Dienstag, 15. September 2009

Afterburner

Nicht seit meinem Erstkontakt bin ich Apple-Fan. Dafür hat es schon einige Anläufe gebraucht. Auch bin ich kein blinder Jünger oder nur kritischer MS vs. Apple-Basher. Warum ich kein Fan früherer Stunden wurde, kann ich heute noch genau sagen - da war kein Nutzen für mich erkennbar. Der iPod stellte sich etwas früher ein (niemals schade um die CD´s!) und /aber erst seit Intel Einzug in die Computerperipherie fand, wurden diese für mich interessant (nicht der Chips wegen, sondern weil die Produkte und ich plötzlich so viel Übereinstimmung hatten - Wlan, Speed, Kompatibiltät usw. an Board und ich brauchte das Geld denn ganz zufällig konnte ich mit meiner neuen Liebe auch noch meinen Lebensunterhalt verdienen, aber das steht heute auf einem anderen Blatt. Ich war und bin noch immer infiziert mit jenem Glücksvirus, dass ich gerne weitergebe - denn immer wenn ich meine elektronischen Devices oben besungenen Herstellers nutze, weiss ich warum.

Und wie man sich schon denken kann, stehe diese Zeilen für die erste kleine Enttäuschung. Für viele Fehler fand ich Ausreden, manches Maleur war einfach nicht zu ändern, mal ging der Lifecircle rapid zu Ende, mal wars fehlbedient (ad Produktfehler!). Doch und das bleibt zu betonen, überwog der Vorteil, das Glücklichsein und die Zufriedenheit überstrahlte ein ums andere Mal die kleinen tiefschwarzen Punkte. Jetzt stehe ich vor einem größerem Problem: Meine Überzeugung stirbt ein bisschen mit meiner neuesten Erwerbung in Form eines tragbaren Computers mit - mein mittlerweile drittes Gerät einer einzigen Serie (Unbelehrbar! aber fast immer zufrieden) lässt mich zweifeln. Von den Standardfehlern abgesehen, die garantieaustauschbedingten Hardwareschwächen genehmigt und treuer Anwender und Lobhudler, fleissigst Forumlesend, wissend, wie es um die eigene Serie steht, habe ich ein Montagsmodell (anders gesagt: lahme Ente) erwischt. Mist! Die Festplatte klackert billigst, der Speed fehlt, die Akkulaufzeit entfernt sich jeden Tag mehr von der Versprechung. Dazu war das neue Betriebssystem in keiner Umverpackung lose in einem Brief angekommen und zickt. Sonst alles Pille-Palle, as ever.

Zudem fehlen mir ganz allgemein einfach neue Produkte, die meinen Elektronikhunger befriedigen können. Nach dem letzten „One more thing“ musste ich lachen - viel Zeit verging zwischen meinem Erstkontakt und ich würde mir die gleichen Produkte wie damals wieder kaufen, und das nicht nur, weil es diese noch gibt. Es sind nach wie vor tolle Produkte, keine Frage und sollte ich mich entscheiden, ich (müsste) würde wieder zugreifen. Ich kann mit den Fehlern leben. Enttäuscht bin ich nach diesen Jahren nicht nur weil ich mich auch ein bisschen selbst täusche. Fan-sein ist nicht leicht.

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