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Sonntag, 4. November 2012

"Elelctronics Arts" soll seinem Namen wieder gerecht werden

Ich war im Oktober so richtig beschäftigt - neben Arbeit, Lesen, Beziehung, Familie, Sport und dem Zocken großartiger Games konnte ich nicht auch noch auf jeden Artikel hinweisen, den ich in meinen Mußestunden kurz vor dem Einschlafen vertilgte.

Die großartigen Games rissen so ein Loch in mein Zeitkonto, dass ich gerne noch einmal lobend "Borderlands 2" erwähne, dass mit feiner Stimmung, coolen Knarren, unzähligen Nebenquests und rockigem Sound echten Shooterspass macht - ach ja, den Mehrspielerpart konnte ich nur antesten, doch falls mir nach der Kampagne nicht der Saft ausgeht, rocke ich da die Bühne.

Einen Artikel muss ich aber doch aus der Versenkung zerren, denn es geht darin wieder mal um Spielehersteller und deren Nöte, vorrangig EA Games, bei denen das große Heulen wegs Umsatzeinbußen besonders laut ist.

Als Topgründe werden Casualgames, Raubmordkopierer und sinkender PC-Markt angeführt. Aha, alles klar...es kann nicht sein, was nicht sein darf. Dann versuche ich gerne mal EA auf die Sprünge zu helfen, was denn noch alles Grund dafür sein kann, dass sie ins Minus schlidderten...

Top Five and more reasons, why EA´s Turnover badly out sees

- Fast jedes Jahr wird ein innovativer Mitkonkurrent aufgekauft und einverleibt. Dessen Eigenständigkeit tendiert mit der Zeit gegen Null, der Output bleibt bescheiden.
- Es fehlt Innovation und Qualität. Neue Konzepte Fehlanzeige, aber Teil 10 einer Saga geht immer. Miese Stories und schlecht durchdachtes Gameplay tragen ihren Teil dazu bei. Ach Fifa 15 gefällt genauso nicht wie Teil 10 -14, naja bis auf die Namen hat sich ja auch nix getan
- An Längerer Spielbarkeit. BF3 ist gerade einmal draußen und schon kündigen sie BF4 an - dazwischen gabs ja noch zwei Bad Companyteile. Jedes sportliche Engagement ein Spiel zu meistern, siehe Rangliste, ist nächstes Jahr schon komplett wertlos, da ein neuer Teil erscheint.
- Am Support. Wenig Patcharbeit, Betaphasen zum Release. Maximaler Support für ein Spiel ist 1 Jahr - Folge: Anfeindung der Kunden. 
- Durch Onlinezwang und drakonische Kopierschutzmaßnahmen, durch Lizensierung statt wirklichem Verkauf. Starker Wertverlust des Spiels, da kein Weiterverkauf mehr möglich.
- Am guten(sic!) Ruf. Dadurch ergibt sich 0 Vertrauen und wenig Käufe.

Liebes EA - Managmement, eure Spieler sind/bleiben nicht so anspruchslos, wie ihr annehmt - wir unterstützen, kaufen, spielen gute Games, lieben Firmen für ihre Ideen (Indy-Entwickler z.B.), kämpfen jahrelang am gleichen Battleground und zahlen kräftig für Erweiterungen, stehen auf lange Spielzeit, möchten aber auch mal was neues und das alte verkloppen und nicht wegwerfen (Gebrauchthandel!), mögen keinen Zwang oder Überwachung - das und ein bisschen mehr führt eine Firma in die Verlustzone und keine Raubmordkopierer, die eh nix kaufen würden (die Milliarden sieht kein Unternehmen, auch die Musikbranche nicht, ha), keine Facebook- oder Mobilegames und auch nicht die neueste Konsole sind Schuld, das ihr dem Karren an die Wand fährt. 

Gute Games verkaufen sich wie geschnitten Brot, da bleibt auch ein bisschen Kohle für einen aufgeblähten Riesen über.

Mittwoch, 5. September 2012

bicicletto nuovo

Endlich habe ich ein neues Zweirad - ganz unmotorosiert - mit Licht, Spritzschutz, Ledergriffen und -Sattel. Es war mir langer Wunsch, etwas Abscheu und Schritt aus der Vergangenheit. Die Frage, nach etwas Unbedeuteren als ein Radwechsel unbesehen, genieße ich jede kleine Ausfahrt mit dem neuen Gefährt, verliere noch kurze Gedanken an den Vorgänger, der mich wieder einmal viel zu lange von einem Wechsel abgehalten hat.
Damals (voriges Jahrhundert um genau zu sein) um viel zu viel Geld erstanden, viel zu wenig gefahren, ein reines Showbike, dass mittlerweile so ungemütlich und angestrengt zu fahren ist, dass es die zukünftigen Besitzer schützend, eigentlich dem Altmetall zu überantworten gewesen wäre - wenn ich nicht, meinem Handelsgen unterworfen, gleich zwei Bikes als Eintausch angeboten habe. Das zweite ist ein modischer Treter al a Campingklitsche, aber jetzt sowas von Mega-In, ein Faltbike robuster Ausführung mit BMX-Reifen und ulkigem Aussehen. Für lange Touren genauso ungeeignet wie für die kurze Ausfahrt. Zum Rumstehen und grad noch gut für einen Mini-Abstecher zur Eisdiele - bei der ich noch niemals mit einem Fahrrad vorbeigeschaut habe.
Ich habe das Gefühl, fahrradtechnisch angekommen zu sein - auch wenn diese Phase nur kurz ist. Die nächste Ausfahrt kann kommen - ich bin bestens gerüstet. Und freu mich wie zu Kinderzeiten aufs herumstrollen.

Sonntag, 19. August 2012

healthy ampel

Nach dem letzten Englandaufenthalt war ich doch überrascht. Nicht nur über die Veränderungen, die zwischen dem letzten Besuch vor knapp 10 Jahren von statten gingen, sondern über das Nichtvorhandensein von Klischees, die sich hartnäckig noch im Hinterkopf gehalten haben: Selten so gut und gesund ernährt wie diesmal in GB. In den Supermärkten empfehlen eine Ampel die Produkte (jene Gesundheitsampel die auf die Fette, Cholesterin, Whatever hinweist, bei uns mal Diskussion war aber eben aus dem Tagesgeschehen verschwand, weile ja wichtigeres, Achtung: U-Ausschuss zu allem und jeden, gibt als die tägliche Nahrungszufuhr) oder mal gut und sicher nicht günstig fressi gehen. Dass Kulinarik bei einem Englandbesuch sicher unter die Witzkategorie zu zählen ist, darf man nun getrost beiseite legen. There is more than McDonalds out there; und wer jetzt Burger King oder KFC sagt, ist raus.
Also lässt es sich aus dem Supermarkt heraus gut ernähren, Fish und Chips sind selten geworden, nach guten muss man suchen, Jamie Oliver eröffnet derweil sein fünftes Restaurant und der Inder um die Ecke ist lecker. Den hätte ich gern bei uns. Statt nem Asiaten, einmal indisch bitte. Ich geh zu selten essen. In England oder auch hier.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Ich kann ja nicht immer alle befragen

An manchen Tagen wäre ich gern eine Ameise, die im Wohnzimmer der Leute (vornehmlich unbekannte) umherspaziert und diesen beim Fernsehkonsum über die Schulter blickt - natürlich dürften diese mich nicht sehen, sonst chemisieren sie ihr Wohnzimmer gegen alles Ungeziefer (welches ich in dieser Situation - auf der Couch, über die Schulter blickend - sicher wäre und mächtig unter der Keule leiden würde). Und wenn ich es mir auch noch aussuchen könnte, dann bitte schön nur Personen zwischen 24 und 42 Jahren, Seriendauergucker um meine Annahme zu bestätigen: Der Serienkonsum hat sich durch die Verfügbarkeit an Inhalten sehr verändert. Leicht gesagt und abgenickt. 
Der Rattenschwanz der daran hängt ist um einiges größer: Nicht nur die Sehgewohnheiten, der Konsum, und die Rezeption haben sich verändert, die Serien selbst auch, klar - es ist der Wandel des Genusses, den ich hoffentlich von meinem Platz auf der Couch aus erblicken könnte - dieses am Tropf hängen, eine noch „wegzugucken“, den Figuren bei ihrer Charakterentwicklung zuzusehen, den Verlauf und ein bisschen mitzuleben, im seriellen Leben (dass so gleich auf uns wirkt, dass wir, wenn wir Freunde treffen, oft über Serienfiguren leichter reden, als über uns selbst - was auch nicht zu sehr verwundern sollte: Sich selbst in allen Facetten zu begreifen, ist ungemein schwerer, als eine Figur, die trotz vieler Verwirbelungen eine endliche Story hat) - jederzeit verfügbar, eine DVD - gleich nochmal einen Sechserpack Story, diesen Stream noch oder ge-"downloadet" (Ausdruck!). 
Den vielen guten Serien sei Dank.

Dienstag, 3. Januar 2012

auf zum O-R-F

Also, wenn ich nicht schon einen hochdotierten Job bei einem geheimen Unternehmen mit hervorragenden Aussichten in der High-Society hätte, das mich zum neuen Messias des Lobbyings ausrufen wird, ich würde mich sofort als Büroleiter des ORF - Generals bewerben. Was Pelinka bei den ÖBB gemacht hat, habe ich zur selben Zeit dort auch gemacht, ergo ... P.s. Heisse Konkurrenz von weiblicher Seite (Gefahr: Frauenquote!)

Sonntag, 16. Oktober 2011

goodbuy

Sehr lange Zeit war(!) ich überzeugter Canon - Kunde und sicher auch Fan: Kameras und Drucker - das Hauptgeschäft der Japaner haben es mir und vielen überzeugten Kunden angetan - es war mir ein leichtes im Chor der Überzeugten mitzujaulen; jeder kennt die Produkte (IXUS) und wenn man "Fan" ist und die tollen Produkte auch noch entsprechende Ergebnisse liefern: Bestens! Da nimmt man gerne mal ein höherpreisiges Produkt in Kauf; da kriegt man einen Gegenwert für - Anschaffung ist das eine, no na net :D, die laufenden Kosten für z.B. Druck sind das andere (soll man das hier groß schreiben?) und Canon nahm sich bei beiden nichts...Hohe Kaufkosten und laufende Kosten (Fix und Variable Kosten, würg). Kritik an den Geräten nahm man (von aussen, wohlgemerkt) zwar wahr, aber man selbst war ja nicht von Fehlern betroffen, also verzeiht man Fehler leichter...alles Montagsprodukte und deren unbeholfene ANwender.Und selbst war man Dienstag bis Sonntag.

Ich war stolzer Besitzer eines Canon IP4600, gekauft wie bei Freunde gesehen, und dann noch die Vorteile...- Im Fotodruck A4 ein Hammer (ich kenne den Vergleich zu HP und da sag ich nur: Schön! das man canon lieben darf), Nachbau - Tinte oleee! Alles kein Problem, bis...eines Tages der Drucker ein Problem (gut gesagt: Problem, haha) mit dem Druckkopf hatte u.z. Fehlercode B200), der kryptisierte, nach Kurzrecherche: Austausch der Tintenpatronen, Druckköpfle reinigen und weiter gehts; Denkste! Alles mehrmals getauscht, Putzen einsetzen, Hände waschen, merken das es tinte ist, alles nochmals von vorne, Ärgern über schmutzige Hände, Neue Patronen geöffnet, usw...nix geht mehr (runter!). Kein Mucks. Da muss ich Dr. Google intensiver bemühen. Komplettrecherche (inkl. Abschwenken und nicht mehr erinnern, was man zuvor gesucht hat) mit langsam steigendem Verdacht (Geplante Obsoleszenz usw... ach ist doch alles quatsch!).

Nach langer Suche das traurige Ergebnis: B200 ist ein bekannter Unbekannter, soll heissen: Wenn B200, dann Druckkopf abgeraucht (warum? tjaaaa...vielleicht Nachbautinte, vielleicht aber geplant, grrr...Counter oje), passiert (zu) häufig (auch häufige Klammersetzungen passieren hier zu häufig), Druckkopf teuerststst, neuer Drucker...für den schlechten Nachgeschmack sorgt der Umstand, dass dies aus heiterem Himmel so nicht ganz passiert, der Zufälle sinds zuviel im Netz.

Meiner kurzen Wut machte Enttäuschung Platz und ich suchte nach Alternativen: HP, Epson, Canon kochen mit demselben trüben Wässerchen, vielleicht (der neue) Brother auch und jetzt zur Kurzrenzi dieses Druckers: Ich bin von dem Drucker überzeugt: nach gut drei Monaten ringe ich mir nun einen Kommentar ab, den ich mir schon ein bisschen gewünscht habe; vor der Canonlastigen Umleitung. Würd eich wieder kaufen, un legt die anderen Firmen und deren Erzeugnisse ienfach um. Aber das hab ich ja damals beim canon auch gesagt.

Freitag, 2. September 2011

Eintausch und Ausborgen

Neue Vertriebswege braucht das Land!

Aber was sag ich denn: Vertrieb? Nicht ganz, vorallem überhaupt nicht im klassischen Sinne des Verkaufs, es ist eher ein vertreiben von altem und Platz machen für Neues: Amazon tauscht jetzt Bücher auch ein (eben nur Bücher, keine Cd´s, o.ä. - das könnte ja noch kommen) und im gegenzug gibts heftig Gutscheincoins für einen Einkauf bei demselbigen...leider hab ich dzt. nicht so viele Bücher, die Amazon mir eintauschen will (scheinen beim Suchen nicht als "Gesucht" auf - kein Produktreffer, was wiederrum meine Sammlung in keinster Weise schmälert), da wäre dann aber noch

Erento - Verleih-Alles - nichtNix (im Asterix-Sprech!), vom Anhänger, über Oldtimer, alles will geshared werden, sollte ich mal bei nächster gelegenheit ausprobieren...die solidarische Gesellschaft organisiert sich, vielleicht will da jemand meine Bücher!

Google besorgts euch: erento, fürs verleihen und den großen Verkäufer kennt eh jeder!

Montag, 7. März 2011

PRO - IC/EC

Das Topprodukt des österreichischen Personenverkehrs, der railjet, gibt mir seit seinem Erscheinen auf den hauptmagistralen Österreichs immer wieder Anlass zum Nachdenken. Mal ist es die spartanische zweite (eigentlich dritte!) Klasse, immer gut gefüllt, ein anderes Mal ist es das Bistro (bald durch ein richtiges Bordrestaurant ersetzt) und das Fehlen zweier Einrichtungen, die ich beim Bahnfahren richtig schätze: es sind dies das 6-er Abteil und die Liegesitzmöglichkeit.

Liegesitz: Ich weiss, dass ich jetzt, heute mit dem Rückentraining beginnen muss, da ich wie „ein Affe“ in den Sitzen rumlümmel. Sei es im Büro, zuhause (was ja nichts anderes ist als ein Bürostuhl), im Auto und auch im Zug. Immer biegt sich mein Kreuz in einer unnatürlichen Haltung - aber eben bequem. Die Verstellmöglichkeiten der Sitze in einem 6-er Abteil streifen von fast aufrecht bis, wenn man zwei Sitze verstellt zu einer idealen Liege- und Notz (Kurz-, Leichtschlaf) - Möglichkeit. Und wenns entspannt zum arbeiten sein soll, so legt man die Füße (unbeschuht) einfach auf den Gegensitz - sehr fein. Das ist zum 4-er Sitz im Grossraum eine andere Welt.

Das 6er - Abteil: Ich vermute, dass eine Umfrage (ohne persönliche Färbung) so in etwa 60/40 für das Abteil ausgehen würde. 60: Es ist der ideale Raum, um mit dem Gegenüber in Interaktion zu treten. Das kann von einfachen Blicken und Bemerken, bis hin zu einem ausgewachsenen Geschichtentausch reichen. Man würde nicht glauben, was ich da schon ertragen erfahren habe. Und ein 6-er unterstützt natürlich diese Redseligkeiten fast ideal. Persönlicher Raum en masse, wenns alleine sein darf und bleibt. Das ist so in einem Großraum so noch nie vorgekommen. Manchmal auch gut so. 40: Der persönliche Raum stellt auch den wesentlichsten Nachteil dar - man kommt den üblen Geschichten Gerüchen nicht aus - auch wenn man nicht will, weil ja alles so nahe liegt und man mit dem Gegenüber immer kommuniziert, Anonymität durch den Grossraum wird sozusagen unbemerkt im Neuprodukt mitbeworben. Ich mag aber den Großraum in den alten Waggons auch nicht. Wirkt schon fast billig.

Das sind zwei Dinge, die ich massiv am railjet vermisse - wenn sie dies auch noch bringen (weil das Produkt eben ständig verbessert wird), bin ich dabei. Da nehm ich das Dreiklassen - System, die Sitzschalen und die Toilettanlagen gerade so in Kauf. Muss ich jawohl, da irgendwann die Fernverkehrsstrecken sicher das Kürzel rj tragen werden. Aber das ist so noch nicht ganz durch. Hierbei ende ich in einer Ecke, in der ich schwer zu finden bin: Bewahr das Alte, pfeif auf das Neue.

Mittwoch, 23. Februar 2011

moto in stereo

moto ist jetzt kurz mono unterwegs; mono weil sein linker Kopfhörer (auch ganz lustig: beim laufsocken anziehen, die als einziges erweitertes Merkmal ein L und ein R eingewebt haben, zieh ich garantiert, wenn ich nicht schau am rechten Füßchen den linken an und umgekehrt, schau ich aber hin so hab ich rechts sofort inner Hand) von einem Moment auf den anderen den Geist aufgab, sein Lichtlein ausblies, die Kalotte nicht mehr bewegt, und mono (ja, das „Stereo“, die Konzi-Location bleibt mir noch immer verwehrt, hab auch gar keine Lust auf this club in KlaFu, und abgehen tuts mir auch nicht!) ist ein Verlust, weil man ja zwei Kanäle (und mit Effekt den magischen Raum, siehe Loudness War vs. Magicstereosound vs. I can see dead dumb people!) fürs Leben braucht(Ha!); unterwegs ist er mehr oder minder eh immer (beim schreiben dieses motion(!) blogs) und kurz, weil ich einer meiner Lieblingsbeschäftigungen sicher gleich darauf ausüben werde: dem schnurteln durch foren, dem auffinden von motopassenden Produkten, dem vergleichen und finden, dem inspirieren lassen, dem spontankauf und zu guter letzt und anfang, eh wieder bei Amazon (play, play, play...mantra...es verblasst die Abneigung vs. amazon, die sind einfach zu gut,hmmm...) land´ - ich bin jetzt sicher(?) drei Jahre mit sehr günstigen, aber WOW-goilen In-Ears (Creative 313!) über Stock und Stein, und ich hab das Gefühl, dass sich die Teile ihre vorzeitige Altersruhe eh schon verdient haben (leider, natürlich hätts mir gfallen, wenns noch drei Jahre runtergerissen hätten); ich seh auch bei diesen Produkten keine geplante Obsoleszenz (Filmtipp auf Arte, Doku über made to break - Produkte anhand der Glühbirne aufgezeigt, Hersteller verknappen die Lebensdauer ihrer Produkte für Umsatz und Profit (no!na!), Wiederkauf (Gezwungen, braucht man leider) und weil sie es können (technisch, zu Ungunsten von Erfindergeist, Technikertum und Umsetzung, von Genialität und vielleicht ökologischen Vorteilen dar nicht zu sprechen), obwohl: mein Überteurer So-nie - In-Ear gab auch genau nach drei Jahren den Geist auf, auch der linke Lauschprügel, ein Schelm(!) Punkt,Punkt,Punkt. Mono(sitz) ist maximal auf einer Vespa geil. Der Rest hat zwei Ohren.

Montag, 29. November 2010

Grrr...

Ich mag Amazon. Nein jetzt wirklich. Superpraktisch, günstig alles ins Haus geliefert - irgendwo gibt's immer was zu sparen, denke ich mir, und die pressen halt auch ordentlich ran, machen Druck, senken die Preise usw…irgendwo bleibt immer jemand auf der Strecke, klaro…Lieferanten, Menge usw…alles ändert sich und wir gehen da mit. Wir wollen nimmer Geiz, wir wollen günstig, und bald auch mit Bio und vokalem (ich wollte totalem schreiben) Fairtrade. Ruhiges Gewissen kostet ein bisschen. Aber noch nix bei Amazon. Ich ärger mich grad - und schreibe da die schlechtesten Texte. (das kostet Nerven)

Amazon startete seinen zweiten Versuch.
30 Artikel aus über 100 zu wahnsinnigen Tiefpreisen darf der geneigte seinen Interessenten respektive Käufer in einem Minifenster erwerben. Heute war es soweit: It´s trendy english - CYBER MONDAY (wtf?) Nach über dreissig Tagen Ankündigung, Abstimmungsprozdere und attraktiven nahendem Erkaufbarem - war klar dass es ohne nicht geht: dem schimpfen, dass mich wieder zurück auf die Siegerstrasse der Niedertracht bringt. Klar auch, dass es ohne Beschiss eben auch nicht geht (was hab ich mir nur gedacht? vergessen!).Dass ich schimpf, um mir Gerechtigkeit zu verschaffen, und Amazon damit verballer, egal, ES sorgt mit einer Superaktion-Aktion für Frust am Montag. Gespannt wie Pfitschipfeil, geblendet ob des nahenden Schnäppchens lug ich mich brav auf die Lauer, knappste von meinen wenigen freien Minuten wichtige Essenszeit ab, um alle 2h an einer der tollen CyberMonday (hat a crap!) - Angebote zu erhaschen, die Amazaon in begrenzter Stückzahl dem Volke zuwarf. Schimpf und Schande mir, dem Gläubigen, dass es am Markt noch zu ergattern gäbe, leicht trunken ob des nahenden Erfolgs - mit Erfahrung, einer Lehre und jenem Antrieb kehrte ich verdrossen dem Marktplatz meinen Rücken, der mich gar unheiter wieder ausspie. Die Ankündigung war ein selten dämlicher Werbeschachzug, dem willfährige Medien nur zu gerne folgten: Gratis gibt's nicht mal den Tod, wobei wir wieder die Weisheitskeule schwingen. Noch dämlicher war es darauf reinzufallen und nicht um im Loch der Schande ganz zu verschwinden, genug der Selbstqual. Ich war in gutem Glauben, ist ja bald Weihnachten. Brav kreuzte ich meine Lieblingsartikel an, wohl wissend, dass dies nur einem einzigen Zweck diente: Interessenabklopfe, und nicht die 30 Hot Produkts auszuwählen. Mitbestimmung ole. Das ist fast so wie Clubsale, die gute Angebote haben, nur nicht in meiner Größe oder und hier analog zu Amazone: Wenn du nicht um Punkt 12:00:00 kaufst sind eben nach 5 Sekunden keine Angebote mehr da, Pech bei einer Auflage von 5, 50, 500 Stück - who knows. Sicher nur Zufall. Um Kurz vor 14 Uhr, geht auf einmal die Seite nimmer, Laden, Laden, Laden, dann auf Produkt, Aktualisieren. Aber da wird nix anders, immer nur derselbe Price. Das Angebot war leider nicht erreichbar. Offer Counts: Super Amazon, ein einziger happy-pepy Käufer irgendwo, wenn überhaupt - 99,9% leere und angefressene Gsichter, wieder mal reingefallen, what Shells? Ich sag euch, Danke, Nein! Kein Kauf ist keine Lösung, und Geld verbrennen ist verboten. Ich vergrabs der Nachwelt, sodass sich diese nach Währungsumstellung grün und blau ärgert. Was für eine Verarsche. Hauptsach, ich kann nicht. Grmmmm.

Freitag, 27. August 2010

Geh her do!

Die Rechnung, bitte - auf Standard (den ich sehr erfolglos zweimal im Probeabo hatte, und sich niemals nicht ein Gefühl eines echten Zeitunglesens einzustellen vermochte, da ist dem A... die Kronen Zeitung doch näher - und jetzt nochmal vom Gedankenstrich weg, der einmal kurz zum innehalten motiviern soll; das echte Lesen funktioniert aber seltsamerweise nur mit dem Standard nicht, weder auf dem Stübchen noch am Morgenfrühstückstisch, die Zeit ist sehr sehr gut, aber schlichtweg zeitlich unpackbar, der Falter zu weit vom Land weg, hab ich was vergessen? Wochenhefte sind auszulassen, wehe einer kommt und will da was von wegen Meinungsmache, da pack ich meine lang gehütete prächtig schmeckende Ohrfeige aus) -> die Kurzrezensio des programmierten Bestsellers gelesen? Nein? Egal, der Autor, ein seit fünf Jahren bloggender Kellner aus N.Y. schrieb seine besten Klamotten endlich in Good-Old-Bookstyle und erzählt darin über sein Sein und Haben. Ob ichs gelesen habe? Nein! Ich bin ja selbst aus dem Fach und erlebe das Live. Die Geschichten können sich so arg nicht unterscheiden, natürlich hat er es mit den wirklich aussergewöhnlichen schrägen Typen zu tun, fasst das alles in jovialen Bestsellersprech. Mit allem drum und dran - LifeNEIDexperience for free, und i-wie gfällt mir das auch. I-wie eben; es gehört einfach mehr gekellnert.

Dienstag, 29. Juni 2010

evidence

again and again

"Spielen macht Menschen klüger"...

Freitag, 21. Mai 2010

Gesammeltes Unwissen

Wahrscheinlich wäre ich früher als Medizinmann herumgeirrt. Mit krudem, manchmal zusammenhanglosen, aber dennoch oft reichhaltigem Wissen hätte ich noch blödere Zeitgenossen natürlich ohne Beschwörungsmaske auf dem Kopf davon zu überzeugen versucht, für mich Beeren mit zu sammeln. In der Zwischenzeit dürfte ich meine Studien vorantreiben, Versuche und Irrtümer sein zu lassen, um die bekannte Menschheit ein gutes Stück im Wettlauf um die Krone der Vormacht bei Früchtesammeltechniken nach vorne zu bringen. Den Bauch hätte ich mir ob der Masse an Früchten halten müssen, manchmal diesen auch vor Lachen, aber satt, dann aber mit Schreckensmaske vor dem Gesicht - den Anschein wahren.
Mit Früher meine ich bevor sich die Menschheit dazu entschlossen hat, die Jahreszeitläufe, damit Erntezeitpunkte und anfallendes Zusatzwissen (Vergärung der überschüssigen Früchte nach ritueller Tötung des forschen Medizinmanns und anschließender Balsamierung durch gewonnenen Alkohol) als Kulturgut aufzuschreiben. Die Sammlung des Universellen auf einem Medium hätte mich (im Überlebensfall), das Medium, zu einer neuen Berufung gezwungen.

Vorstellbar wären als Übergangslösung: Consultant für die angesagtesten Steintafel - Verlagskaschemen, später Geschichte - Schreiber (keine Geschichten, die werden über einen geschrieben) und viel später, schlimmbestenfalls Klinkenputzer, bevorzugt in Einfamilienhäuser - Gegenden gehobenerer Art, mit Bewohnern, denen eine 22-bändige Exklusiv-Ausgabe des aktualisierten Weltalmanchs zur Hebung der eigenen gesellschaftlichen Stellung ganz klar noch fehlt. Wer füllt sich seine Leerstellen im Leben nicht mit dem Spiegel gutbürgerlichen Wissenstands, der spätestens kurz nach dem Ankauf sein Ablaufdatum erreichte? Gefüllt wären auf jeden Fall die Westentaschen des Klinkenputzers, der sich dann die Früchte seiner Arbeit wieder in den Bauch schieben darf, ohne schmerzlicher, ritueller Überführung in andere Wesenszustände, außer durch Vergärtes (dazu: siehe oben)

Scheinbar habens Lexika meinem Leben angetan - seit frühester Kinderlese an begleiten mich (und wahrscheinlich hunderttausend andere „Gschroppn“ auch) diese mal dicken, mal weniger umfangreichen Wälzer, die man aufschlagen kann, wo kind will, immer gibts gleich die Portion anscheinend nutzloses Wissen, interessante Bilder, Zusammenhänge, Welterklärungen und wenn Teilnehmer so will: Telefonjoker en masse. Natürlich sind die Nationalgrenzen kein Schabernack, auch ist es gut zu wissen, wo das limbische System sitzt, aber mit der komplizierten Färbung des Federkleids eine Sumpfdotteramsel hört das Millionenshow-Geldverdienen-Gedankenspiel auch schon wieder auf. Das jeweilige Buch voller Antworten harrt seiner in den eichenholzverbauten Wänden der Familien. Unberührt - höchstens angestaubt und abgestaubt. Fast schon Einrichtungsgegenstände selbst: man ließ sich klassischerweise auf effekthaschenden Messen von stumpfen Saufnasen zum Kauf einer ganzen Reihe Lexika überreden. Wenige Lese-racker (um nicht Ratten zu sagen) lesen die umfangreichen Kulturguttabernakel von A bis Z, die Werke sind wahrscheinlich auch nicht ganz diesem außergewöhnlichen Zweck gewidmet. Ja wer, außer einem kleinen Jungen, irgendwo am Rande einer Provinzstadt führt diese Meterbuch seiner Bestimmung zu, liest das auch wirklich, um sich sein junges unentwickeltes Hirn von Kindesbeinen an schon vollzumüllen. Kein Wunder also, wenn ich heute ausw(ä)endig die unlogische Reihenfolge wechselnder Dollarnoten in den ersten 9 Unionsstaaten zwischen 1844 und 1902 fehlerfrei aufsagen kann, aber mir im Gegensatz nicht einmal die drei wichtigsten Positionen, zumeist Nahrungsmittel für den täglichen Einkauf merken kann. Dem aktuellsten Problem einer Wissensgesellschaft nicht unähnlich: Aufgrund der Fülle an Information müssen wir Filter entwickeln, wichtiges von unwichtiger Information unterscheiden, um nicht hoffnungslos im Meer der Uninformation zu ertrinken (Ungeachtet der Unwichtigkeit von 99% der Information des täglichen Lebens)

Das Lexikon der vergessenen Dinge, der Almanach der Mythologie (nein, nicht Motologie - kommt noch!), die Herrscherhäuser Europas und und und zu guter Letzt und immer wieder, das sehr umfangreiche Jugendlexikon, welches beim Chinesen um die Ecke aufliegt und bei fast jedem Mittagsmahl aufgeblättert wird, nur um sich über den Wissenstand von vor 25 Jahren ein Bild machen zu können - immer und überall, Listen, Abbildungen, Vergleiche, Tiefgehendes. Die Lexika unseres modernen Tuns unterscheiden sich in Farbe, Aussehen und Geschmack natürlich den vollkommen geleckten Buchrücken der 22-Bändigen Monster in den Regalen unserer Verwandten und Bekannten. Die Artikel nicht. Den Höhepunkt der privaten Sammlung bildet aber unbestritten die Fragebox von Trivial Pursuit, jener bekannte und gesellschaftliche Zeitvertreib mit mir spielen keinen Sinn mehr macht - andere haben die Titelsongs ihrer Teenie - helden auswendig gelernt, ich versuchte auf so ziemlich jede gestellte Frage, eine Antwort zum richtigen Zeitpunkt parat zu haben. Neugier war meine Triebfeder, die Enzyklopädie das Mittel zum Zweck einer Befriedigung, die heute noch nicht erfüllt ist. Wikipedia ist für ein Kind der späten Siebzieger nur eine trostlose Sammlung von Artikeln, zusammenhanglos schwimme ich mal da, mal dort in den Wissenstümpeln, entdecke weiße Flecken und schüttel jedesmal den Kopf, wieviel wir sammeln, und wie wenig mir das in dieser Form (heute?) gibt. Wiki ist wichtig. Zitieren würde ich keine Brockhaus mehr. Ach ja, Wikpedia auch nicht (mehr).

Mit der unseligen Gabe eines lexikalischen Wissensaufbaus ausgestattet, fülle ich offene Läden meiner grauen Hohlwelt durch die Masse an Notwendigem, um bei Bedarf den roten Knopf, wenn auch nur vorgestellt schneller als alle Anderen drücken zu können - dass diese Schubläden miteinander selten in Verbindung treten, d.h. das Wissen im Oberstübchen nur punktuell vorhanden ist und ich spätestens beim Thema Hausverstand nur zum Mittelmaß gehöre, ärgert mich nicht. Vielmehr stört, das sich da Hirn und Verstand, Wissen mit Intellekt einen Schlagabtausch auf Kosten meiner Kapazität machen, irgendwer oder -was zieht den Kürzeren. Die Folge ist ein herrlich verklärter Gesichtsausdruck, der das Gegenüber zum Schmunzeln einlädt. Ich lächle meist ob der dargereichten Pracht zurück. Es geht doch nichts über das Unwissen. In einer Form die ungeachtet des Wissensstands jeder versteht: Blödschau. Wird sicher einmal eine Antwort in einer der wichtigsten Enzyklopädien der zukünftigen Welt. Ganz bestimmt. Denn ich weiss es jetzt schon.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Ver-Lust

Im Schnitt werden so an die 5 Bikes pro Monat in Österreich gestohlen (klingt härter als geklaut!) – nehme ich an, anhand der Suchinfos auf dem größten österreichischen Moto-Portal (das auch angenommen) – wie groß der Rücklauf, also entwendetes zu wieder im Besitz befindliches Bike ist, kann ich wieder nur annehmen = 0. Ohne offizielle Kriminalstatistiken gewälzt zu haben.*
Wenn ich mir die Liste näher anschau, stelle ich mir eine große Anzahl an Fragen. Fakt ist, dass das nicht nur Bikes ohne hohem Wiedererkennungswert sind, d.h. da hilft nicht nur eine Dose Lack und schon erstrahlt der Neuerwerb im Superdupernuovo - Look.
Da sind Bikes dabei, die so niemals wieder gefahren werden dürften, also in einem Wohnzimmer stehen werden, weil sie so bekannt sind und ihr ehemaliger Besitzer sicher keine Mühen scheut, das Ding auf allen Märkten und Treffen zu suchen. Natürlich kenne ich verifizierte Storys vom Diebstahl aus der abgesperrten Garage, aber das muß (muss) zielgerichtet sein – und dann finde mal einen Abnehmer in Rumänien für ein 10000€ Bike.
Das geliebte Zweirad am abgestellten Platz nicht wieder zu sehen, löst bei mir jetzt schon schwere Auszucker des linken Auges aus – wenn ich den erwische, dem (Ihr?) hacke ich mehr als nur die Hände ab. Aber ich bremse mich schon ein, es ist ja noch nichts passiert. Also muss es der pöse Teilemarkt sein, für den da heftigst Angstschweiss ausgeschüttet wird - „Brauchst an Blinker?“ - Antwort: „5 Minuten Angst!“, oder auch beliebt: Verkaufe Havarie (Ringgerät, Unfall) in Teilen, da kann man sich dann den sehr günstigen Tank auf den Rahmen schnallen und sich übers Schnäppchen freuen. Für die Eisenschmelze was zu klauen, bleibt den unguten Zeitgenossen über, auch ein Klischee will bedient werden: Der Osten war es.

Genauer bitte - Nein! Muss man nicht, es reichen Zuschreibungen anVölker für Verbrechen aller Art. Den Verlust zu verschmerzen; da hilft Zeit und eine gute Versicherung - den ideellen Wert dabei zu ersetzen, manchmal unbezahlbar. Schön, wenn da mal wieder was gefunden wird, was man "verloren" hat. Vielleicht auch noch in dem Zustand, in dem es sich befunden hat. Vielleicht auch in besserem. Man darf ja noch hoffen - auf Diebe mit Sinn für Stil.

* Österreich. Zahlen. Daten. Fakten

Dienstag, 30. März 2010

Die Stille nach dem Schuss

Sehr selten kommen zwei Umstände zueinander: Jene Entspanntheit, die es braucht, zuhause in einen nicht allzu anspruchsvollen Film eintauchen zu können und den richtigen Fernsehsender (hier abgesehen von den hunderten vor der Kiste verbrachten Stunden, Videospieler oder DVD-Player bedienend). Richtig kann es ein Sender machen, einem Spielfilm jenen Platz zuzuerkennen, den er verdient. Ich erwarte mir als Seher (und ja jetzt gibt’s ORF-Bashing!) eine ordentliche Ankündigung, mit Beschreibung und einigen Szenen, etwa eine Woche davor einmal, und als letztes Mal kurz vor dem Beginn, damit ich, falls notwendig oder einfach so mal dispioneren kann, dann unterbrechungsfreie Wiedergabe des Inhalts.

Einer der schönsten Momente eines Films ist der kurze Moment wenn nach der letzten Szene die Effekte, Musik, usw. verklingt, das Bild schwarz wird, der Schlußsong eingespielt wird und es beginnen die Namen der Schauspieler und allerlei Info über den Schirm abzulaufen (zumeist auch mit was coloriert wurde!) – eine Wohltat ist das - nicht sofort aus dem Film gerissen zu werden, etwas sinnieren zu dürfen. Es ist nicht nur die Verlängerung des Films, es gehört zum Film, ein wichtiger Bestandteil. Erst als Genussseher wird einem bewußt, wie zerstückelt Filme auf den Privaten werden, wie unzusammenhängend sie sich für ein aufgeregtes, freilich zappendes Publikum darbieten, der Werbekeule gebeugt. Aber was hier beschnitten wird, ist der eigentliche Film - ich werde als Seher des Platzes beraubt; seinen Gefühlen wieder Herr zu werden, mich zurückkommen zu lassen o.ä.

What a pitty, daß der Staatsfunk jene Unart übernommen hat, nach jedem Schaustück sofort mit ihrem Teaser darüber zublenden, die Werbung sehr laut abzufahren oder mit schriller Stimme auf das nächste Highlight hinzuweisen. Oft werde ich von der Versuchung verfolgt, zu glauben, daß die staatliche Fernsehanstalt wirklich einen Auftrag von irgendwem für diese Programm erhält – eher, so vermute ich schlechtdenkend, ist es eine Art Würfelspiel, wobei der Sender und auch der Zuseher ständig verlieren. Somit entspricht der ORF eh dem oben postulierten Maß der gezeigten Filme und erfährt eine rasante Talfahrt ohne gleichen. Die wenige Fernsehzeit, die es lohnt, läßt man dann auch fahren – Danke für nichts.

Donnerstag, 25. März 2010

Alles hat seinen Preis

Wer das Vergnügen hat, morgens auf dem Weg zum Arbeitsamt, in die Arbeit oder auch zur Schule (Studenten sind frühmorgens eine rare Spezies, und wenn, dann eher in die andere Richtung unterwegs) an Bahnhöfen öffentliche Verkehrsmittel in Anspruch zu nehmen (ja, auch U-Bahnbahnhöfe!) sieht sie an fast jeder Ecke rumlungern, zumeist häßlich bunt und Signalfarbenfroh schreien sie einen an: Die Zeitungsboxen diverser Gratisblätter mit ihren „Nimm mich“ – Appelativen.

Und wie ich meine Mitmenschen gehorsamst zugreifen sehe – niemals lächelnd oder verachtend – einfach nur froh, diesen Blättern nicht erlegen zu sein.

Infotainment und Boulevard in hässlicher Verknüpfung, Häppchenweise zugespamt von kleiner, leichter Information, die zerlegt und aufbereitet, vorgekaut die Zeit verkürzt. Ich entferne mich schon von Information, die mir die Tageszeitungen liefern, habe mein Abo runtergeschraubt, weil ich den Glauben an Qualitätsjournalismus (Danke an dieser Stelle an Antonia Gössinger) irgendwann abgegeben habe. Zeitschriften füllen das kleine Loch bestens, und Onlinenachrichten hab ich aktuell und mit den unterhaltsamen Kommentaren auf Abruf. Mit Player in den Ohren starre ich meistens in die Luft, als Heute oder Österreich zu lesen. Gratis sind diese Zeitungen nicht. Es kostet, sie nicht zu lesen.

Donnerstag, 11. März 2010

es war eine zeit

Als ich aufwuchs, war der 125er Boom leider schon wieder am abflauen und strenge Gesetze regelten den Zugriff auf die so ziemlich schärfsten Zweiräder für die Ab Sechzehnjährigen. Mit Sehnsucht denke ich an die glory Days, die heute nur noch in den Köpfen der Mittvierzieger vorherrschen. Kreidler vs. Puch Monza vs. Sachs, Gefechte unter 10PS - alles damals lebensentscheidend, wenn nicht gar der, wenn auch kurzfristige Sieg im kleinen Universum. Die schnellsten Renner liefen über 125 Km/h, so erzählt man sich bierschwanger und in Feierlaune. Heute kaufts mit Ducatis schärfsten Teilen 150PS und mehr, aber irgendwie hab ich nicht mal ein ähnlich aufgeregtes Gefühl, es ist eher ein Abholen einer Bestellung als die Erfüllung einer lang gehegten Sehnsucht.

Ich bin eine jener Generationen, die für den Puch-Höhepunkt zu jung, für Derbis Senda aber zu alt war, unbefriedigt zwischen den Mopedstühlen sitzengeblieben - da hab ich sicher ein Leben lang was nachzuholen. Ganz schnell (zu früh?!) wurde der „Kleinmotorrad-Schein“ wieder verboten, ich weiß bis heute nicht, ob es wirtschaftliche Gründe gab oder viele Unfälle; ich seh heute wenige Mittvierzieger am Stock gehen, Schlimmeres nicht ausgeschlossen.

Wer heute einen der unverbauten Mopetten seine Eigen nennen kann, sei stolz und trage dies mit Würde - geschraubt wurde gar oft und das nicht immer mit dem benötigten Hintergrund. Jugend - Werkstätten üben bis heute eine riesige Faszination aus - eine Welt des verbrannten Benzins, den Schmiergerüchen und dem Fett auf den Händen, immer schmutzig, irgendwie auch berauschend; eine Welt, die noch so klein, jedem seinen Platz ermöglichte. Ich wollte so sehr dazu gehören, so fest hab ich geträumt, zu schrauben, feilen, meine eigene Maschin´anzukicken. Dauernde Benzingespräche von längeren Übersetzungen und polierten Ansaugstücken. Sechs Gänge, langgezogener Tank und am besten gleich die JPS - John Player Special Edition von Puch. Heute muss ich schmunzeln, als ich mich so tief eingelesen hab, - damals halt, hab ich ein wichtiges Detail einfach mal so übersehen: der Schriftzug lautet(e) niemals JPS, sondern einfach SDP - aber zum verwechseln ähnlich den damaligen, sehr beliebten JPS Formel 1 Rennern nachempfunden... (SDP: Special Design Puch, ich kanns heute noch immer nicht so recht glauben - dafür hab ich sogar eine Zeitlang, die meiste Zeit sogar, John Player geraucht, heute noch hat diese Marke bei mir was gut, einfach so...)

Vor Wels steht ein der Bahn sehr nahes Lager, mit großen Lettern und einem riesigen Puch - Zeichen, ein damaliges Zentrallager wird damit ausgewiesen. Sogar die Aussenfarbe des Gebäudes wurde im Corporate Design der zu tiefst österreichischen Marke verziert, so glaube ich darin zu lesen. Jedesmal, und das sei mir hier verziehen, ja, jedesmal rauschts bei mir im Kopf beim Vorbeifahren so dermaßen Bilder durch den Kopf über eine längst vergangene aber nicht vergessene Zeit. Und irgendwie freut mich der Gedanke, wenn ich mir einen Mann vorstelle, der hinter dem Tresen meine noch zu verbauenden Teile hervorholt und wissend lächelt. Eine geteilte Begeisterung ist schon faszinierend. Lächelnd nicke ich ab und schau das ich so schnell wie möglich in die Werkstatt komm: zum schrauben...

Freitag, 5. Februar 2010

Es lohnt sich immer

An Objektivität wird es dem Internet wohl immer mangeln. Es ist zu bezweifeln, daß es auch nur ein Portal schafft, den Eindruck von annähernd guter (nicht vollkommener, denn das wäre Schwachsinnsglaube!) Seriosität zu vermitteln. Es bleibt einem bei all dem (Un-) Glauben nach einer Enttäuschung eben der bittere Nachgeschmack, etwas Getürktem aufgesessen zu sein. Wenn man zur Registrierung nicht mehr benötigt als eine gültige Emailadresse, so wird findigen Marketingmachern (Stichwort: Virales Marketing) oder unterbezahlten Promotern Tür und Tor zur „Wir-biegen-proaktiv-eine-Bewertung“-Welt geöffnet. Was bleibt einem übrig im Unbehagen?

Die Möglichkeit, online gekaufte Artikel zurückzusenden, mit voller Kostendeckung, bereitet oft mehr Mühe als das Ding einfach zu behalten; schlimmer wird’s bei Erfahrungsgütern (Medien, Flugreise, Hotel, u.a.), die eine Kritik erst im Nachhinein zulassen. Ist der scheinbar unvermeidliche Horrortrip Ha!) überstanden, darf es an der Kraftaufbringung für Feedback-Brief, Onlineposting sonder Zahl und der nötigen Mundpropaganda nicht fehlen. Aber was hilft das Nachschlagsgezeter einem, wenn anderen der einsame Rufer in der Wüste so was von egal ist – es bleibt ja eine Meinung von vielen unobjektiven. Wie macht man es richtig?

Die Kommentare „richtig“ zu lesen (d.h. die negativen und positiven für sich einzuordnen, was ist wichtig, mit was kann ich leben) ist ein praktikabler Ansatz, es bleibt jedoch die Ungewissheit, ob der Echtheit – wobei man heute getrost Zweifeln darf. Á la Big-Musik-Buisness ist der Ankauf der eigenen CD´s für die Hitparadenerstürmung so sehr einfach auf so Vieles umzulegen. Im Gegenzug dazu darf Qualität halt auch belohnt werden. Und dabei setzt sich durch, wer an Beharrlichkeit festhält: Die fünf Minuten für einen Zweizeiler und einer Benotung habe ich oft (auch wenn das gerade an Infowert zu wünschen übrig läßt!), dazu gönne ich mir oft mehr als die unzureichende Dialaktik: gut/schlecht; gefallen/nicht, und setze „weils“ … Gliedsatzkonstruktionen, um anderen genau das zu vermitteln: weil niemals Objektivität zu erreichen ist, aber ein genaueres Bild, eine konkrete Information, das kleine, feine Detail (im Yokto(1)-Bereich)an Information die zuvor gefehlt hat, die eigene Vorstellung ungemein bereichern kann.

(1) Yokto, lat. Okto = acht ((10−3)8 = 10−24 = 0,000.000.000.000.000.000.000.001 = ein Quadrillionstel

Sonntag, 24. Januar 2010

Schuhbidu

Über Marktsituationen im Allgemeinen und im Speziellen, das „unkaufbare Angebot“, wurden an dieser Stelle schon etliche Krokodilstränen vergossen (vielleicht gibt’s mal von geeigneter Stelle, betriebswirtschaftliche Nachhilfe) – ein aktuelles Beispiel drängt doch sehr stark zur Darstellung: Schuhkauf für Männer ist der eigenartigen Meinung unterlegen, dass das Ganze mit Frauen und einer sehr belastenden Situation gemein hat, in der irrigen Annahme, der eigene Erwerb passiere in etwa wie das Service eines Burgers bei Mc: Bestellen, Bekommen – und paaast. Ist aber nicht so. Es hat eher etwas mit dem Suchen und finden ganz seltener Edelmetalle zu tun, die sich so lange versteckt halten, bis man verzweifelt den Kalk von den Wänden nagt bzw. bereits das erste mal nach Regenguss bemerkt, wie undicht Schuhe wirklich werden können. Verdammt sehr nämlich. Dann sucht man den nächstbesten Dealer auf, Kette hin oder her und bemerkt, dass sie alle unter einer Decke stecken, mit dem großen bösen Vertriebswolf. Dieser heult zweimal im Jahr zum Schuhwechsel, dann kommen alle Schuhkettenschäfchen angewölkt, wählen aus und danach gehts ans muntere Reibachmachen.

Dabei auf der Strecke bleibt das seltenste aller glänzenden Metalle: die Auswahl. Geh ich zum Stie…., oder Hu… oder… ich erblicke die gleichen Marken, zu gleichen Preisen in der selben Auswahl. Individualität? Fehlanzeige (jaja, erstens braucht man das nicht, und kaum ist es ausgesprochen, so wird sich ein Schuh meiner Träume einstellen, also hex-hex), wer jetzt Ge-OCHS oder Yello schreit wird mit 1-minütiger Lesepause bestraft.

Schuh - Kontaktanzeige (und Wunsch ans Universum): Ich sehe mich als potentieller Schuhkäufer unterversorgt! Bin nicht bereit mehr als €150 auszugeben (ausser Zweiradstiefeln, die jedoch schon reichlichst vorhanden sind, siehe Laufschuhe!) Ich zahle gut, bin leider sehr wählerisch – lasse mich aber leicht begeistern und wäre aufgeschlossen genug, Experimente zu wagen. Immer zu haben bin ich für Modelle, die den Begriffen „klassisch“, „elegant“, „praktisch“ und „wertvoll“ sehr nahe kommen. Gefallen würde mir ein edler Fly, der Linie aus frühen 0-er Jahren (London) - natürlich günstig (wenn überhaupt greifbar).

Was mir leider auch immer seltener passiert, ist, das ich an anderen Füßen Schuhwerk finde, dass mich begeistert und ich dem Besitzer entgeistert Informationen zu denselben zu entlocken versuche. Der nicht selten miesepetrig den Grund der Frage nicht versteht. Wenn man dem dann von irgendwelcher Suche nach Metallen kommt, kann es leicht passieren, das bewunderte Objekt in tieferliegenden Körperregionen wiederzufinden. Nur nicht an den Füßen. Mann hat´s nicht leicht...

Montag, 11. Januar 2010

mehr realität nennt man leben

Dilbert for the Office - Erlebnisse aus dem wahren Leben!

Das Buch, für Freaks und jene die unter Freaks zu leiden haben...

Anhand von eigenen Erlebnissen, Berichten von Lesern und Leuten, denen es ähnlich ergangen ist und den sicher bekannten Comics, schildert der Autor die besten Strategien für Schreibtischtäter, Möchtegernführungskräfte und machtbesessenen Schweinerockern im Nadelstreif. Wenn man nicht wenigstens einmal in einem vergleichbaren, oft von dem Autor beschriebenen Arbeitsplatz gearbeitet hat, wird man zwar manches nicht ganz verstehen und ungläubig den Kopf schütteln, amüsiert zwar, aber doch mit einem "das gibts doch nicht wirklich" im Hinterkopf. Als "Glücklicher", der das Vergnügen schon genießen durfte, sitzt man grinsend vor dem Buch, hebt die Schultern, sagt sich "ja, genau und nicht anders", zuckt kurz und weiß, dass wenn man den einzelnen Fall jemandem erklärt, einem eh nicht geglaubt wird, also was solls - einmal schulternzucken...eine Empfehlung für Genießer und die anderen, Unglücklichen. Dilbert hat einfach recht. Muss ich gleich nochmal lesen