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Montag, 17. September 2012

Konsolen von allen Seiten

Nach Ouya (sprich wie es heisst, vielleicht ein bisschen denglischen) will auch vermutlich Valve (den Gerüchten nach) mit eigener Konsole in den heiß umkämpften Konsolenmarkt einsteigen. Neben den arrivierten Herstellern ist vermeintlich noch Platz, die Spielekonzepte sind noch lange nicht ausgereift und erspielt schon gar nicht. Es wird wohl nicht der x-te Shooter das große Geld versprechen, eher sind es die exklusiven Titel wegen derer man einer der Wohnzimmerplayer habhaft wird. Die neue Generation soll wieder einmal alles besser können, wenn sie nur endlich mal erscheinen sollte, denn: Die Hersteller setzen schon seeehr lange auf ihre Wuchten, bringen einmal ein Slim mal eine Limited Edition heraus um nochmals ein bisschen abzugrasen. Der Casualgamer, der Einsteiger aber auch den MultikonsolenPCHC-Gamer wollen bedient werden, also hier mal eine Anleitung, liebes Microsony-NinValv-Ohja...

Rezepte für Konsolenhersteller, um erfolgreich zu sein:

*    Sei schneller als die anderen: Wenn der Kunde eine neue Konsole kaufen kann, so tut er es auch, bevor er auf seine lang ersehnte Konsole umsteigt. Beiderseitiger Vorteil: Er kauft auch die langersehnte, wieder mit neuem Spieleportfolio und Zubehör und.
*    Sei einzigartig: Verbaue eine technische Neuerung, die dir ein Alleinstellungsmerkmal bringt. Blueray, HD, usw. waren und sind nach wie vor Alleinstellungen - Motionsticks, zweite Displays, Gestensteuerung,…UND bringe exklusive Titel. Deine Käufer kaufen die Konsole wegen eines einzigen Titels. fast wie im Leben, in irgendwas ist jeder gut.
*    Sei günstig, bis unter den Gürtel. Auch wenn du mit deiner Konsole keinen Cent verdienst, sogar noch was drauflegst, so denke an die Umwelt: Games, Lizenzen, Rechte, Zubehör und bei genügend Stückzahl sinken auch die Herstellungskosten und die lassen über Umwege die Kassen klingen.
*    Hab genug Geld: Die großen Hersteller haben es und du brauchst es - Durchhaltevermögen = Geld. Es lässt sich mit den Konsolen Geld verdienen, Gut Schotter, nur eben nicht gleich. Ausser du finanzierst, aber da schau ich mir das Ganze ganz gemütlich von der Ferne an, liebes Ouya-Team.
*    Du musst nicht auf dem neuesten Stand sein: Spiele sehen mittlerweile sehr gut aus und natürlich geht's immer besser, ABER das muss nicht sein. Nintendo zeigts vor: Hardware von gestern (mittlerweile auch bei Xbox so), Spiele von gestern, Geschäft von heute für Jugendliche von morgen. UND der Spielmarkt auf Smartphone via Androide oder iOS beginnt jetzt erst richtig. Und Linux gibt's ja auch nicht erst seit gestern. Die Flachbildfernseher könne eh erst in Fünf oder mehr Jahren 4k.
*    Stelle Genug Top - Games in vielen Bereichen: Es reichen heute keine 50 Titel mehr um erfolgreich zu sein. Zu differenziert sind die Genres - hab für jeden was an Board, ohne sich zuviel zu verzweigen. Das ist ganz schön tricky. push…
*    Sprich eine breite Palette an Gamern an: Die Casualgamer könnten die HC-Gamer von Morgen sein, aber ein Einstieg muss da sein. Die echten Zocker versteifen sich auf ein paar Games und dann noch: Multiplayer - hab ich schon erwähnt das es Online ganz oft riesigen Spass macht, bei Games, die genau das unterstützen. Bei manchen Games will ich alleine durch die Welt streifen und das erleben, oft will ich mit Menschen gegen Menschen zocken. Einfach weil MP Laune macht!!!
*    Biete Vertriebswege auf der Höhe der Zeit: Wir leben im Internetzeitalter liebe Publizierer und gleichzeitig erleben wir einen Retroboom und gleichzeitig…"alles und das immer" lautet die Devise der heutigen Zeit, alles ist gleichzeitig. Das heisst einerseits, dass wenn ich Lust habe möchte ich schnell ein Game haben und zocken, ohne den Umweg über das Ladenlokal (und das zu einem vertretbaren Preis ggü. der Offlineversion! ohne Booklet, Hülle, DVD´s and Moore), manchmal will ich eine Megacollection an Gimmicks zu meinem Favoritegame (eh nur bei Krachern oder verliebten Machern) - Internetdownload, Freegames (naja, imo), Demos und das gaaaaanz einfach ohne 10 Menüs, 20 Klicks und dreimal Kreditkarte, ach ja und bei den Wünschen ganz oben: Einfach soll es sein!
*    Mach einen Preis der Spiele vs. Spielegegenwert: Ich bin alt genug um eine Rezension eines Games zu lesen, kenn mich ein wenig aus und verschmähe mittlerweile Müll der ärgeren Sorte - d.h. ich kann auswählen wofür ich meinen Schotter hergebe. Und oft entscheide ich mich gegen das Spiel (man hat eh sehr viele Spiele) wegen der genannten Gründe. Ich kaufe mehr, wenn ich motiviert werde, und moneyvalue krieg, ganz klar.
*    Personalisierung, Achievements usw…Sozial Networks: Wer es braucht soll kriegen, Onlinevergleiche, Ranglisten, Trainer usw - Aber nicht immer nach einem Level will ich fünf Kronen und zehn Medaillen nur weil ich es einem Affen gleich geschafft habe, drei Knöpfe zu drücken. Ich will echte Motivation und auch ein bisschen eine Analogie zum Leben. Die Spiele wurden früher nur schwerer, Thats it - und Tetris wurde schneller und schneller.

Für alles und ein bisschen mehr hab ich ja noch meinen PC - aber der Gerät wieder einmal ins Eck. Ich will auch entspannt am Fernseher mal eine Runde drehen. Und da ist mir jene Konsole recht, die am nähersten an das Rezept heranreicht. Eingekocht werde ich sowieso - warum auch nicht.

Dienstag, 28. August 2012

ebook 2.0

Immer wieder vergesse ich den Unterschied zwischen anscheinend und scheinbar - denn oft möchte ich meine Sätze schriftlich und mündlich mit einem dieser Worte zielsicher eröffnen, so muss ich feststellen, dass ich, wenn ich sie länger nicht als Opener verwendet habe, den Unterschied nicht mehr genau kenne - Nachlesen ist da wieder gefragt in einer Kolumne, die im deutschen Sprachraum eh fast jeder kennt bzw. den Verfasser bzw. das Buch und den Ausdruck dazu...So, jetzt aber: Anscheinend erliege ich einem Technikrausch im Tablet/e-reader - Sektor denn scheinbar möchte ich nicht nur immer ganz vorne dabei sein ("neuestesgadget - haben - will") sondern auch maximalen Komfort und Technikführerschaft und mitratsch sowieso beanspruchen.
Kaum habe ich festgestellt, dass ich wirklich perfekt ausgestattet bin (Tablet und einen e-reader) knusperts in meinem Hirn wieder und ich glaube, die kleinste Lücke, die sich auftut (7-Zoll reader mit LCD Technik) gehört durch den Ankauf eines weiteren Spielzeugs geschlossen. Natürlich ´derlese ich nicht den Inhalt, den ich auf meinen Readern abgespeichert hab , nicht (und bin jedesmal aufs neue glücklich, wenn ich noch was tolleres zum lesen entdeck, ständig suchend vorausgesetzt) - diesmal muss es ein Nexus 7 (in Monaten einfach durch passenden Namen ersetzen) sein. Klein, handlich, günstig - pedant zum Apple-bald kommenden mini-ipad und sowieso superes Acerding. dass ich es nicht brauche: ausgeschlossen. Ich will meine nähere Umwelt damit erfreuen und kann es selbstsüchtigst mitverwenden, sehe wie frau sich freut und leidet, lerne und bin happy mit ereader und ipad-old und neuem Wunderdingens.
Wehe, wenn es tatsächlich dem entspricht was ich mir jetzt so einrede: überall dabei, 3g-Anbindung, ideale Lesegröße, haltbar, superspeicher, schnell usw - Bücher, immer und überall, es gibt ja so viel zu lesen und so wenig Zeit (und eine drittes Device zum Lesen braucht jeder!). Die Zeit zum Lesen habe ich nicht, die Lust auch nicht immer, es wäre eben ein "als-ob", dass nach Erfüllung schreit. Derzeit gebe ich noch nicht nach. Ich hoffe die Schreie werden leiser.

P.s. ich kenne 1.0, 2.0 aber ich lese keine Artikel die nach höheren versionsnummern greifen. Klingt nicht seriös genug. Für Übertreibungen immer zu verwenden.

Dienstag, 21. August 2012

kein Pardon

kein Pardon haben die Kandidaten der "effizientesten" TV-Kuppelshow Österreichs "Liebes´gschichten und Heiratssachen" mit den Kameraleuten - jene wärme- und haltsuchenden Alltagsmenschen von 30 bis über 80, die ihr werben durch ihre Freizeittätigkeiten Nachdruck verleihen, da wird oft trainiert (gelaufen, Seilgesprungen und oft einfach gehüpft) getanzt und gesungen (und das ganz oft mit schauerlicher Licht- und Tonbegleitung) gesportelt und probiert, vielleicht manchmal zum ersten und letzten Mal. Präsentiert werden die Mode abgelaufener und vielleicht zukünftiger Tage, gelesen, sinniert, schwadroniert, verordnet, gewünscht und geträumt, natürlich auch spaziert - dies alles ins elektronische Auge und damit auch dem Menschen hinter der Linse, der den Fokus regelt, in die Knie geht und da bin ich mir sicher, oftmals schmunzeln muss: es muss so sein, ohne schmunzeln geht's manchmal garnicht, sonst lebt man nichtt; man ist ein Eisblock, cool und kalt - aber so will ich mir den Kameramann in Spiras Gefolge nicht vorstellen. Ich sehe liebe einen Menschen, der oftmals verschmitzt(jaaaaa) nickt, meistens einfach draufhält und die Suchenden sich selbst überlässt.

Die Kandidaten werden hierbei nicht bloßgestellt, sondern sollen sich darstellen, wie sie sind, wie sie sich sehen und oft auch sehen wollen. Dabei zu sein, so als Tonmann - sehe wie oft die Klappe fällt, wie oft etwas wiederholt wird, wie der erste Take mitgenommen wird, Kamerascheue und fotogene Menschen aufeinander folgen, bemerke die Details in den Wohnungen und Häusern - und verfolge aufmerksam wie wichtig die Versuche der Menschen sind, wieder jemanden an seiner Seite zu suchen und zu finden.

Nur dem Kameramann wird noch pardoniert. Das braucht man wahrscheinlich auch nicht. Für gute Unterhaltung ist gesorgt.

Ach ja: in der ORF TV-Thek kann man das auch immer nachgucken. Wenns nicht Fixprogramm der Montagabend-Unterhaltung ist. Verschmitztes Mitlächeln garantiert.

Dienstag, 31. Juli 2012

Future

Unsere Zukunft, aus dystopisch - technischer Sicht: Augmented Reality im "Real-life" Wie eh aus dem Link zu erfahren haben sich ua. Videokünstler daran gemacht, die Zukunft mit der Google-Brille oder einem Implant (Vorsicht: techn. Entwicklung) zu beschreiben, wer sich danach nicht ein bisschen fürchtet, hat kein Angst vor gar nix. Es kann aber wie eh immer, alles ganz anders kommen. 1984 trat ja auch nicht so ein - eher mit 30 Jahren Verspätung.

Dienstag, 21. Februar 2012

20 Zen Teachings


1. Do not walk behind me, for I may not lead. Do not walk ahead of me, for I may not follow. Do not walk beside me for the path is narrow. In fact, just leave me the Hell alone.

2. Sex is like air. It’s not that important unless you aren’t getting any.

3. No one is listening until you fart.

4. Always remember you’re unique. Just like everyone else.

5. Never test the depth of the water with both feet.

6. If you think nobody cares whether you’re alive or dead, try missing a couple of payments.

7. Before you criticize someone, you should walk a mile in their shoes. That way, when you criticize them, you’re a mile away and you have their shoes.

8. If at first you don’t succeed, skydiving is not for you.

9. Give a man a fish and he will eat for a day. Teach him how to fish, and he will sit in a boat and drink beer all day.

10. If you lend someone $20 and never see that person again, it was probably well worth it.

11. If you tell the truth, you don’t have to remember anything.

12. Some days you are the dog, some days you are the tree.

13. Don’t worry, it only seems kinky the first time.

14. Good judgment comes from bad experience … and most of that comes from bad judgment.

15. A closed mouth gathers no foot.

16. There are two excellent theories for arguing with women. Neither one works.

17. Generally speaking, you aren’t learning much when your lips are moving.

18. Experience is something you don’t get until just after you need it.

19. We are born naked, wet and hungry, and get slapped on our ass… then things just keep getting worse.

20. Never, under any circumstances, take a sleeping pill and a laxative on the same night.

Quelle:Hier

Donnerstag, 13. Oktober 2011

War - never had so much...fun

Wer so alt ist und gleichzeitig mit dem AMIGA aufwuchs UND dazu noch ausgeprägten Spielehumor besaß, erkennt die oben stehende Zeile als Beginn eines Games(theme), bei dem man seine Soldaten in den Krieg ziehen lassen muss...Kanonenfutter und nicht mehr als zu sein das war den kleinen Pixelmänchen vergönnt, das darf man jetzt getrost mitträllern...und der Krieg als Vater begleitet uns von Kindesbeinen an. Um es kurz zu machen, auch im modernen Büro herrscht Krieg, vornehmlich in hippen, angesagten Buden, die vieeel zeit haben, ihre Glasfassaden zu gestalten - How to unter...

http://www.postitwar.com/

funky and creative - omg, ich bin geblendet!

btw: Cannon Fodder and more PC - History!

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Suit-ed

Man nehme iPad (1x, kaufen wenn nicht vorhanden; used ab: 270 EURO Generation Uno oder Two, ab ca. 400...) und einen EURO für:

Das ziemlich nette Suit!

btw: Hätt nie gedacht, dass ich das iPad einmal lieben würde...pfuhh :D

Donnerstag, 10. März 2011

Was man belächelt, soll jetzt en vogue sein

Ich habe mich erwischt. Beim Stöbern in den Online – Zweiradbörsen hab ich mich beim Spekulieren ertappt. Was günstiges, damit man wenig belastet trotzdem mal ein Runderl drehen kann – aber mit dem Wissen ein fast schrottiges Gerät durch die Kurven zu zittern. Ja nicht einmal eine Woche die Hände frei haben und beispielhaft zukunftig ohne motodrom durch den Sommer walken (zur Not für den Strandbadstyle steht ja noch eine neue Vintage-Vespa rum, aber es ist eben eine Vespa – weit weg vom Motorrad fahren: Attitude zum Biken ist was anderes). Jetzt soll es auf einmal ein Gatschhupfer sein – jahrelang gelästert, jetzt selbst zum Eintopf. Jaaa, - weil ich das eh schon immer wollt, aber gleich ganz groß einsteigen mußte, jetzt heissts Erfahrungen nachholen. Wie lange dies Freude bereitet: naja, so günstig als möglich durchs Unterholz wird schon spacken macken. Wobei wir ja wieder am Anfang stehn. Dann gleich den Schritt Richtung Supermoto (!), ich bin ja noch jung. Alles muß brennen, der Asphalt, die Reifen, dann die liebe Haut – pfuhh, im Kopf werd ich ganz schnell alt. Eine Mischung vielleicht – eine gut erhaltene Waffe a la LC 4, vielleicht mit 640 Brennraum und Brummtopf der kracht. Schauen noch gut aus und können was, angeblich. Husaberg wäre davon die feine Steigerung. BMW F 800 GS rückt derweil in die Ferne, dann hätte ich gleich beim Männermotorrad bleiben können. Gar nicht so leicht sich durch den trotzdem noch fahren und steht schon lange aber zum Hochpreis – Dschungel durch zuhacken. Mir gehört mal eine Machete geschenkt. Es wird zu wenig gehackt.
Die Zeit, die liebe Zeit – sicher einer der Topgründe für den Motorradverkauf am anderen Ende: Nachwuchs, Hausbau, Zeit oder auch umgekehrt. Für misstrauische Leidensgenossen: Unfall, Umgefallen oder technisches Gebrechen. Drum prüfe wer sich auch nur kurz bindet. Da wären wir also wieder, kaum free moto, gleich wieder Metall – Handschellen. Die Aussicht auf so ein Teil beruhigt mich schon ungemein. Vielleicht fällt ja was zum fenster rein, weil das ja aufgegangen sein sollte, wenn ich die Tür schon zugemacht hab. Langsam schleicht sich der Sommer heran. Da will motore entgegenbrummen.

Mittwoch, 9. März 2011

redmaschine

Einen Teil meiner trainierten Arme habe ich sicher Lutz zu verdanken. Sie sind es, die mich jede Woche eine Stapel Papier in den vierten Stock schleppen lassen, mich ihn dann unbesehen mit dem anderen Zeugs zum Altpapier bringen um es schlussendlich zu rezyklieren. Sicher ein halber Kilo im Monat, das macht satte 6 mykrometer Muskel in zwei Jahren, so ungefähr.
Und ganz nebenbei gesagt möchte ich gerne bei Lutz arbeiten. In einer ganz bestimmten Abteilung. Ein ganz bestimmter Job - ich möchte derjenige sein, der bestimmt, welches Fest wir (die spacige Lutzgemeinde mit allen fröhlichen Bürgern, mit der Möglichkeit bei „uns“ einzukaufen) wöchentlich feiern, denn: Jede Woche brennt der Lutz ein Superfestival ab, einmal ist es die Eröffnung eines Ladens im Nirgendwo, ein anderes Mal Geburtstag der Österreichvertretung in Taiwan, einmal Grande Jahresfinale, immer am Feiern, diese Lutzis. Und das wird nur leider nicht mit free Schampus begossen, sondern mit den besten Angeboten überhaupt, mal bling-bling die Teppichabteilung, dann Vorhänge und immer wieder der Topseller, Küche. Es fällt dabei auch niemandem auf, dass es immer die gleiche Küche ist, deren Preise kontinuierlich steigen, aber das, ja das. Und das allerschönste im Privatleben neben so wundervollen Beschäftigungsträumen ist, dass ich nicht beim Lutz einkaufen muss, um Lutz zu erkennen. Zu Besuch bei Freunden, kann man neben den Namen für die IKEA-Teile gleich aussortieren, was den Wohnenden der Lutz aufgedrängt hat. Niemand schliesst dabei auf den Geschmack der Inhaber, niemand!Natürlich lässt sich bei dem Einerlei fast alles zuordnen, Interio so gut wie IKEA, nur der Selbstbau und die teuren preis-WERTen Überdesigner - Dinger verdienen Verachtung, keine Namen.
Mit einer Vehemenz werde ich jede Woche per Prospekt penetriert, dass ich wahrscheinlich deswegen so einen roten Möbeltempel nicht besuche und meine Bewerbung in der Schublade belasse. Dazu noch die Werbung, die mir die Fremdschamesröte ins Gesicht treibt - aber das höchste ist: Einmal habe ich versucht, die Fensterscheiben nach dem Putzen mit dem Papier zu polieren, die Farbe klebt heute noch in manchen Ecken. Nicht einmal für das war es gut. Da bin ich dann wohl nicht Zielgruppe genug.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Es ist Party…und keiner geht hin

So wie ein Spruch aus meiner frühesten Kindheit mit oben erwähntem Sager in sehr enger Verbindung steht („Stell dir vor es ist Krieg…und keiner geht hin“) stell ich mir derzeit die Schi-WM in Garmisch vor. Ich meine nicht die bunten TV-Bilder und die seltenen Promi-Interviews in den Skihütten. Ich meine den Alltag im Ausrichtungsort. Lt. Medienberichten stöhnen die Wirte, es wundern sich die Urlauber und auch die Bahn als Zubringer Nr.1 ist nicht erfreut über so wenig Auslastung. Es ist wieder mal ein ´Eventtime´ und i-wie scheints, dass die Leute nicht dabei sein wollen. Zuhause schon, die Läufe und die Reportagen erfreuen sich hoher Einschaltquoten im TV, doch das Live – Spektakel wird mehr und mehr zu einem für Zuseher uninteressanten Ereignis. Austragungsorte sterben einen temporären Tod von kurz vor, während und kurz nach einer großen Veranstaltung. Und dem Veranstalter bleibt neben einem fragwürdigen Werbeeffekt ein großer Batzen Schulden, krachende Unternehmer und unzufriedene Anwohner. Warum hat das Event (klassisch auf kärntnerisch) keine Zukunft und worin liegt der Hunde genau(estens) begraben? Garmisch hat doch die besten Voraussetzungen für ein E der Extraklasse, Stars, Sternchen, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft!

Epilog
Seit der schicksalshaften Erfahrung, die Fußball – EM mitten im Zentrum einer Austragungsstadt fast 24 Stunden live miterleben und durcherleben zu dürfen(müssen), weiß ich um Events, die nicht gewollt sind, die spärlich besucht sind, die, obwohl der Boden gut bereitet wurde, nicht fruchtbar sind. Unvergessen die Ängste und Sorgen der Anwohner vor den wilden Horden Europas, die kommen werden und bestimmte Straßen und Plätze zum Hort uniridischen Wahnsinns umzugestalten. Heute noch umzaubert mein Lippen das wohlfeilste Lächeln, wenn ich an die Fanmeilen denke, die beschränkt durch klare Umrisse, jeden willigen an einen Platz zum Feiern band. Vorbei waren da die Zeiten spontanen Jubels, ohne Kontrolle gabs nix; in der Fanmeile rauften sich die Wirten, die teuer für ihren Fehler bezahlen mußten, auf großes Geld hoffend, um jeden einzelnen Hooligan, der genügsam ein verwässertes Bierchen schlürfte und angesichts der Plastikhorden von Sicherheitskräften seine Gewaltbereitschaft nicht einmal andachte, geschweige auslebte mit bösem Blick fürs Kommen zu betrafen.

1 von 1000: Fehlendes Identifikationspotenial
Eine These, die es zu überprüfen gilt ist die Distanz zwischen dem eigenen Sein und dem Gegenüber. So wie, in den vielen Kommentaren auf den Onlineportalen, zu lesen und den Stammtischen zu hören, gibt es in Österreich genauso viele begabte und bessere Fußballtrainer, die „eh immer alles schon gewusst haben“ und sicher auch ein Patentrezept für die Unfähigkeit des Nationalteams parat haben – so leicht man sich das ballschupfen vorstellt, man kann und kennt es, stellt sich vor, wie begeistert die Massen einem zujubeln, hätte man damals einfach nur weitertrainiert. Man sieht die Fehler im Fernsehen, man pfeift und kreischt am Spielfeldrand, weil man weiß, wie es besser geht. Da gibt es zum Schifahren eine Kluft, die nicht so leicht zu überbrücken ist. Als krasses Gegenbeispiel müssen die Trendsporarten herhlten, bei denen man es auch nicht selbst kann, trotzdem begeistert ist, und uns zur nächsten These bringt -> Resumee: Identifikation muß nicht immer sein, hilft aber ungemein.

Uncool
Über Geschmack läßt sich bekanntlich…aber ich schreibe manchem schon eine Art Coolness zu (so eine Grundcoolness, ohne Geschmack) und manchem eben nicht. Schifahren ist trotz der zahlreichen Versuche ein teurer Sport für Leistungschw…willige. Zur dünnen (11 Nationen im Teambewerb!) Weltspitze rücken nur die besten der Besten auf, und von denen schaffen es wieder nur ca. 10% ohne Verletzungspech zum Sieger. Das Gaudirennen und ein Weltcuplauf haben bis auf die strenge Abfolge von rotem und blauen Fähnchen im Lauf nur noch den Untergrund gemein, bei beiden Schnee. Aber welcher. Drüben: Härtemittel; Hüben: Härte mittel. Das ist einfach eine andere Welt. Aber die Sportler sind doch die Aushängeschilder. Seit Red Bull so ziemlich alles sponsert, sieht man auch auf den Helmen der Skisportler deren Farbkombi. Cool sinds deswegen noch nicht. Bode Mille, Lindsay und Co vielleicht, unsere Alpentrampeln und Hubersepps eher nit so. Ist man ja selbst auch nicht so cool. Eigentlich ja eh uncool. Daher ist Österreich vielleicht auch so Schiverrückt. Die Massen werden maximal bei Heimrennen angezogen – und da ists eh E-kultur pur. Nationalism, ole. Fazit: Cool genug, für lange Sendezeiten ohne Mehrwert.

Großereignisse
Vielleicht schrecken die Großereignisse ab. Was früher von mir romantisiert wurde (Großes WM-Dorf, Stars hautnah, Stimmung, usw…) war und ist wahrscheinlich nicht so – es gibt schon Stimmung, aber die hält sich aufgrund des auferlegten(!) Ereignisses in Grenzen. WM passiert einfach. Immerhin beklagt sicher auch die SelbstbauHolzrodelretroWM wenige Besucher. Aber das liegt wahrscheinlich an den wenigen berühmten Strecken.
Ohne erkennbaren Mehrwert
Weltmeisterschaften sind zuviel. So wie im Fußball spielts hier nit, oder doch. Der Bundesliga –Fußballverein spielt im Cup, der Liga, der Championslegau (Quali), dann Eurocup usw….daneben noch EM und WM Vorbereitung usw. – so was hats auch beim Schifahren: einen Weltcup dazwischen WM und Olympia. Und jeder Sportler hat das Recht auf einen Olympiasiegermöglichkeitslauf (wobei ein Weltmeister wohl das gleiche ist, naja); und so krude wie das fabuliert wird, so undurchsichtig sind die Bewerbe; Olympiasieger zu sein heißt: Zu wissen, dass man selten konstant der Beste war, sondern einfach zur rechten Zeit Glück, Verstand, Talent, Können usw. gepaart mit einer Zukunft ohne Sorgen hatte. Was übrig bleibt, sind die Titel, keine Vize-…aber ob das einen Wert hat. (Nur Brainiacs und Fuzzis wissen wer, 1993 WM Sieger im Super – G wurd´ [und Superbrainiacs rufen sofort: 1993 fiel der Super-G aus! Wg am Wetter, HAHA!])

Wahrscheinlich ließe sich die Liste noch fortführen, mir reichts. Alle zwei Jahre dasselbe. Sollte sich unser Land noch einmal für etwas Großes bewerben, bin ich dagegen. Und zwar nicht aus Prinzip. Wer will denn schon ein Olympiasieger sein, wenn keiner einem zujubelt. Denn wir gehen dann ja nicht hin. Auch nicht zum Schaun.

Mittwoch, 26. Januar 2011

dei liabste weis´

Mit mir kann man ja diskutieren. Ist ja nicht so, dass ich eine Meinung habe und von dieser nicht wegzubringen ist. Das könnte dann nämlich das diskutieren bringen. Mich von meiner starren Haltung zum Umdenken zu bewegen. Und als Diskutanten schätze ich mich durchaus amüsant ein - vornehmlich wenns ums liebe Spielzeug geht ---

dem Auto natürlich. Es denkt niemand an etwas anderes, denn da lass ich z.B. nicht mit mir diskutieren. Dem Andersdenken halt. Wär ja noch schöner - schöner wärs, wenn es einmal so schön in meine Richtung laufen würde: beim Thema Auto - so einhellig und vollmundig würde es aus den Teilnehmern nur so heraussprudeln, was es sich zu fahren gilt. Im Chor würden wir die Mauern unserer Gaststätten erschallen, auf dass sich fremde in uns miteinschwingen können. So ganz ohne diskutieren. Ja,wenn.

Das ein Auto ein Gesicht hat, eine große Rolle im Leben spielt, Faszination ausübt, manchmal wie die Beste behandelt wird, oft mehr Geld dafür ausgegeben wird, man ein Narr ist, wenn einem das wichtig ist, man mehrere davon gleichzeitig haben kann und wahrscheinlich noch hundert Diskussionsthemen mehr (hier der Link zu einem sehr wichtigen Thema: der Schnauze eines Autos, und wer sich getraut hat, einem Auto keine zu verpassen) gibt es -

beendet wird dieser Eintrag genau so, wie manche Frauen ihr Auto sehen. Ist halt da, (fährt)...der Rest ist egal.


Donnerstag, 5. August 2010

Turn on, tune in, drop dead

"Der Rausch der Musik erfreut und unterstützt die Selbstbestimmung durch Herrschaft über die Maschine. Zeitgleich überstrahlt wird das Ausgeliefertsein an ein fremdbestimmtes System, das durch Passivgedröhne sein Nazi*-Programm verbreitet."

iPod – Freude vs. Radiogedudel.

Schlimmer ist das überspitzt dzt. nicht zu formulieren (und an dieser Stelle Danke an die Simpsonsübersetzer bzw. Synchrontextschreiber, die mich bei dem Wort Spitz (Assoziationspyramide: Simpsons, Hund, Gefühl, Nadel, usw…) an Homers A-cappela-Band , die im englichen the „Be Sharps“ heißen, erinnern und im deutschen Apu (Nahasapimapetilon!) happy „Die Üüüberspitzen“ wiederholt – Danke für mein RandomAccessMemory – Hirn, dass ich mir so was merke).

Wie dankbar bin ich den extremen beider Denkspielarten, die jede für sich mir ein Grinsen abverlangt. Sitze ich, als einer von vielen in den Öffis, so zaubert mir mein Weißer den einen oder anderen altbekannten Hadern ins Ohr, sodaß ich sofort in andere Gedanken verfalle und mich oft aus der Situation stehle. Im Flow von Station zu Station, Blick stur aus dem Fenster, Fantasialand zwischen den Lauschern. Die Passivrühre im teil-öffentlichen Streamingradio hat olso das Potential zur Ablenkung. Im Büro dem Sommerhit erswingend, die Nachrichten leiser drehen, Wetter auf drehen und dann auch schon mal Ö1: Zu wissen, da gibt’s noch ein paar, die mitdenken. Gut, dass es nicht zu viele sind, sonst überkommt mich die Versuchung und ich schimpfe mit gespieltem Zorn über diese N***-Sender, die der Masse diktieren. Nichts kann man heute recht(s) machen. Brüno (Sasha Baron Cohen in einer seiner Rollen) fragte oft seine Interviewpartner im Schnell-Word-Rap nach dem Outfit auf eingespielten Photos von Persönlichkeiten on red carpet, a.k.a Ja / Nein - Prinzip: In oder Aus-schwitz, und manche antworteten manchmal, nur an die Sache denken: Ausschwitz. Klemperer schau oba.

*Auch wenn nur ein Krümel Totalitarismus bemerkbar ist, so wird dieser Begriff als Riesenkeule geschwungen, der wenig mehr übrig läßt, als „verbrannte Erde“ – siehe auch: Das Internetforumsphänomen „Hitler – III. Reich – usw…
**Nicht zu verwechseln mit: Wie einst ein Kärntner Spitzenpolitiker (G****) für sein vorlautes Plappermaul mit: Neu-Attraktiv-Zielstrebig-Ideenreich (auch hier „danke“ an mein Hirn für diesen Speicherplatz) eine Ausrede schusterte.

Freitag, 21. Mai 2010

Gesammeltes Unwissen

Wahrscheinlich wäre ich früher als Medizinmann herumgeirrt. Mit krudem, manchmal zusammenhanglosen, aber dennoch oft reichhaltigem Wissen hätte ich noch blödere Zeitgenossen natürlich ohne Beschwörungsmaske auf dem Kopf davon zu überzeugen versucht, für mich Beeren mit zu sammeln. In der Zwischenzeit dürfte ich meine Studien vorantreiben, Versuche und Irrtümer sein zu lassen, um die bekannte Menschheit ein gutes Stück im Wettlauf um die Krone der Vormacht bei Früchtesammeltechniken nach vorne zu bringen. Den Bauch hätte ich mir ob der Masse an Früchten halten müssen, manchmal diesen auch vor Lachen, aber satt, dann aber mit Schreckensmaske vor dem Gesicht - den Anschein wahren.
Mit Früher meine ich bevor sich die Menschheit dazu entschlossen hat, die Jahreszeitläufe, damit Erntezeitpunkte und anfallendes Zusatzwissen (Vergärung der überschüssigen Früchte nach ritueller Tötung des forschen Medizinmanns und anschließender Balsamierung durch gewonnenen Alkohol) als Kulturgut aufzuschreiben. Die Sammlung des Universellen auf einem Medium hätte mich (im Überlebensfall), das Medium, zu einer neuen Berufung gezwungen.

Vorstellbar wären als Übergangslösung: Consultant für die angesagtesten Steintafel - Verlagskaschemen, später Geschichte - Schreiber (keine Geschichten, die werden über einen geschrieben) und viel später, schlimmbestenfalls Klinkenputzer, bevorzugt in Einfamilienhäuser - Gegenden gehobenerer Art, mit Bewohnern, denen eine 22-bändige Exklusiv-Ausgabe des aktualisierten Weltalmanchs zur Hebung der eigenen gesellschaftlichen Stellung ganz klar noch fehlt. Wer füllt sich seine Leerstellen im Leben nicht mit dem Spiegel gutbürgerlichen Wissenstands, der spätestens kurz nach dem Ankauf sein Ablaufdatum erreichte? Gefüllt wären auf jeden Fall die Westentaschen des Klinkenputzers, der sich dann die Früchte seiner Arbeit wieder in den Bauch schieben darf, ohne schmerzlicher, ritueller Überführung in andere Wesenszustände, außer durch Vergärtes (dazu: siehe oben)

Scheinbar habens Lexika meinem Leben angetan - seit frühester Kinderlese an begleiten mich (und wahrscheinlich hunderttausend andere „Gschroppn“ auch) diese mal dicken, mal weniger umfangreichen Wälzer, die man aufschlagen kann, wo kind will, immer gibts gleich die Portion anscheinend nutzloses Wissen, interessante Bilder, Zusammenhänge, Welterklärungen und wenn Teilnehmer so will: Telefonjoker en masse. Natürlich sind die Nationalgrenzen kein Schabernack, auch ist es gut zu wissen, wo das limbische System sitzt, aber mit der komplizierten Färbung des Federkleids eine Sumpfdotteramsel hört das Millionenshow-Geldverdienen-Gedankenspiel auch schon wieder auf. Das jeweilige Buch voller Antworten harrt seiner in den eichenholzverbauten Wänden der Familien. Unberührt - höchstens angestaubt und abgestaubt. Fast schon Einrichtungsgegenstände selbst: man ließ sich klassischerweise auf effekthaschenden Messen von stumpfen Saufnasen zum Kauf einer ganzen Reihe Lexika überreden. Wenige Lese-racker (um nicht Ratten zu sagen) lesen die umfangreichen Kulturguttabernakel von A bis Z, die Werke sind wahrscheinlich auch nicht ganz diesem außergewöhnlichen Zweck gewidmet. Ja wer, außer einem kleinen Jungen, irgendwo am Rande einer Provinzstadt führt diese Meterbuch seiner Bestimmung zu, liest das auch wirklich, um sich sein junges unentwickeltes Hirn von Kindesbeinen an schon vollzumüllen. Kein Wunder also, wenn ich heute ausw(ä)endig die unlogische Reihenfolge wechselnder Dollarnoten in den ersten 9 Unionsstaaten zwischen 1844 und 1902 fehlerfrei aufsagen kann, aber mir im Gegensatz nicht einmal die drei wichtigsten Positionen, zumeist Nahrungsmittel für den täglichen Einkauf merken kann. Dem aktuellsten Problem einer Wissensgesellschaft nicht unähnlich: Aufgrund der Fülle an Information müssen wir Filter entwickeln, wichtiges von unwichtiger Information unterscheiden, um nicht hoffnungslos im Meer der Uninformation zu ertrinken (Ungeachtet der Unwichtigkeit von 99% der Information des täglichen Lebens)

Das Lexikon der vergessenen Dinge, der Almanach der Mythologie (nein, nicht Motologie - kommt noch!), die Herrscherhäuser Europas und und und zu guter Letzt und immer wieder, das sehr umfangreiche Jugendlexikon, welches beim Chinesen um die Ecke aufliegt und bei fast jedem Mittagsmahl aufgeblättert wird, nur um sich über den Wissenstand von vor 25 Jahren ein Bild machen zu können - immer und überall, Listen, Abbildungen, Vergleiche, Tiefgehendes. Die Lexika unseres modernen Tuns unterscheiden sich in Farbe, Aussehen und Geschmack natürlich den vollkommen geleckten Buchrücken der 22-Bändigen Monster in den Regalen unserer Verwandten und Bekannten. Die Artikel nicht. Den Höhepunkt der privaten Sammlung bildet aber unbestritten die Fragebox von Trivial Pursuit, jener bekannte und gesellschaftliche Zeitvertreib mit mir spielen keinen Sinn mehr macht - andere haben die Titelsongs ihrer Teenie - helden auswendig gelernt, ich versuchte auf so ziemlich jede gestellte Frage, eine Antwort zum richtigen Zeitpunkt parat zu haben. Neugier war meine Triebfeder, die Enzyklopädie das Mittel zum Zweck einer Befriedigung, die heute noch nicht erfüllt ist. Wikipedia ist für ein Kind der späten Siebzieger nur eine trostlose Sammlung von Artikeln, zusammenhanglos schwimme ich mal da, mal dort in den Wissenstümpeln, entdecke weiße Flecken und schüttel jedesmal den Kopf, wieviel wir sammeln, und wie wenig mir das in dieser Form (heute?) gibt. Wiki ist wichtig. Zitieren würde ich keine Brockhaus mehr. Ach ja, Wikpedia auch nicht (mehr).

Mit der unseligen Gabe eines lexikalischen Wissensaufbaus ausgestattet, fülle ich offene Läden meiner grauen Hohlwelt durch die Masse an Notwendigem, um bei Bedarf den roten Knopf, wenn auch nur vorgestellt schneller als alle Anderen drücken zu können - dass diese Schubläden miteinander selten in Verbindung treten, d.h. das Wissen im Oberstübchen nur punktuell vorhanden ist und ich spätestens beim Thema Hausverstand nur zum Mittelmaß gehöre, ärgert mich nicht. Vielmehr stört, das sich da Hirn und Verstand, Wissen mit Intellekt einen Schlagabtausch auf Kosten meiner Kapazität machen, irgendwer oder -was zieht den Kürzeren. Die Folge ist ein herrlich verklärter Gesichtsausdruck, der das Gegenüber zum Schmunzeln einlädt. Ich lächle meist ob der dargereichten Pracht zurück. Es geht doch nichts über das Unwissen. In einer Form die ungeachtet des Wissensstands jeder versteht: Blödschau. Wird sicher einmal eine Antwort in einer der wichtigsten Enzyklopädien der zukünftigen Welt. Ganz bestimmt. Denn ich weiss es jetzt schon.

Dienstag, 4. Mai 2010

Il postiglione

Ich kommuniziere mit meiner(m) BriefträgerIn. Nicht wie man meinen könnte verbal und als Krönung von Angesicht zu Angesicht – es ist mehr ein Geben und ein Nehmen beiderseits. Ich nehme die abgelehnten und mehrmals als ungewollt deklarierten Postwurfsendungen aus dem Briefkasten und lege sie auf den Postkasten, die BriefträgerInnen (vielleicht sind sie ja zu zwein?) haben seit kurzem heraussen, wer ihnen da Papiergeschenke angedeihen läßt und legen sie sehr unsäuberlich wieder in mein Fach. Müßig zu erwähnen, daß die normale Post zerknittert wird. Aber egal. Hauptsache Kommunikation, oder?

Auf der Tür zu meinem Postfach steht unübersehbar, dass ich unbestellte, unadressierte Werbung ablehne, ein roter Aufkleber weißt zusätzlich daraufhin – dass diese Zeichen eindeutiger Ablehnung mißachtet werden schmerzt gleich viel, als daß diese in ihrer Funktion somit als lächerlich herabgewürdigt werden. Das ich ein Spiel spiele, bei dem ich zwangsläufig verliere ist mir aber genauso bewußt, wie in gleichem Maße die Vertreter der Post auf meine Ruhe vor der Anzeigenflut verzichten und damit zuküftigem Augenkrebs ob der vielen Werbung hinarbeiten. Was muß ich tun, damit ich keine Schrottinformation an meiner Haustüre und/oder meinem Postfach erhalte – darüber hinaus, für wie blöd halten uns die Unternehmen, um uns fast jeden Tag mit den letzten, aber wirklich allerletzten Angeboten zu terrorisieren – Octave aus 39,90 hat sich die Mühe gemacht, auszurechnen wie oft wir von Geburt an, bis zum 18. Lebensjahr an Werbesujets aufnehmen - die Zahl war erschreckend hoch, der Film erschreckend ernüchternd. Vielleicht werde ich mal dem Postverteiler mal eine schöne Nachricht auf weißem Papier zukommen lassen, Buchstaben fein säuberlich aus den unzähligen Angeboten ausgeschnitten – Sie werden dann wissen, wer es war und was ich will. Vielleicht wird es sich dann aufhören. Schöne Kommunikation ist das.

Historisches: Als Kind konnte ich meinen Nachbarn beim Erzeugen von Papierbriketts zuschauen – tagelanges Einweichen von Zeitungspapier in Bottichen, dann Pressung von zylindrischen Stücken und anschließender Stapelung und Aus bzw. Durchtrockung. Geraucht haben die Dinger im Winter ganz schön, gewärmt haben sie auf jeden Fall – vielleicht sollte ich ja die Postwurf - Werbung einem höheren Verwendungszweck zuführen. Sehr Schönes zum Schluss: Der Film „il postiglione“ ist ein wunderbares Stück und auch traurig – sollte man gesehen haben.

Donnerstag, 8. April 2010

Automobiles

Meine Fahrzeuge werden älter – und sind es zunehmend auch schon. Was sich in jungen Jahren als ein leicht zu realisierendes Unterfangen anstellte, oft in Verbindung mit notorischem Geldmangel anzutreffen, wird mit zunehmenden Jahresringen ums Ränzlein ein schwierigeres Tun auf der Liste der Lebenslust. Vor allem dann, wenn die Kisten, mit denen wir die Straße hinter uns bringen nicht beim Einsteigen zerfallen sollen. Alte Karren knarren. Jung und neu ist das Diktat unserer Gesellschaft, dazu noch höher weiter schneller (teurer cooler besser) dem Jugendwahn gehorchend; kann das noch die meine sein? (siehe dazu: In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich?, Armin Pongs, 1998)
Es soll sogar Narren geben, die sich bewußt ein richtig altes Auto suchen, daß sie dann wie Ur-Opi um die Ecke werfen können, mit Klopapier und Wackeldackel auf der Hutablage (die auch ihrem Namen gerecht wird). Seit kurzem darf ich mich rühmen, ein Klorollenabdeck-Strickzylinder – Kutschierer in historischem Fahrzeug mit Hut noch am Kopf zu sein. Jenen Zeitgenossen, die ihren fahrbaren Untersatz von den anderen Blechkisten vor und hinter sich nicht unterscheiden wollen oder können, sei verraten, daß Autofahren auch eine lustvolle Seite birgt, besonders in stilechtem Ambiente knapp unter 100 Km/h Reisegeschwindigkeit. Das gehört genauso wie gute Kleidung zum Lebensselbstkonzept einfach dazu. Das muß man sich wert sein.
Auf das indirekt proportionale Verhältnis von Alter, Zustand und Preis sei an dieser Stelle bewußt hingewesen, denn wir werden älter, nicht schöner aber teurer, fast wie Autos eben. Geht’s aber ums Alter bei unseren weiblichen Mitgenossinnen so hat man sich diskret in Schweigen zu hüllen, außer sie sind blechene Diven in mondänem Kleid, daß man tunlichst nur Sonn(en)tags auf ein frisches Limoneneis um den See chauffiert. Man lächle fröhlich vor sich hin, in weiblicher Begleitung die Strecke absolvieren zu dürfen.
Unzertrennlich mit historischen Fahrzeugen ist ihre Historie – zumeist geht’s dabei um bekannte Vorbesitzer (überregional zumindest), eine bewegte Fzg. - Vorgeschichte oder ähnliches. Etwas ungewöhnlich (für Oldie-fans wahrscheinlich: Fad!) gestaltet sich der Ablauf des gesamthaften Übertritts ins Eigentum. Geprägt und getauft ging das edle Stück in meine Hände, skurrile Bezeichnungen geben Auskunft – aber auch mitübergeben wurden Geschichten rund ums Auto, der restlichen Welt und vielem mehr, alles in allem etwa 2h Erzählzeit. Ich weiß jetzt was die Frau des Verkäufers so treibt, kenne seine weitgereiste Lebensgeschichte und so ziemlich jeder meiner Bekannten kennt den Mann durch meine ausschweifenden Erzählungen. Das gehört genau so dazu, wie auch die Erfahrung, daß man eben älter werden muß, um das Alter zu schätzen. Ach ja, in der Postmoderne kann ich mir meine Gesellschaft aussuchen. Mein neues altes Auto ist ein Er.

Sonntag, 24. Januar 2010

Schuhbidu

Über Marktsituationen im Allgemeinen und im Speziellen, das „unkaufbare Angebot“, wurden an dieser Stelle schon etliche Krokodilstränen vergossen (vielleicht gibt’s mal von geeigneter Stelle, betriebswirtschaftliche Nachhilfe) – ein aktuelles Beispiel drängt doch sehr stark zur Darstellung: Schuhkauf für Männer ist der eigenartigen Meinung unterlegen, dass das Ganze mit Frauen und einer sehr belastenden Situation gemein hat, in der irrigen Annahme, der eigene Erwerb passiere in etwa wie das Service eines Burgers bei Mc: Bestellen, Bekommen – und paaast. Ist aber nicht so. Es hat eher etwas mit dem Suchen und finden ganz seltener Edelmetalle zu tun, die sich so lange versteckt halten, bis man verzweifelt den Kalk von den Wänden nagt bzw. bereits das erste mal nach Regenguss bemerkt, wie undicht Schuhe wirklich werden können. Verdammt sehr nämlich. Dann sucht man den nächstbesten Dealer auf, Kette hin oder her und bemerkt, dass sie alle unter einer Decke stecken, mit dem großen bösen Vertriebswolf. Dieser heult zweimal im Jahr zum Schuhwechsel, dann kommen alle Schuhkettenschäfchen angewölkt, wählen aus und danach gehts ans muntere Reibachmachen.

Dabei auf der Strecke bleibt das seltenste aller glänzenden Metalle: die Auswahl. Geh ich zum Stie…., oder Hu… oder… ich erblicke die gleichen Marken, zu gleichen Preisen in der selben Auswahl. Individualität? Fehlanzeige (jaja, erstens braucht man das nicht, und kaum ist es ausgesprochen, so wird sich ein Schuh meiner Träume einstellen, also hex-hex), wer jetzt Ge-OCHS oder Yello schreit wird mit 1-minütiger Lesepause bestraft.

Schuh - Kontaktanzeige (und Wunsch ans Universum): Ich sehe mich als potentieller Schuhkäufer unterversorgt! Bin nicht bereit mehr als €150 auszugeben (ausser Zweiradstiefeln, die jedoch schon reichlichst vorhanden sind, siehe Laufschuhe!) Ich zahle gut, bin leider sehr wählerisch – lasse mich aber leicht begeistern und wäre aufgeschlossen genug, Experimente zu wagen. Immer zu haben bin ich für Modelle, die den Begriffen „klassisch“, „elegant“, „praktisch“ und „wertvoll“ sehr nahe kommen. Gefallen würde mir ein edler Fly, der Linie aus frühen 0-er Jahren (London) - natürlich günstig (wenn überhaupt greifbar).

Was mir leider auch immer seltener passiert, ist, das ich an anderen Füßen Schuhwerk finde, dass mich begeistert und ich dem Besitzer entgeistert Informationen zu denselben zu entlocken versuche. Der nicht selten miesepetrig den Grund der Frage nicht versteht. Wenn man dem dann von irgendwelcher Suche nach Metallen kommt, kann es leicht passieren, das bewunderte Objekt in tieferliegenden Körperregionen wiederzufinden. Nur nicht an den Füßen. Mann hat´s nicht leicht...

Mittwoch, 6. Januar 2010

It´s Dakartime

Das große, große Abenteuer passiert grad irgendwo zwischen Argentinien und den Hochplateuas Chiles (Rally ruft mich seit Jahren vehement, und ich versuche einfach nicht hinzuhören - was ich nicht alles machen will) - nachdem die Dakar wg. Bürgerkriegs inzwischen in Lateinamerika abläuft ist sie gleich interessant wie eh und je - spannende Sonderprüfungen, erschöpfende Langstrecken und materialverschleißende Ansprüche an Material und vor allem Fahrer. Wer nicht topfit ist, langjährige Er-Fahrung mitbringt und das bisschen Wahnsinn von Geburt an hat, kann gleich zuhause bleiben (ist ja eh warm vor dem Fernseher, Eurosport täglichst die Zusammenfassung gucken - die Sehnsucht reisst mich halt so ca. alle 5 Sekunden aus der Trance) - ich bin Fan von WRC und Wüstenrallys, MotoGP, dann Pause, dann SBK, vielleicht noch Oldtimerdingerchens und thats it - Formel 1, DTM und FIA haben schon auch mit Rennsport zu tun, nur mit mir nicht - for gods sake. Und den braucht man eh immer, wenn man das Pedal durchdrückt oder am Gummi reisst, ist halt nicht Sofasurfen.

Eine Tote gibts bereits zu beklagen - Zuseherin stand am falschen, nicht genehmigten Platz. So. Ist. Das. Denken wird mir nach diesen Meldungen schwer, weil ich da nicht fähig bin, Grautöne zuzulassen. Es gibt da: wo gehobelt wird, fallen...und...alles verbieten, weils nie 100% Sicherheit geben kann. Hach...weil irgendwo ist man dann bei homogen-uninteressant Rennkurs mit Sicherheitsknautschzone und Luftgummipolster für Alles, ich erkenn keinen Unterschied zwischen F1 auf der Playstation und das im echten Fernsehen. Kreisfahren, Cockpitansicht, Unfall - Selectbutton rücksetzen - Fahrer läuft in die Box, neues Auto, neues Glück. Nur gibts diesen Button halt im Leben nicht. Es heulen die Motoren für die reichen, werxbestückten Rallyasse, die zum Spass Runden schrauben, wie auch für die Amateure - und beide können unglücklich in Zuschauermengen rasen. Tote sind einfach nicht in Kauf zu nehmen, hmmm. Und Unfälle passieren. Nicht nur wenn man heizt wie ein Irrer, die Wahrscheinlichkeit im Grenzbereich ist halt um einiges wahrscheinlicher...ich seh schon, bin noch im Denken.

Die Bilder sind ein Wahnsinn. Für beide Seiten der Medaille.

Montag, 21. Dezember 2009

-io

So ziemlich jede Zustandsbeschreibung, die ich in den letzten zwei Wochen artikulierte, endete auf i und o. Was jetzt mal nicht so spektakulär klingt, ist für meine Mitmenschen eine einzige Belastung. Cheeerio! Und wenns gefällt, dann auch noch: Cooolio! Und mir ists echt schwer, diese Endung nicht mehr zu verwenden. Eine temporäre Sucht, die es sich abgewöhnen gehört.

Ich geh mal davon aus, dass es in meinem Leben so an die hundert Begriffe gab, die ich zeitweilig verwendet hab, ausgereizt bis zum Schluss und dann / oder es jemanden gab, der es übernahm - und genauso schnell, wie ichs im Sprachgebrauch hatte, wars auch wieder weg. Der letzten sprachlichen Modeerscheinung kann ich das Ganze nicht zuschreiben, auch nicht einem netten Freund, der mich angefixt hat – aus Sprachblödigkeit, schließ ich jetzt fix, heraus, sprudelts mir zwischen den Lippen hervor. Und richtig stumpf wird’s, wenn man an solchen Marotten festzunageln ist. Aber zum Glück vergeht auch das wieder irgendwann. Für die Anderen nur nie schnell genug. …Tschüss mit Üh. …Ciao mit Au. Tztztztztzzzzzz….io.

Mittwoch, 11. November 2009

Dongle-Dich

Technikfreak, -begeistert, -interessiert und die vielen, vielen Bezeichnungen (Unendlich + 1, um es kindisch auszudrücken) die ich abräume, wenns ordentlich brzzzt, legen nahe, dass ich von den vielen Blinks, Schaltungen, Motoren Brrmmm-Brmmmm und alles was sich bewegt so begeistert bin, dass meine Äuglein heute noch leuchten und dass nicht immer von den grellen Lichtblitzen der selbstverursachten Kurzschlüsse im Haus. Das führt dazu, dass ich eines jener Schafe bin, die, Hauptsache es dreht sich etwas, sogar noch total veraltete Technologie zu Spitzenpreisen kauft. Abgesehen von der öden Geschäftemacherei unter Schafen (die zumeist in Begleitung eines Hirten von den meisten Dingelchens die Fingerchens lassen müssen, O-ton: „Wir brauchen nur einen Kühlschrank, und keinen Weinkellersimulier - Durchlauferhitzer - Stromverbrauchs-70ies Style Alu beschichtet mit Nanopartikeln - Eiswürfelzerklumperer“), kaufen wir (die Techno-Schafe) nicht nur, wir lesen und verfassen, probieren, zerstören, zerlegen, bekommen es nicht weder zusammen und testen im Kopf, ob die beschriebenen Funktionen auch alle so funktionieren können, wie eben dargelegt.

Wie geschaffen für diesen Zyklus verfolgen wir Neuerungen in Echtzeit (keine Entwicklung, sondern Berieselung durch Marketinabteilungen in Echtfarben), lesen noch den kleinsten Fuzzel Magazin und besuchen Messen, die uns wie Weihnachtsdörfer in schlechten Geschichten vorkommen: Alles Gratis, alles angreifen, alles mitnehmen, nur das eigentliche Produkt nicht. Und in dem Zyklus der o.g. Messen gibts es Unterhaltung zum Nulltarif: Wir lesen von Produkten die nahe der Serienreife sind (werden nie produziert), uns aber im Glauben lassen, dass die Zukunft jetzt stattfindet - von Technologien, die bereits vorhanden ihren Zweck erst erklärt bekommen und dem neuesten Trend im Wohnzimmer der übernächsten Zukunft. Und jedes Jahr smile ich ca. eine Woche nach der letzten IFA - der Internationalen Funkausstellung im Nachbarland, durchgehend, und das nicht, weil die weibliche, grenzwertige "Miss - IFA" so rote Haare hat, dass sie aus der beschriebenen übernächsten Zukunft stammen könnte.

Jedes Jahr aufs Gleiche(unübertrieben) erzählen mir die Hersteller von Technologien, und der Hinweis sei mir hier gestattet: Nein, ich werde nicht alt!, die ich entweder schon lange benutze, der Massenmarkt aber erst kräftigst abgegrast werden sollte oder und jetzt wirds lustig: dem vernetzten Haushalt. (An dieser Stelle die wirklichen Schafe bitte wissend nicken, murmelnd: jaja, schon bekannt, der Kühlschrank jetzt im W-Lan, ganz neu! und zum letzten Satz springen)

Ist doch ein Freudenfest, wenn der Kühlschrank mitteilt, wann der Aufschnitt den Weg allen Irdischens anbricht - der Fernseher (und Sender) weiß bescheid, sagts der Werbeabteilung vorm Viertelneuner und dem Einkaufstempel der Wahl; und beim nächsten Einkauf blinkt dann das Kühlregal wenn ich vorbeilaufe und serviert mir den Obstgarten, Käseriegel or whatever ins Patschpfötchen. Das hier niemand auf falsche Gedanken kommt, ich bin ein Fortschrittarier, auch wenns nur Sandkörnerweise gen Weltall rieselt. Auf etwas habe ich als Freak eben keinen Bock: Zum zwanzigsten Mal redet man mir in mein Technohirn, dass es bald soweit sein soll, nur meine Küche und deren Gerätschaften haben noch immer keinen Ethernet-Port. Und ohne dem gibts keine Kommunikation. Ich glaube schon bald, dass das auch in der nächsten Zeit nichts werden wird - aber die Hoffnung gebe ich nicht auf - leise und lachend werde ich am Tisch sitzen, hydraulische Ärmchen servieren mir die Leckereien, an von denen ich geträumt habe, aber bestellt wurden, grinse nach dem letzten Happen mit der IFA-Frau aus dem TV um die Wette und hoffe, mir möge mein Netzwerk nur ja nie abschmieren. Sonst muss ich ganz oldstyle analog mit Schmierzettel in der Hand bei der Wurschttheke selbst anstehen. Die netten Frauen wissen erst nach erfolgter Kommunikation von meinen Wünschen - so ganz ohne W-Lan.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Helpyourselfish

Das Schönste am Zeit-totschlagen ist die Erkenntnis (immer erst danach, nie mittendrin) - wie schnell die abgelaufene Zeit mit einem Blödsinn verplempert wurde. Und das ist nur bedingt schlimm, den alles hat seinen Sinn, auch wenn es nur der ist, das es keinen Sinn hat. Hier mal ein kleines Vademeecum für Nachmittage, an denen man WIRKLICH arbeiten sollte; reale Probleme, die man sich zu Herzen nehmen und auf einen Topplatz der eigenen ToDo-Liste geben sollte: 


1. Ungelöstes Rätsel der Menschheit lösen: Das Tunguska-Ereignis


Das Ereignis, bereits 1908 passiert, war eine ungeklärte Explosion ungeheurem Ausmasses. Der Grund für diese Explosion wurde bisher nicht zweifelsfrei geklärt - 120 versch. Gründe gibts bereits zur möglichen Aufklärung - Lassen wir es doch mind. 200 werden


2. Verschwörungstheorie entfachen: Die Bielefeldverschwörung


ANGEBLICH ist das eine Satire, über die Existenz der Stadt Bielefeld und Zweifler versuchen, durch die in sich geschlossene und unangreifbare(!) Argumentationsstruktur gängige und vollkommen berechtigte Verschwörungstheorien auf "humorvolle" Weise herauszustellen - was auch noch zu bezweifeln wäre. Krieg den Zweiflern!


3. Die Suche nach der berühmten "Trap Street" in aktuellem Kartenmaterial


Diese in fast jeder Karte zu findenden Strasse bezeichnet eine Straße in Stadt, Landkarten oder Geodaten, die im Gelände nicht vorhanden ist, sondern vom Kartenhersteller als Plagiatsfalle eingebaut wurde. Wer so ein Wasserzeichen findet, kann die Straße ausbauen und das Kartenmaterial vervielfältigen und damit zum Euro-Multimillionär werden. Such!


Anmerkung des Verfassers: Das sind keine erfundenen Fälle, sondern echte Probleme, die ungelöst ihr Dasein fristen - mit geballter Kraft können wir als Community die Menschheit von diesen nicht ganz "zufälligen" Problemen befreien.