Montag, 8. März 2010

sicher wie der tod und die ...

Glücklich, wer einen Lohnsteuerausgleich machen kann/darf/soll - wer an die dreißig Lenze zählt und bis heute noch nie mit den sogenannten Steuerausgleichen zu tun hatte, ist ein armer Wicht, soll schleunigst seinen Internetanschluss kündigen und den Computer der Reststoffverwertung zuführen. Zu bezweifeln bleibt, dass wenn Steuerrechtliches unbekannt, analog dazu: Reststoffverwertung bekannt.

Der Lockruf: Geld! mag ja als Antrieb nur kurzzeitig motivieren, jedoch springt auch der unbeleckteste Bauer mit der Aussicht auf Selbiges über seinen Schatten - nur ist das Formular mit Ausfüllhülfe und vielen Einflüsterern ein schier unerschöpfliches Eselchen das Gold spuckt, solange mann weiß, wo ziehen. Und um genau diese Ziehen handelt es sich: Was kann ich denn alles in meiner ach so speziellen Situation ohne teurer Steuerberatung alles so zurückfordern, von den einbezahlten „Nätsch“ soll so viel zurückfließen, dass man glaubt, man bekommts geschenkt.

Irgendwo trifft man sich mit den Ansprüchen und dann sich selbst in der Mitte, probiert Unmögliches und strahlt am Ende über den ausbezahlten Betrag mit so einer Freude, dass es das Gegenüber im Äuglein gar so blitzelt. Der ganzen Welt will man sich mitteilen, wie einen die Finanz begütert und betucht - und das gar, einer Volkswaise nach, die letzten Fünf Jahre zurück. Nur machen muss mans selbst - damit man das bekommt, was einem ja eh zusteht. Und armen Wichten lässt man halt ihren Internetanschluß samt Rechenknecht. Da kann man dann schön das Formular online ausfüllen.

Mittwoch, 17. Februar 2010

wenn Studien belegen

Studien belegen, dass von einem gelesenem Buch (ohne außerordentliche Nachbereitung) nach einer Woche 50 Prozent des Inhalts verfügbar, nach 4 (in Worten: vier) Wochen 10% vorhanden sind und ein paar wenige Fragmente nach Verstreichen von 6 Monaten übrig bleiben – es werden aber nie weniger, d.h. man erinnert sich bestimmter Personen, Abläufe, Kniffe oder Situationen, die ein Wiederlesvergnügen stark beeinträchtigen oder im umgekehrten Fall, das Vergnügen bereiten, bekannte Räume ausgestaltet zu bekommen; ganz wie es dem Leser beliebt oder die Qualität des Buches zu bieten vermag. Die Nachbereitung ist aber nicht, wie man jetzt allgemein annehmen könnte, sooo entscheidend d.h. sie hebt die Prozentpunkte zwar nach oben, vergessen tun wir aber so oder so – wir verlängern natürlich die Memorabilität des Werks und ja, es bleibt mehr erhalten, wir verschieben (kein Aufheben!) das Vergessen nach hinten.

Das Bücher eine der obersten Prioritäten in meinem Leben einnehmen, steht außer Zweifel, daher ist es nicht weiter verwunderlich, jedoch erfreulich wenn ich so ziemlich überall, über sie, durch sie und mit ihnen durchstolper. Nicht nur sie begleiten mich z.B. auf langen hellen Zugfahrten oder durch dunkle Tunnel, ich suche und meistens finde sie an unterschiedlichsten Plätzen. Magisch zieht es mich an die Orte größerer Ansammlungen der lebensbegleitenden Werke, im Volksmund oft Bibliothek oder salopp Bücherei genannt. Wohliges Vergnügen bereiten mir die Auswahl der Bücher im Netz, mit der Möglichkeit des Vergleichs durch Leserbewertungen, das Vorbestellen, das Abholen, das lesen, vielleicht drüber was schreiben (auch Nachbereitung); ins Leben und den Sprachduktus einzubauen oder auch das alles abzuschütteln und die Theorie an der Praxis abzuschleifen.

Liegt eine Bibliothek nicht in meinem direkten Umfeld ist sie für mich wertlos, weil ich oft den Umweg scheue, und im Vorbeigehen spontan was mitnehmen will – meine Freude über die Nähe, damit Erreichbarkeit und gute Ausstattung einer sehr großen Bibliothek in meiner Wahlstadt kann ich nur schwer verbergen. Von dem System Bibliothek (Auswahl, Kosten, Teilbarkeit, Systemischem, Quererweise usw.) an sich schon sehr begeistert, kann ich nur schwerlich Negatives berichten. Der Schönheitsfehler in lesbarer und meta-textueller Hinsicht ist: angekritzelte Seiten. Natürlich lese ich Bücher, die Unterstreichungen oder Rufzeichen über ganze Seiten beinhalten, trotzdem, ich verurteile die Personen, die meinen, ihnen Wichtiges in öffentlichen Gebinden hervorheben zu müssen. Wen ich einmal dabei erwische, mit einem Bleistift in der Hand offensichtlich öffentliche Bücher voll zukritzeln, darf mit einer Gnackwatschn´ schwerster Güte rechnen, auf das es nur so klatscht.

Eine mir einmal nahestehende Person hat mit vollster Überzeugung zu erklären versucht, warum das benötigt wird und auch damit gerechtfertigt, nach Beendigung des Studiums alles auszuradieren. Ich habe mich auf die Fersen geheftet, jedoch nie bei einem nochmaligem Lesen der wichtigen Stellen erblicken können, auch durfte ich nie bei einer Ausradierung zusehen oder wegsehen. Damals war ich für die Gnackwatschn´ einfach nicht mutig genug. Körperliche Strafen reichen bei Verwendung eines Kugelschreibers oder Textmarkers! nicht aus – bei gläubigen Christen könnte man die Aufnahme ins Himmelreich verweigern, den Muslims die Jungfrauen wegbrzzzn. Shame on you, kaufts euch doch eure „Malbücher“ selbst! So wird doch auch nicht mehr gemerkt, belegen die Studien. Durch Schläge auf den Hinterkopf vielleicht.

conquerer spielen

command & conquer kennt sicher ein jeder...

ich spielte es nicht, vielleicht in zukunft, denn...

drei Teile sind for free, Daumen hoch!

Samstag, 13. Februar 2010

mot-art

nice trip to the fairground

Freitag, 12. Februar 2010

weather is gettin´better

Eines der Phänomene zwischenmenschlicher Kommunikation sind die ständigen Tageszeitzurufe und die zuweilen kurze Abhandlung über die bestehenden Verhältnisse von Luftdruck, Temperatur, Feuchtigkeit und den daraus ableitbaren zukünftigen Unternehmungen. Es vergeht dabei sicher keine längere Zeitperiode, an dem das Wetter für die Diskutanten einen niederen Rang im Gespräch einnimmt, eher noch werden Komparative und Superlative gerne in die durchschnittlich feuchte Luft geworfen. Auch, und das gehört angesichts der österreichischen (und/oder regionalen) Politik besonders betont, ist man schrecklich vergeßlich - für Veränderungen, die über einen längeren Zeitraum zu beobachten wären.

Wir leben halt in den Tag hinein, punktuelle Befindlichkeiten – in diesem Zeitpunkt – mit Blick aus dem Fenster. Und ohne je einmal einen lächerlich relativierenden Statistikkurs genossen zu haben, muß man gegenüber jeder einer solchen Grafik kritisch gegenüberstehen. Wir schauen nicht zurück - nichts ist so uninteressant wie die Zeitung und das Wetter von Gestern, daher schon wäre die Verwendung von Superlativen in dem Zusammenhang unberechtigt. Es wird populär – kulturelles Wissen benötigt, will man den Begriff „Snowmargeddon“ verstehen, dessen reale Bedeutung zum täglich Brot für die Amerikaner der Ostküste gehört. Das ist keine angekündigte Katastrophe, die dann nicht stattfindet, auch ist das keine Umgangssprache mehr: Der Winter hat uns mit seinen eisig-grauenvollen Fingern fest im Griff (bitte mit Handbewegung aussprechen), oder auch: Katastrofe! Beliebt sind auch: So ein sch*** Wetter, nicht zu vergessen, der Klassiker: Jetzt (schneit, scheints, regnets,…) schon wieder!

Aber zurück. So leicht wie ein berühmter Possenschreiber (Max G.) darf man es sich dann aber auch nicht machen, der durch den Blick aus dem Fenster urteilte, wie das Wetter denn nun sei – die Meterologie (=Lesen aus der Glaskugel, Beeinflussung durch Beschießen von trächtigen Wolken mit Silberiodid und Tesla´s ELF-Wellen der Russen, aber pssst!) hat ihre Daseinsberechtigung, wie auch das Grüßen. Ein weiteres (meist männliches) Phänomen sind die Wetterfeen; grüß Gott.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Kaufrichtlinien

Wer am Tag des Markterscheinens ein Produkt kauft, hat entweder Glück, einen Hang zum Masochismus, unbegrenzte Geldvorräte oder sieht sich als „Early Adopter“ (First Buyer, ha) und spielt mit dem Gedanken als einziger Besitzer jenes Dings in die Geschichte einzugehen (auch wenn diese Geschichte vielleicht nicht zu schreiben lohnt) – bei vielen technischen Dingerchens gehört es zum gesunden Menschenverstand, bei einem völlig neuen Produkt und zugleich nicht lebensnotwendigens Habenmüssens einige Milliarden Verbindungen H20 die Drava (Donau) hinunter fließen zu lassen; etwaige erste Patches, Rückholungen und Kinderkrankheiten verfolgend, jedoch nicht selbst erleben müssend.

Die zweite Generation ist ja dann auch viel ausgereifter: Getestet und für (einen selbst) gut befunden (wer kauft bewußt was wirklich Schlechtes?). Beispiele gefällig? Apple (Microsofts Sicherheitslücken!, Konsolenhersteller…) wirft was ganz Neues auf den Markt und man ist gefordert, Hand (Zeit, Mühe, Kraftstoff) anzulegen, der Kundendienst wird’s danach richten; Videospielehersteller(PC) benutzen die Spieler in den ersten Wochen und Monaten als Betatester, touche. Zusätzlicher Nachteil des ganz, ganz Neuen: Es kostet Geld, viel Geld. Wer in die neueste Technologie „investiert“, darf in „ganz neue“ Preisdimensionen vorstoßen. Kann sich noch jemand an das Geldabdrücken der ersten CD-Brenner erinnern? Ähnliches Niveau dzt. BluRay-Player, auch neueste Fernsehtechnologie. Deppensteuer, kurz gesagt.

-> Wo findet sich der geneigte Leser im Kaufrausch?

Ich bin ein... (Zutreffendes als Lebenskonzept übernehmen,
viell. Markierung aan der Kaufhand überlegen)

  1. Early Adopter, First Buyer: Die Helden des kurzen Moments; feiern oder auszubuhen. Die wenigen, die schon nach kurzer Zeit verstehen, wie großartig / bescheuert die Neuwerwerbung des Gegenübers ist, werden mit Achtung / Verachtung den stolzen Besitzer belohnen.
  2. Zeitsynchronist: Sie leben mit der Zeit und dem beruhigenden Gefühl, früh genug auf den Trendzug aufgesprungen zu sein; erfreut man sich des schönen Tages, unbelästigt von den Leidenden, die am Strassenrand mit ihrem (siehe Punkt 1) Porsche eine Panne haben. Nicht ganz cool, aber auf der sicheren Seite, siegesgewiß jenen Moment heran nahen sehen, der einen selbst von der zu ignorierenden Menge an Dodeln der nächstfolgenden Generation unterscheidet
  3. Leider, Leider: Zu spät gekommen, sehr arterwandt mit den Ewiggestrigen sind wie der Name schon sagt, nicht in der Lage mit den Entwicklungen Schritt zuhalten. Auch wenn es einer genaueren Differenzierung bedürfte, sollte man dieser Gruppe möglichst nicht angehören. Jedoch, jeder wird einmal Mitglied. Die Zeit schupft einen in diese uncoole Massenkaste, kleiner Lichtblick und Mini-Chance: Es gibt die Möglichkeit zu den Ein-Prozentern zu gehören (die zwar zahlenmäßig 99% der gesamten Gruppe ausmachen, aber egal – es geht ja um die Einstellung) – einfach gekauft und glücklich; (scheinbar) unabhängig des Produktzyklus´.
  4. Gegen den Stromschwimmer: (Vielleicht glücklich unwissend) verweigern sie sich dem Trend, dem InStyle, dem Angesagten, dem des Habenden (sind aber auch kein Sein, weil sie ja kaufen!), völlig asynchron treiben sie in den nächsten Elektroladen, kaufen das vom Verkäufer Eingesagte, das Angebot oder der Markt hergab. Glücklich die Unwissenden, unglücklich die Gegenschwimmer, weil unweigerlich: Untergang. Und Untergang bedeutet, dass man beim nächsten Produkt vielleicht als Phoenix (zurück zum Start!) wiederaufersteht.
Frisch gekauft wird’s Semmerl vom Bäcker, noch bacherlwarm…

Mittwoch, 10. Februar 2010

machs dir selbst

Bausätze üben einen großen Reiz aus - großer Bausatz: reizend!

Einmotoriger Eindecker - 250 Dollar für alle Pläne, just do it...

Freitag, 5. Februar 2010

Es lohnt sich immer

An Objektivität wird es dem Internet wohl immer mangeln. Es ist zu bezweifeln, daß es auch nur ein Portal schafft, den Eindruck von annähernd guter (nicht vollkommener, denn das wäre Schwachsinnsglaube!) Seriosität zu vermitteln. Es bleibt einem bei all dem (Un-) Glauben nach einer Enttäuschung eben der bittere Nachgeschmack, etwas Getürktem aufgesessen zu sein. Wenn man zur Registrierung nicht mehr benötigt als eine gültige Emailadresse, so wird findigen Marketingmachern (Stichwort: Virales Marketing) oder unterbezahlten Promotern Tür und Tor zur „Wir-biegen-proaktiv-eine-Bewertung“-Welt geöffnet. Was bleibt einem übrig im Unbehagen?

Die Möglichkeit, online gekaufte Artikel zurückzusenden, mit voller Kostendeckung, bereitet oft mehr Mühe als das Ding einfach zu behalten; schlimmer wird’s bei Erfahrungsgütern (Medien, Flugreise, Hotel, u.a.), die eine Kritik erst im Nachhinein zulassen. Ist der scheinbar unvermeidliche Horrortrip Ha!) überstanden, darf es an der Kraftaufbringung für Feedback-Brief, Onlineposting sonder Zahl und der nötigen Mundpropaganda nicht fehlen. Aber was hilft das Nachschlagsgezeter einem, wenn anderen der einsame Rufer in der Wüste so was von egal ist – es bleibt ja eine Meinung von vielen unobjektiven. Wie macht man es richtig?

Die Kommentare „richtig“ zu lesen (d.h. die negativen und positiven für sich einzuordnen, was ist wichtig, mit was kann ich leben) ist ein praktikabler Ansatz, es bleibt jedoch die Ungewissheit, ob der Echtheit – wobei man heute getrost Zweifeln darf. Á la Big-Musik-Buisness ist der Ankauf der eigenen CD´s für die Hitparadenerstürmung so sehr einfach auf so Vieles umzulegen. Im Gegenzug dazu darf Qualität halt auch belohnt werden. Und dabei setzt sich durch, wer an Beharrlichkeit festhält: Die fünf Minuten für einen Zweizeiler und einer Benotung habe ich oft (auch wenn das gerade an Infowert zu wünschen übrig läßt!), dazu gönne ich mir oft mehr als die unzureichende Dialaktik: gut/schlecht; gefallen/nicht, und setze „weils“ … Gliedsatzkonstruktionen, um anderen genau das zu vermitteln: weil niemals Objektivität zu erreichen ist, aber ein genaueres Bild, eine konkrete Information, das kleine, feine Detail (im Yokto(1)-Bereich)an Information die zuvor gefehlt hat, die eigene Vorstellung ungemein bereichern kann.

(1) Yokto, lat. Okto = acht ((10−3)8 = 10−24 = 0,000.000.000.000.000.000.000.001 = ein Quadrillionstel

Dienstag, 2. Februar 2010

uFROMu

Wenn ich mir schon nicht leicht tu, dann bitte schwer, damit ich weiß wo ich steh … dann paßt auch das Schwarz-Weiss-Schema im Hirn wieder. Allseits bekannte, aber ungeliebte Entscheidungsschwächen sind immer auszumachen, wo entweder die Auswahl unbegrenzt oder die Denke begrenzt, o.g. gehören selbstverfreilich ausgemerzt (natürlich gibt’s da mehr grau, da beißt sich jedoch die Theorie in den Schwanz) – aktuell schwebend, vom trüben November weg bis zum Vorbucherbonus-Ende März: Wohin geht die Reise? (Wenn man sich dem Hausmeisterstrand treu verpflichtet sieht, das Börserl nicht mehr hergibt als das letzte Bier beim Wirtn´ oder aber es an Urlaub fehlt, weil eh immer frei, überspringe man diesen Absatz, Blog, vielleicht gleich die technische Errungenschaft Internet, das es „Leider, Leider“ noch immer gibt) – Soviel zu entdecken, so wenig Zeit (Geld, Mut,.)

Die Asienentdeckungsreise will und will einfach nicht als Mythos weichen: pöses Thailand, pfui; Kambodscha, Surinam, Vietnam, njam-njam…Australien, der rote Kontinent, aber dafür brauchts eh mind. drei Monate, Neuseeland bleibt ein TraumM; Amerika ist aber auch wirklich derzeit and 4-eva NoGo (Las Vegas sein), Dubai nach verheben im Konkurs, Naher Osten ewiger Brennpunkt und Arbeitsplatz irrer Journalisten, Europa abgegrast beginnend mit Interrail, Schulaus- und abschlussfahrten, eigene Minisprünge ohne Eltern, Griechenland mit erster, fünfter, gar keiner Liebe; Portugal abgesurft; Spanisch gelernt; nie gebraucht - der ferne Osten unerleuchtet. Japan rulez. Trainingslager auf Malle, Sprachaufenthalt (Shopping) in London, Ryan-air sei es ungedankt, so und noch mehr, schau ma aus; Auslandssemester nicht zu vergessen, das traumhafte, schwelgerische, einmalige…leider/yeah, kein Student meah.

Und nun? Glaubt denn wirklich irgendein Leser, daß ich nicht auch etwas anderes lese, als diese Zeilen. Geo Reisen, Tipps im I-net, Reiseportale, die schönsten Berichte, Themenfahrten, Motorradausflüge, Berichte von Freunden (die zwar für diese passen, mich jedenfalls zu keinem Zucker irgendwelcher Glieder bewegen, wtf) … im Detail steckt die wahre Größe, klar. Ich seh es nicht, daher auch Steinchen klauben - im Schotterwerk. Wenn du dann aber in dem Mini-fuzzi- Ort keine Möglichkeit zu pennen findest, und dir deine Kehle verpickt, weil das kot-verseuchte Wasser dir nicht magenfreundlich erscheint, dann brennen das erste Mal die Sicherungen, und du schreist dir deine Wut mal so vom Leib, daß dich die alte Hutzel vom Vorplatz scheucht, als wärst du noch mal Fünf und grad der Hausmeisterin ihren Garten mit deinem Bonanza zersägt. Sie bringt dir aber das ersehnte Wasser und du schlürfst, und sie lächelt, und du schlürfst weiter und schmeckst es; sie lächelt in einem durch, du schließt die Augen und schluckst. Brav!

Das Schlimmste, was vermeidbar/anzustreben ist: Touri-Bomber, Club, Unterhaltung, Bechern, Pool, heim – dann Urlaub vom Urlaub (siehe: Deichkind), der Whitemoneysack unterwegs im Dschungel von Sumatra, Keniasafari bewährt, Dollarwinke und free Drinks, so what. Offen für Vorschläge, die Reisekataloge blätternd. Draußen schneits.

Samstag, 30. Januar 2010

lingua des volkes

Stark aufflammend, so vermeine ich zu beobachten, ist derzeit die geistige Auseinandersetzung quer durch die Bänke von Stammtisch bis fixem Sendeplatz im Hauptabend, rund um die Geschehnisse in der Zeit zwischen 1930 und nach 1945 hinaus (um nicht zu sagen, mittlerweile über 65 Jahre her, weil manches noch gar nicht abgeschlossen ist, oder wieder in Erinnerung gerufen wird, angesichts aktueller Tendenzen, wieder und wieder und wieder...) - so sehr wir uns auch kritisch auseinandersetzen, Geschichten erzählen, Daten und Fakten vorlegen sowie historischen Rahmen mitbedenken; es bleibt der Merksatz des: Nie wieder! So stark ins Hirn gehörts eingebrannt, das Zweifel im heissen Dampf erstickt werden und doch, dem Schweinezyklus folgend, gibt es Zeiten des Vergessens und der Erinnerung, mit negativen und positiven Vorzeichen.

Nicht hilfreich sind dabei: N-TV Reportagen über jenes Kriegsgerät, strategische Entscheidungen oder Personen jener Zeit, deren undifferenzierte Sichtweise einen Menschenaffen die Schamesröte ins Gesicht treiben muss (und man nicht, sich selbst mit Geifer vor dem Fernseher erblickt, wie toll und fortschrittlich das Ganze denn nicht schon war! auch an den Pranger gehört anche Spiegelreportage auf dem zweifelhaften VOX), das Sprache und Begriffe keiner Kritik unterzogen werden und Aufnahme in das tägliche Vokabular finden (unterstützt durch Politiker jeglicher Coleur, die sich der Wirkung dieser Worte bewusst sind und sie punktgenau einsetzen) - den letzten Höhepunkt, und einer einmaligen Erwähnung wert befinde ich: Braun Oral-B Professional Care 500 Elektrische Zahnbürste "Volkszahnbürste" (limitierte Edition) - und zwar aus den zwei folgenden Punkten: Oral-B (Braun) ist mir ein im Laden zuteifst Zuwiederes(?) Produkt; ausser den Zahnbürsten der Fa. Philips scheint es, aus Mangels an Konkurrenz, dass es nur jene o.g. Firma für elektrische Zahnpflege gibt, die überall präsent ist, sogar beim Mini-Greisler in Oberkärnten finde ich eine Ersatzbürste (Nebenbei erwähnt: Meine Zahnpflegestation, Marke Philips von vor 7 Jahren war schweineteuer, die Ersatzbürsten darf ich mir umständlichst aus Deutschland schicken lassen, Danke an dieser Stelle) - also eine Marktstellung der Sonderklasse (da ist mir eine NoName-Bürste vom Hofer noch lieber, die werfe ich aus Mangels an Alternativen nach dem Verbrauch einfach weg!) und JA, ich bin sensibel, wenns um Volk, Vaterland und der Sprache des Dritten Reiches (siehe: Viktor Klemperer!!!) geht, also finde ich das nicht nur einfach nicht okay, sonder ich bin gedemütigt von einer Volkszahnbürste, die, siehe Prospekt: volksgünstig ist! Man möge mich kleinlich schimpfen, aber das kann ich nicht gutheissen - da muss einem einfach durch Erziehung, Bildung und gesundem Menschenverstand etwas hochkommen, das sich mit der besten Bürste nicht so leicht wegputzen lässt.

Sonntag, 24. Januar 2010

Schuhbidu

Über Marktsituationen im Allgemeinen und im Speziellen, das „unkaufbare Angebot“, wurden an dieser Stelle schon etliche Krokodilstränen vergossen (vielleicht gibt’s mal von geeigneter Stelle, betriebswirtschaftliche Nachhilfe) – ein aktuelles Beispiel drängt doch sehr stark zur Darstellung: Schuhkauf für Männer ist der eigenartigen Meinung unterlegen, dass das Ganze mit Frauen und einer sehr belastenden Situation gemein hat, in der irrigen Annahme, der eigene Erwerb passiere in etwa wie das Service eines Burgers bei Mc: Bestellen, Bekommen – und paaast. Ist aber nicht so. Es hat eher etwas mit dem Suchen und finden ganz seltener Edelmetalle zu tun, die sich so lange versteckt halten, bis man verzweifelt den Kalk von den Wänden nagt bzw. bereits das erste mal nach Regenguss bemerkt, wie undicht Schuhe wirklich werden können. Verdammt sehr nämlich. Dann sucht man den nächstbesten Dealer auf, Kette hin oder her und bemerkt, dass sie alle unter einer Decke stecken, mit dem großen bösen Vertriebswolf. Dieser heult zweimal im Jahr zum Schuhwechsel, dann kommen alle Schuhkettenschäfchen angewölkt, wählen aus und danach gehts ans muntere Reibachmachen.

Dabei auf der Strecke bleibt das seltenste aller glänzenden Metalle: die Auswahl. Geh ich zum Stie…., oder Hu… oder… ich erblicke die gleichen Marken, zu gleichen Preisen in der selben Auswahl. Individualität? Fehlanzeige (jaja, erstens braucht man das nicht, und kaum ist es ausgesprochen, so wird sich ein Schuh meiner Träume einstellen, also hex-hex), wer jetzt Ge-OCHS oder Yello schreit wird mit 1-minütiger Lesepause bestraft.

Schuh - Kontaktanzeige (und Wunsch ans Universum): Ich sehe mich als potentieller Schuhkäufer unterversorgt! Bin nicht bereit mehr als €150 auszugeben (ausser Zweiradstiefeln, die jedoch schon reichlichst vorhanden sind, siehe Laufschuhe!) Ich zahle gut, bin leider sehr wählerisch – lasse mich aber leicht begeistern und wäre aufgeschlossen genug, Experimente zu wagen. Immer zu haben bin ich für Modelle, die den Begriffen „klassisch“, „elegant“, „praktisch“ und „wertvoll“ sehr nahe kommen. Gefallen würde mir ein edler Fly, der Linie aus frühen 0-er Jahren (London) - natürlich günstig (wenn überhaupt greifbar).

Was mir leider auch immer seltener passiert, ist, das ich an anderen Füßen Schuhwerk finde, dass mich begeistert und ich dem Besitzer entgeistert Informationen zu denselben zu entlocken versuche. Der nicht selten miesepetrig den Grund der Frage nicht versteht. Wenn man dem dann von irgendwelcher Suche nach Metallen kommt, kann es leicht passieren, das bewunderte Objekt in tieferliegenden Körperregionen wiederzufinden. Nur nicht an den Füßen. Mann hat´s nicht leicht...

Donnerstag, 21. Januar 2010

steel-city anthology, (2)

„Schod!“ krächzt es neben mir und ich blicke aus meiner Vermummung auf, hin zu dem alten Mann, der kopfschüttelnd laut vor sich her raunte. Viele Menschen habens nicht gehört, zu früh für den Ansturm am Bahnsteig, jene, die an unserer Stelle die Plätze später auf den Schienenfahrzeugen füllen werden. Frühpendler sind schlechte Schauspieler. Sie „spielen“ nicht.

Ich ziehe mich wieder hinter Schal- und Schallbastion mit hochgestelltem Kragen zurück, Blick am Boden verhaftend. Schiene soweit das Auge reicht, nur wenige Kulissen zu sehen. Der Hauptakteur fehlt noch. Die Unruhe des Mannes versucht auf die restlichen Wartenden überzuschwappen – doch von mir gibt’s ein: NoGo! Bis hierhin lies ich mich einlullen von der Einzigartigkeit der Situation. Sowas passiert doch jeden Tag. Ich seh´ das Spitzensignal des herannahenden Zugs, kurzes Quietschen, Tür auf. Zu, Abfahrt. Ankommen. Morgen beginnt das Stück sicher pünktlich, dann ist es erst „Schade“.

Mittwoch, 20. Januar 2010

tudu

Wie ich den Begriff ToDo (auch gesehen unter: 2-do, todo, tu DU – Listen) belächle, weil…
…er nie nach lustigem Abarbeiten klingt, sondern nach Abhaken von irgendwelchen Mühseligkeiten
…diese -Listen den Hauch Büroromantik versprühen, die im Privaten oft unangebracht daherpfälzen
…es sich um einen Begriff aus den Neunzigern handelt, dieser aber nach wie vor heute an meine leidgeprüften Ohren dringt und daher nicht aus der (Mode-)Welt zu schaffen ist
Kurzsprech für -Listen im neuen Jahrzehnt
aa – Arbeitsaufgaben (sprich: ae-ae, arg verwandt mit o.bemängeltem)
want – WAsNochzuTun (schnellenglisch: w:nt, auch als Befindensanfrage zu stellen: u:nd?)
blip – beschäftigungsprioritäten im leben (gemessen in numerischen Einheiten: z.B. vier-blips)
- weiterführende Ideen gibt’s!

Donnerstag, 14. Januar 2010

nikerunner

die nikerunning page hat eine überarbeitung erfahren, die betaphase hab ich noch im oktober selbst erprobt, im geringen Umfang, aber gefällig - die einführung hab ich nicht mitbekommen, dürfte so zwischen november und neujahr gewesen sein, irgendwann als ich nicht lief. sie ist noch immer so kompliziert wie eh und je, schaut fein aus, aber usability tztztztztzzzzz...und ja, ich habe ideen, wie man so etwas gestalten kann, jedes computergame hat eine bessere leistungsübersicht, ganz zu schweigen vom klassenprimus bzw. alltimefavorit battlefield 2 (da war die datenwulst ein wahnsinn, aber hatte echt alles! und jede plattform konnte darauf zugreifen - manchmal farge ich mich ob designer und entwickler wirklich in der gleichen welt wie ich leben) - jetzt versuchte man halt das ganze auf web 1.9. zu hieven so mit freunden - händchenhalten, tags sowieso, übersichten und was das wichtigste ist, der möglichkeit sofort einzukaufen, also wenn das mal kein killerfeature ist...
...wichtiger als die übersicht (die als datenschreiber schon berechtigung hat -> siehe motivation durch leistungsübersicht, oder auch: motivationale auswirkungen von Ranglisten^^) ist die frage, mit welchem faktor man höhenkilometer mit der flachbahnstrecke multiplizieren kann, um sich selbst zu überzeugen, das man annähernd gleiche anstrengungen bei untersch. distanzen bewältigt; ich wohne jetzt am fuß eines berges, irgendwo am vorderen ballen, wenn man so will, und laufe dann am aussenrist entlang, manchmal quer und übersteige damit den steg wieder richtung vorderzehe, dabei darf ich zweimal den berg hochlaufen, krieg aber sicher weniger km zusammen...mein durschnitsstempo reisst das nach unten, mein speed ist below, und ich zeitlupe an manchen fußgehern vorbei, so dass sich die sicher denken: der arme, dass man mit so einer behinderung auch noch laufen muss, ist schon hart. Wahrscheinlich ist, dass es einen einzigen Faktor zu beeinflussen gilt, egal worüber man läuft, :den Formfaktor, aber der ist mir in der Steigung ganz herzlich egal. vielleicht brauch ich doch neue laufschuhe, mit der bergstützfunktion, dann geht alles leichter.

Mittwoch, 13. Januar 2010

steelcity-anthology, (1)

Der Blick aus den vom Schlaf verquollenen Augen schweifte über die Dächer der Stadt. Zu sehen gab es wenig. Dichter Nebel verhinderte erste Eindrücke. Zu hoffen, das wenigstens das stadtbestimmende Ungetüm an seinen Nüstern zu erkennen, aussichtslos. Die Stadt sah man nicht. Mit der S-Bahn Richtung Zentrum. Im Kopf schwirren pausenlos die Reklame-Echos:“ VerÄndert, ...beginnts, VerÄndert, beginnts...ginnts...ts...sssssss“. Gleich nach dem Aufstehen, Terror im Ohr.

Meine Mitmenschen meinen es gut mit mir - Al-Kaidaesk durch ständige Wiederholung werden die einzig bekannten Verknüpfungen rezitiert. Jene Zeitgenossen, die zudem einen während dieser Sprüche angrinsen, sei deutlich verklickert, dass ich nie auch nur die Miene verzogen habe - nur kurz habe ich mir Meines gedacht, aber gut. Mein Gesamtbild trübte trotz Nebel nicht. Jaja, antwortete zuletz; ich schon roboterhaft, witz ist; jaja alles neu im Dezember. Aber neben dem Echo habe ich noch den Mann im Ohr - wenigstens der Sound ist Metal.

Erkennbar ist die teuerste DKT-Strasse jeder Ö-Stadt. Einmal zum Wasser hin, links rechts schaut und zurück. Bank, Spielcasino, Laden, Laden, McDonalds und der Rest wird entdeckt, wie gute Lokale: durch Mundpropaganda. Aber reden will ich noch nichts. Weil ich zuhöre - und ganz gut verstehe, dass wenn mir der November hier gefällt, der Mai so schlecht nicht sein wird. Wenn sich nichts ändert.