wie ihm geschieht, ist ein technischer Defekt, baut eine Website auf, erfährt und begleitet andere von und mit ihren Schicksalen, nimmt Kontakt auf, schreibt Briefe, sammelt, wird von einem Mediator betreut und das ganze sehr ambitioniert (nicht ohne den eigenen Vorteil aus den Augen zu verlieren! und das seit gut fünf Jahren) usw...mittlerweile ein ausgewachsenes Inet - Phänomen, dass in mir den Glauben erhält, dass ja nicht alles umsonst zu sein scheint und auch Krümel auflesen was bringen kann. Streich ich halt den Gallardo wieder von meiner Einkaufsliste.

Link: www.lambounfall.de/lamborghini-murcielago-unfall.html

con-sum

Hätte ich alle Bücher, die ich über die Zeit gelesen habe, verinnerlicht, so bräuchte ich wahrscheinlich jetzt und für die Zukunft keine Bücher mehr lesen. Ich glaube, ich im Speziellen und die Allgemeinheit sowieso NICHT lese mich im Kreis, natürlich mit Ausreissern, aber eben schön im Kreis herum. Ich will nicht behaupten, dass wir (die geneigten Leser und treuen Kreiser dieser Blogs) die Kreisbahn nicht mal wechseln, natürlich tun wir das, es heisst Entwicklung (nur wohin? im Falle des Blogs: Fremdgehen!) aber dann drehts sich halt mal herum und weiter gehts. Ein schöner Vergleich ist, dass die Firmen, die über Stellenanzeigen die wirklich gutausgebildeten, erfahrenen, motivierten Leute, die sie anhand ihrer Texte so suchen, nicht bekommen - woher kämen denn sonst all die Affen, mit denen man es am anderen Ende der Leitung so zu tun hätte denn sonst her. Und die toll frisierten Lebensläufe, die keine Lücke aufweisen und ein einziger Lichtblick in einer ansonsten dunklen Bewerberwüste darstellen, sind manchmal das Papier wert auf dem Sie gedruckt wurden, mehr aber auch nicht. Und ausserdem arbeiten die Freunde und man selbst ja auch irgendwo und das hoffentlich nicht in der letzten Absteige, nur um nicht als arbeitslos zu gelten. Eine klassische Wini-win, Arbeiter sucht Firma, Unternehmen sucht Angestellten - das einzige Abstimmungsprocedere ist die Bewerbung und das Gespräch, klappts kann man den Affenmann machen, klappts nicht wärs eh ein Affenzoo gewesen. Wenn jemand wirklich frohlockt, dass „sein Leben hart sei“, dann muss man diesem nur mit folgender Frage begegnen, dann sollte still im Kämmerlein sein: „Im Vergleich zu Was?“

Montag, 28. Februar 2011

Bilderschwerpunkt

Links Einz / 2011

Wer wirklich, wirklich noch analog fotografieren muss, bitte: Alles,aber auch wirklich alles für und rund um dieses Thema wird hier fündig: Für jede noch so verstaubte Kamera, die wirklich nur noch dem Enthusiasten unter uns ein feistes und quietschvergnügtes Lächeln nach der AUsarbeitung abringt.

Die schönsten Photos aus Tschernobyl - die Schönsten? Tja, der Anblick lässt manchmal eiskaltes Rückenschaudern zu, Geschichten rundherum gibts zu Hauf, ich bin noch immer fasziniert, leider mit bitterem Geschmack.

Und da ist jemand wirklich inmotion: Ich krieg die heftigsten Sehnsüchte, auch ontour zu gehen. Menno, es gibt soviel zu entdecken, nur nicht täglich im Büro. Hmmm.

Samstag, 26. Februar 2011

metatalk

„Was Hans über Heinz sagt, sagt mehr über Hans als über Heinz“ - diesen Satz kann ich nächtens, kurz nach dem ungewollten Aufwachen in noch schlaftrunkenem Zustand wie aus dem ff in aufrechter Sitzhaltung und lautem Timbre durch den Raum brüllen. Es ist die Essenz aus den Büchern über Information, Macht, Aufstieg, Karriere, die gelesen, meinen Nachttisch wieder gen Bibliothek verlassen haben. Nein, ich habe nicht alles gelesen, so jeden Satz und extrahiert, Seite um Seite verschlungen - der Druck, auch zu lesen, was man sich vornimmt, lastet nur mehr leicht auf meinen Schultern. Aber Wichtiges blieb mir nicht verborgen.
Ich bin einer jener Menschen (und eine meiner wichtigsten Dissthesen (das Thema wird ja dzt. eh mehr als genug gekaut, also wird in Zukunft eh jeder Wissen, wieviel wert so eine Diss hat! siehe Guttenberg und ABERKENNUNG nicht Rückgabe des Doktortitels!)) lautet (und ich unterstelle das den Leuten auch): die sich ein Buch nehmen (Anleitung, Vademecuum), wenn sie etwas wissen wollen (dazulernen, besser werden) -kurz: Lesen, Lernen, Leben. Und dann reden, denn Menschen reden über - Die informelle Information ist eine der wichtigsten Informationsquellen, die schlimmste Grube, einer Vernichtung gleich oder auch nahe dem Olymp. Hier wird über Menschen bei einer Jause entschieden, Karrieren gelegt, zurückversetzt, sich Meinungen und Urteile gebildet, zu Unrecht verurteilt und wieder frei gesprochen. Die Schulsprecherei hatte einen Vorteil: das Lehrerzimmer stand mir offen. Ich lief den Leuten entgegen und wir quatschten über dies und das. Und vorallem aber auch über Schüler. Nicht viel anders verhält sich das große Lehrerzimmer, die Arbeit. Nur wer ausgeschlossen von Information im Strom treibt, ist glücklich (vermeintlich oder auch echt), denn sonst endet das Heinz/Hans Spiel nie - es ist allgegenwärtig. Man nimmt es dann nur nicht wahr - und legt sich gleich wieder schlafen. Ist ja noch Nacht.

Donnerstag, 24. Februar 2011

phon

ich such noch immer ein kleines Megaphon mit Stimmenversteller und Effekten (Sounds!) - als Kind durfte ich auf den diversen Zeltfesten (und, oh meine Freunde glaubt mir, auf denen war ich oft und intensiv, so durfte ich der wundervollen Melodeien lauschen, die da auf mich niederfielen, wie Sternschnuppen in unser Atmosphäre -persidenschwarmartig und noch heute schwirrt mir angesichts der Traurigkeit und Monotonie der Unterhaltung eine besseres Welt vor Augen - heimlich schunkel ich auf einem Regionalsender bei einer bekannten Melodie einfach mit, das dürften Überbleibsel dieser Litaneien sein) mir mit dem erhaltenen Geld (oder besser gesagt musste ich, die Sucht des Kindes nach Mehr/Spielzeug) ein Ding an den „Standln“ kaufen, oft war es Schrott, meist noch Zuckerzeugs dazu, das spätestens nach einer Stunde intensivem Gebrauch der Mülltonne einen immerwährenden Besuch abstattete. Meine Vorstellung von Megaphon von früher ist gelb, batteriebetrieben, schwarzes Billigplastikkabel und Zeugs zur Montage am Fahrrad (wo es nie hinkam, weil man es (das Zeugs oder das Ding, Megaphon) zuerst verlor, verlegte, usw - was mich zu etwas vollkommen anderem bringt, an sich selten so ein Abschweif an diesem Ort: Ich glaub nicht, das man allgemein Kindern die Fähigkeit „Besitz zu abstrahieren“ unterstellen kann, aber ich glaube ohne Umschweif, sie sind dreiste Diebe - so lieb sie auch sind; das andere Kind hat etwas, dass einem auch gut gefällt, mehr noch, das dem anderen so ganz und garnicht passt, er und manchmal auch SIe es nicht verdient usw. - man selbst aber schon lange durch Werbung und andere Kinder auf genau dieses Produkt getrimmt wurde; nicht nur einmal „verlor“ ich etwas in meinem(!) Kinderzimmer, von geringem Wert nur, oder jemand borgte sich, nur ganz kurz etwas (schaun) und vergaß es zurückzubringen - mein Kindermegaphon dürfte auch diesen Weg beschritten haben - weil ich mich eben zurückerinnere, mehr als einmal so etwas erworben zu haben, aber es nicht immer das gleiche war). Auch nach intensiver Googlerei bin ich nur wenig schlauer, wo ich entweder (ja ich gebe mich auch mit weniger zufrieden, manchmal) das alte Gelbe, aber really Cheape oder ein etwas besseres mit mehr Effekten krieg. Meine Ohren erkennen den Unterschied eh nicht*

* Meine erste Stereoanlage (die diesen Namen verdient, zuvor waren es Plastik-Jukeboxen, Neusprech: Getthoblaster - mit echt Plastiklautsprechern! dieser irre Sound) hatte Pressholzboxen aber sahen schon ziemlich geil aus - der Sound war ziemlich dreckig, was zur Grungephase meines Lebens perfekt harmonierte.Ich malträtierte mich und diese Boxen durch wildes Geklopfe, schrie Sie an, versuchte mitzuheulen, und war über diese Langlebigkeit auch lange danach noch erstaunt. Schon damals befand ich gute und weniger gute Musik durch diese Anlage verblendet - gefallen hat mir der Sound aber sehr.

Samstag, 19. Februar 2011

Eine Ära geht zu Ende

Ich habe ihm tief in die Augen gesehen, kurz gewartet und zugleich die Hand geschüttelt. Mit dem Wort: Abgemacht! war es besiegelt. Ich habe meine Quackente „DucDucDuc“ per Handschlag verkauft. Besiegelt durch eine mündliche Abmache. Ein lachendes und ein weinendes Auge seh ich im Spiegel - daher meide ich diese Echoten, wo ich nur kann. Wahrscheinlich lege ich meinen Rufnamen nun ab und werde zum Einsiedler. Ganz ohne Abgas und Böllern, nur eine schwache Erinnerung für kurze Zeit, die ich durch Meditation mehr und mehr verblasse. Es gibt kein danach.
Die längste Begleiterin, die treueste meiner Spielgefährten (ohne Innen!), ergeben und fleissig, immer bemüht und ausgestattet mit jener Portion Erquickung, die ich durch das heftige Drehen meiner Hand abrufen konnte. Unzählige Auftritte in den nahen und weiter entfernt liegenden Dörfern, sehr viele Fragen vor Eissalons, staunende Blicke, verächtliches Weggesehe, Stunden in der Nacht, gefüllt durch Erfahrung und Erfahrenes. Ich war so gut aufgehoben, das gefangen in einer Miniwelt der Beschränkung lebte. In etwa wie häuslbauende grad Eltern gewordenen Zweifler. Die Sehnsucht bleibt.
Aber und das ist das Wichtigste: Es ist der bewusste Schritt des Aufhörens, das gewollte Ende und die wundervolle Aussicht auf Neues, wenn man etwas weggibt, um die Hänge frei zu haben. Die Motorradwelt hat mich wieder. Freiheit hab ich wieder. Moto lebt man.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Der Sonne entgegen

ist, wie der gleichnamige Artikel auf diesem Blog eine österreichische Fernsehserie, die man, vorausgesetzt man hat die dreissig Jahre schon überschritten, vielleicht schon im Fernsehen gesehen hat. Schonschön. Sie handelt von/über/durch vier Aussteiger, die im damaligen Jugoslawien einsteigen und sich die Zeit vertreiben. Dabei erleben sie Abenteuer, Liebe, Streit, Geld, Sorgen und noch ein bisschen mehr (wie etwa den Sinn des Lebens, nur so nebenbei) - für Sehnsüchtige genau das richtige. In einer „echten“ Rezension las ich, dass diese Serie Tiefe bietet, das die liebevollen Charakter den Hauptbestandteil tragen und alles überhaupt sehr „kultig“ (arrghhh, das Wort auf diesen Seiten, argghhh) sei. Für Erwin Steinhauer (oh menno, dass ich den kenne) wars der Durchbruch und für mich eine kurze Reise in meine Kindheit. Als Kroatien noch ein Teil eines Staatenbundes war, ich die Dinar am Strassenrand zählte, stolz ein paar Wörter jugo-slang krakelte, ein Land entdeckte, dass mir sehr natürlich und unverbraucht darniederlag, mit wenig Tourismus; ich Natur pur erlebte und die Urlaube mit den Eltern insgeheim schon hasste. Wären da nicht die guten Bekannten meiner Eltern gewesen, die, aus Slowenien stammend, aus einem „normalen“ Urlaub eine tiefe Reise ins Innerste Yugoslawiens (J=Y) machten - die vier Aussteiger durften das auch empfinden, sie durften sofort teilnehmen und nicht touristisch an der Oberfläche kratzen. Und ein bisschen Augen öffnen ist die Serie auch - so in etwa, wie Kunst einen Hintergrund benötigt, für die Rezeption; heute bin ich froh nicht mehr Kind zu sein. Weil man verstehen beginnt, neben dem Erleben.

Tipp: Der Sonne entgegen - auf DVD (in Box)

Mittwoch, 9. Februar 2011

1001 und eine Nacht

Ich wär jetzt schon richtig reich. Nein, echt jetzt - würden die lieben Leute, die ich in meinem Leben schon getroffen hab, ihre Versprechen wahr machen (und jetzt heissts wieder nur: was der für Leute trifft!). Größtes Versprechen: Ein Kollege, mit dem ich mich zwei Tage gemeinsam am Ausheben von Erdlöchern und dem Verlegen von Drainagematten erfreuen durfte, schwafelte von Beginn unserer Schlammtortur an von seinem Vater, mit dem er leider, leider wenig Kontakt habe, aber der ihm immer wieder von seinem Reichtum erzählte. Der Vater konnte aber nicht nur vom vielem Geld träumen und seinem Sohn vorphantasieren, der Schaufelschwinger konnte sich bei den wenigen Treffen davon überzeugen, wie begütert der Alte denn nicht sei und irgendwann wird Papi seine angerafften Schätze dem Sohn übergeben. Nur wann eben wurde nicht erwähnt. Aber bald. Nebenbei sei erwähnt, dass der Vater dem Milieu des Import / Exports sowie der Lusterfüllung von vornehmlich Männern mittleren und reiferen Alters durch weibliche DienstleisterInnen zuzuordnen und spezialisiert sei. Und da ich gezwungen war, trotz zahlreicher Ablenkungsversuche, dem Ali Baba zu lauschen, fand ich Freude an dem Erflunkerten und versuchte, die Ungereimtheiten oder offenen Fragen nachzuforschen und diese mit einem kleinen Messer Scharte um Scharte auszuwetzen. Die Stunden vergingen trotzdem nicht wie im Flug, eher wie ein sich ziehendes Gummiband, unterlegt mit dem Dollarsound of Moneybuisness. Der zweite Tag begann, wie der erste endete: dunkel. Der Baggerfahrer baggerte, ich schaufelte und erfuhr von familiären Situationen, klischeebedingt geschieden, neue Frau, kein Kontakt zu bereits erwachsenen Kindern – hab ich erwähnt, dass der junge Mann ein bauernschlauer Teifl (Einleger) ist, der es sich zu richten versteht. Na dann jetzt eben. Auf Kosten anderer, vornehmlich des Baggerfahrers wurde geraucht, meine Nerven hielt er für Drahtseile die durch aufreibende Geschichten keinen Schaden nahmen, die Hausherrin verpflegte. Gewohnt auf Gemeindekosten, vier Kinder von zwei Frauen (jeder kriegt eine), Pfändung, Klamotten auf Pump, tagelanges Ziehen durch Lokale, Zechen und Deckel offen – mein Vorurteile, Annahmen, Verurteilungen wuchsen wie die Erddecke über die Drainagen. Lage um Lage verwob sich der schleimige Untergrund zu einem Geflecht aus Lügen. Die Sammelbüchse der Pandorra war geöffnet worden. Aber ich war ein prima Kumpel für ihn. Der erste sei, der Auserwählte, mit dem er gedenke, seinen zukünftigen Hof samt Gefolge zu teilen, weil ich eben so ein schlaues Bürschchen sei und die richtigen Fragen stelle. Ich lieh ihm mein Gehör, meine Geduld, erhielt Anekdote um Anekdote, fragte mich allerhand philosofische Fragen rund um Demut und war baff erstaunt über so viel Frechheit und Möglichkeiten, wenn man nur bereit war – man muss nur die richtige Perspektive wählen. Gemeldet hat er sich bis heute noch nicht – meine Perspektive hab ich aber auch noch nicht geändert.

Mittwoch, 26. Januar 2011

dei liabste weis´

Mit mir kann man ja diskutieren. Ist ja nicht so, dass ich eine Meinung habe und von dieser nicht wegzubringen ist. Das könnte dann nämlich das diskutieren bringen. Mich von meiner starren Haltung zum Umdenken zu bewegen. Und als Diskutanten schätze ich mich durchaus amüsant ein - vornehmlich wenns ums liebe Spielzeug geht ---

dem Auto natürlich. Es denkt niemand an etwas anderes, denn da lass ich z.B. nicht mit mir diskutieren. Dem Andersdenken halt. Wär ja noch schöner - schöner wärs, wenn es einmal so schön in meine Richtung laufen würde: beim Thema Auto - so einhellig und vollmundig würde es aus den Teilnehmern nur so heraussprudeln, was es sich zu fahren gilt. Im Chor würden wir die Mauern unserer Gaststätten erschallen, auf dass sich fremde in uns miteinschwingen können. So ganz ohne diskutieren. Ja,wenn.

Das ein Auto ein Gesicht hat, eine große Rolle im Leben spielt, Faszination ausübt, manchmal wie die Beste behandelt wird, oft mehr Geld dafür ausgegeben wird, man ein Narr ist, wenn einem das wichtig ist, man mehrere davon gleichzeitig haben kann und wahrscheinlich noch hundert Diskussionsthemen mehr (hier der Link zu einem sehr wichtigen Thema: der Schnauze eines Autos, und wer sich getraut hat, einem Auto keine zu verpassen) gibt es -

beendet wird dieser Eintrag genau so, wie manche Frauen ihr Auto sehen. Ist halt da, (fährt)...der Rest ist egal.


Montag, 17. Januar 2011

mukkergroll

„Die Vertriebszahlen der legalen Downloads im Bereich Musik stagnieren“ – das lese ich gerne auch laut vor und warte in bereits fröhlicher Runde auf Reaktionen. Auf der Zunge kann man sich so etwas auch zergehen lassen, oder mit heißem Wachs gehörts ins Ohr geträufelt; „stagnieren…“ und „legal“, dazu noch eine Info: „Die iPods sind ausreichend mit Musik bespielt“ – selten in einer sog. Qualitätszeitung (derstandard.at - gibt zuletzt mehr Raum für Kritik, und leider wurdem dem ORF die Kommentare abgeschafft, u.a. durch Initiative von derstandard) größeren Quatsch gelesen. Nein, ja, eh klar, es gibt nur 1000 Menschen auf dem Planeten und wenn deren iPods voll sind, dann könnma nix mehr verkaufen, ojo. Und für euch, weiter mit Standards und immergültigen Stehsätzen aus der Schublade als Antwort: Liebe Musikvertreibende, leider gibt’s zuwenig Künstler, die richtig fett verkaufen, zudem die pöse Raubmordillegalkopierbande, die jährlich Stücke um Abermilliarden ungestraft weghören und immer noch zu wenig letztes „Jahrhundert“ Vertriebskanäle (Hello to the internet!) und dazu noch immer kein neues Medium im Monatsrythmus (nach Schellack, Schallplatte, MC, CD, DVD, Blueray, usw…), auf welchem man die zigste Kopie von „das-muss-man-in-der-Sammlung-haben“ verchecken kann (und hier so nebenbei: Jaaa, nur das einzig wahre Medium ist die Schallplatte, jaaa, nur auf LP gibt’s 100% Hörgenuss durch feinstes Equipment um fünf Monatsgehälter erreicht, jaaa, nur die LP verkörpert das wahre Gute und Jaaa, ich mp3-Ärmling verstehe audiophilen Wahnsinn nicht, jaaa – so das Mantra, Jaaaaa zur Spintisiererei und den 2% Unterschied, für die es zu leben und arbeiten lohnt und mehr gehts um das Gefäss und nicht den Inhalt). Ich kann die Jammerei der Industrie nicht mehr hören. Wenn die Zuwachsraten nicht mind. zweistellig sind, so habens Verluste durch hundert versch. Gründe. Bei pos. Abschluss gibts ein paar Beteurungen, viel Koks und Partys bis zum nächsten Jammertal.
Wir leben in einer Zeit, in der manche so viel Musik ihr eigen nennen (auch wenns nur physikalisch auf irgendwelchen FP´s liegt), dass ich 24/7 Musik hören mußte, um es durchzuhören und ca. 150 Jahre fürs verstehen brauche – selektiver Medienumgang ist da gefragt. Von dem Loudness War hab ich aber erst zuletzt gehört - besser gesagt wurde es mir mit heissem Wachs ins Ohr ...eh schon wissen. Ein Playdoyer hoch der LP vs. CD und ihrem Mastering wurde in mienem Gehörgang abgebrannt, dass mich schlussendlich doch wieder mit sehr viel mehr Fragen als Antworten in meine Abendgestaltung entließ. Hab sofort meine Lieblingskaufbörsen abgegrast und trotzdem noch nichts gekauft. Das Sparen auf den neuen Plattendreher lässt mir noch einige Zeit zum Nachdenken. Ach ja, kauft Musik - am besten live.

Nachsatz: Artikel im Qualitätsforum von 16.01.2011: "Absatzrekorde für Onlineverkäufe"...ach, i-wie ist alles sch...! ;-)

Montag, 29. November 2010

Grrr...

Ich mag Amazon. Nein jetzt wirklich. Superpraktisch, günstig alles ins Haus geliefert - irgendwo gibt's immer was zu sparen, denke ich mir, und die pressen halt auch ordentlich ran, machen Druck, senken die Preise usw…irgendwo bleibt immer jemand auf der Strecke, klaro…Lieferanten, Menge usw…alles ändert sich und wir gehen da mit. Wir wollen nimmer Geiz, wir wollen günstig, und bald auch mit Bio und vokalem (ich wollte totalem schreiben) Fairtrade. Ruhiges Gewissen kostet ein bisschen. Aber noch nix bei Amazon. Ich ärger mich grad - und schreibe da die schlechtesten Texte. (das kostet Nerven)

Amazon startete seinen zweiten Versuch.
30 Artikel aus über 100 zu wahnsinnigen Tiefpreisen darf der geneigte seinen Interessenten respektive Käufer in einem Minifenster erwerben. Heute war es soweit: It´s trendy english - CYBER MONDAY (wtf?) Nach über dreissig Tagen Ankündigung, Abstimmungsprozdere und attraktiven nahendem Erkaufbarem - war klar dass es ohne nicht geht: dem schimpfen, dass mich wieder zurück auf die Siegerstrasse der Niedertracht bringt. Klar auch, dass es ohne Beschiss eben auch nicht geht (was hab ich mir nur gedacht? vergessen!).Dass ich schimpf, um mir Gerechtigkeit zu verschaffen, und Amazon damit verballer, egal, ES sorgt mit einer Superaktion-Aktion für Frust am Montag. Gespannt wie Pfitschipfeil, geblendet ob des nahenden Schnäppchens lug ich mich brav auf die Lauer, knappste von meinen wenigen freien Minuten wichtige Essenszeit ab, um alle 2h an einer der tollen CyberMonday (hat a crap!) - Angebote zu erhaschen, die Amazaon in begrenzter Stückzahl dem Volke zuwarf. Schimpf und Schande mir, dem Gläubigen, dass es am Markt noch zu ergattern gäbe, leicht trunken ob des nahenden Erfolgs - mit Erfahrung, einer Lehre und jenem Antrieb kehrte ich verdrossen dem Marktplatz meinen Rücken, der mich gar unheiter wieder ausspie. Die Ankündigung war ein selten dämlicher Werbeschachzug, dem willfährige Medien nur zu gerne folgten: Gratis gibt's nicht mal den Tod, wobei wir wieder die Weisheitskeule schwingen. Noch dämlicher war es darauf reinzufallen und nicht um im Loch der Schande ganz zu verschwinden, genug der Selbstqual. Ich war in gutem Glauben, ist ja bald Weihnachten. Brav kreuzte ich meine Lieblingsartikel an, wohl wissend, dass dies nur einem einzigen Zweck diente: Interessenabklopfe, und nicht die 30 Hot Produkts auszuwählen. Mitbestimmung ole. Das ist fast so wie Clubsale, die gute Angebote haben, nur nicht in meiner Größe oder und hier analog zu Amazone: Wenn du nicht um Punkt 12:00:00 kaufst sind eben nach 5 Sekunden keine Angebote mehr da, Pech bei einer Auflage von 5, 50, 500 Stück - who knows. Sicher nur Zufall. Um Kurz vor 14 Uhr, geht auf einmal die Seite nimmer, Laden, Laden, Laden, dann auf Produkt, Aktualisieren. Aber da wird nix anders, immer nur derselbe Price. Das Angebot war leider nicht erreichbar. Offer Counts: Super Amazon, ein einziger happy-pepy Käufer irgendwo, wenn überhaupt - 99,9% leere und angefressene Gsichter, wieder mal reingefallen, what Shells? Ich sag euch, Danke, Nein! Kein Kauf ist keine Lösung, und Geld verbrennen ist verboten. Ich vergrabs der Nachwelt, sodass sich diese nach Währungsumstellung grün und blau ärgert. Was für eine Verarsche. Hauptsach, ich kann nicht. Grmmmm.