Dienstag, 12. Januar 2010

Dimensionskino

AD3D - So wie in echt soll das sein, also nicht ganz, weil man ja nicht dabei sein kann, aber immerhin. Und nach erlebtem Kinocanossa, wo es technisch möglich ist, wars schon ganz schön anzuschauen. Effekt um Effekt zogen an einem bei tollen Ausfahrten vorbei, drüber und hindurch den Farn auf Pandora, dem Schauplatz des neuen Spektakels der hollywoodschen Kinoindustrie. Die Story ist nebensächlich (und wird auch bei näherer Betrachtung keinen Deut interessanter), unterhält einen aber kurzweilige 2 Stunden – Thema ist ballern, ballern, ballern…Liebe. Wer das in- und auswändig kennt, erkennt sich leicht; ich war lange abstinent, mein Pegel ist aber wieder gut gefüllt.

Erste Versuche mit einer ähnlichen Technik startete man in den späten 40ern, Anfang der 50er, klar im Mutterland. Die Sache verschwand aber wieder, in den 70ern mit Schwappwelle nach Europa, Ergebnis dasselbe. Die Neunziger ausgelassen, gehen wir in die 10er(?) mit einer neuen, alten Technik. Matrix, Herr der Ringe, Star Wars und weitere sollen mit dem neuen Format wiederaufgelegt werden. Ein, zwei neue Filme pro Jahr sind sicher ganz gut – es ist halt oft der Inhalt, der den Unterschied ausmacht. Ansonsten heissts: Alter Wein in neuen Schläuchen, jede Generation gehört mit der Innovation des Jahrzents „3D“ ins Kino gelockt, ähnlich wie: BlueRay soll die Privaten verpflichten, 3D die Kinobetreiber…Es wird mir zukünftig ein leichtes sein, das selbstauferlegte Kinozölibat einzuhalten.

Montag, 11. Januar 2010

mehr realität nennt man leben

Dilbert for the Office - Erlebnisse aus dem wahren Leben!

Das Buch, für Freaks und jene die unter Freaks zu leiden haben...

Anhand von eigenen Erlebnissen, Berichten von Lesern und Leuten, denen es ähnlich ergangen ist und den sicher bekannten Comics, schildert der Autor die besten Strategien für Schreibtischtäter, Möchtegernführungskräfte und machtbesessenen Schweinerockern im Nadelstreif. Wenn man nicht wenigstens einmal in einem vergleichbaren, oft von dem Autor beschriebenen Arbeitsplatz gearbeitet hat, wird man zwar manches nicht ganz verstehen und ungläubig den Kopf schütteln, amüsiert zwar, aber doch mit einem "das gibts doch nicht wirklich" im Hinterkopf. Als "Glücklicher", der das Vergnügen schon genießen durfte, sitzt man grinsend vor dem Buch, hebt die Schultern, sagt sich "ja, genau und nicht anders", zuckt kurz und weiß, dass wenn man den einzelnen Fall jemandem erklärt, einem eh nicht geglaubt wird, also was solls - einmal schulternzucken...eine Empfehlung für Genießer und die anderen, Unglücklichen. Dilbert hat einfach recht. Muss ich gleich nochmal lesen

Freitag, 8. Januar 2010

Ting

Würde ich mir wieder kaufen , hätte ich es nicht schon - glücklich die jenen, deren leben begleitet von dem durch Weichspüler angenehm umwölkten Spruch um einiges leichter zu tragen ist. Durch unsere, die Zeit abhängige Gesellschaftskonstante, namens Konsum und zeitgleich samstägliche Vormittagsgestaltung, sind wir umgeben vom Schnick-Schnack, den wir haben wollen oder müssen; und jetzt trifft das Nützliche auf das Angenehme: Bestimmt hat jeder ein paar schmucke Dinger, Zeugs, dass auch, wenn man viel mehr auszugeben bereit wäre, nicht noch besser zu kaufen ist. Mal gibt es einfach nichts Wertigeres, weils das Angebot (siehe dazu: der Markz hat nicht alles zu jeder Zeit) auch nicht gibt, mal besitzt oder benützt man einfach das Ideal - diese Waren haben den umgekehrten Effekt täglicher Seife: Es erfreut, wenn auch nur für einen kurzen Moment beim (brain)washen, jeden Tag aufs neue das Herz and whatever, es wird nichts weniger und zurück bleibt eine Lotion, vergleichbar mit lang anhaltendem Geschmack, die das Patschpfötchen verwöhnt.

Und all das hat seine Zeit. Bei meinen Top-Five-Produkten gab es sicher mehr als einmal den Moment, an dem ich mir gedacht habe: Kauf dir ein zweites, genau gleiches - nur jetzt - was besseres kann dir nicht passieren. Und sehr oft (natürlich nicht immer!) winke ich genau aus drei Gründen ab:

1) Genieße den Moment (i have it now),
2) Zeiten ändern sich (es gefällt mir jetzt -> siehe Punkt 1) und damit im Zusammenhang
3) Platz für Neues (da Zukunftsforschung derzeit noch schwacher Magie ähnelt, wissen nur die Illuminaten was kommen wird, und von denen auch nur die Heiligen DreiSieben^^), neue Produkte kommen und da heisst es die Hände frei zu haben, daher auch eine Konjunktivspielerei ganz am Anfang.

Mit glücklichem Blick auf mein Zeugs.
Konsum kann schon auch glücklich machen.

Donnerstag, 7. Januar 2010

The Duke

The following things have been accomplished between Duke Nukem Forever's announcement on April 28th, 1997 and its death on May 6th, 2009...eine Seite, die auf eindrucksvolle Weise wiederspiegelt, was während der Lebensjahre eines bestimmten Computerspiels alles passierte - mit einem fetten Batzen Nostalgie und grüße an den DUKE (ein Running-Gag beisst für immer ins Gras!)

Mittwoch, 6. Januar 2010

It´s Dakartime

Das große, große Abenteuer passiert grad irgendwo zwischen Argentinien und den Hochplateuas Chiles (Rally ruft mich seit Jahren vehement, und ich versuche einfach nicht hinzuhören - was ich nicht alles machen will) - nachdem die Dakar wg. Bürgerkriegs inzwischen in Lateinamerika abläuft ist sie gleich interessant wie eh und je - spannende Sonderprüfungen, erschöpfende Langstrecken und materialverschleißende Ansprüche an Material und vor allem Fahrer. Wer nicht topfit ist, langjährige Er-Fahrung mitbringt und das bisschen Wahnsinn von Geburt an hat, kann gleich zuhause bleiben (ist ja eh warm vor dem Fernseher, Eurosport täglichst die Zusammenfassung gucken - die Sehnsucht reisst mich halt so ca. alle 5 Sekunden aus der Trance) - ich bin Fan von WRC und Wüstenrallys, MotoGP, dann Pause, dann SBK, vielleicht noch Oldtimerdingerchens und thats it - Formel 1, DTM und FIA haben schon auch mit Rennsport zu tun, nur mit mir nicht - for gods sake. Und den braucht man eh immer, wenn man das Pedal durchdrückt oder am Gummi reisst, ist halt nicht Sofasurfen.

Eine Tote gibts bereits zu beklagen - Zuseherin stand am falschen, nicht genehmigten Platz. So. Ist. Das. Denken wird mir nach diesen Meldungen schwer, weil ich da nicht fähig bin, Grautöne zuzulassen. Es gibt da: wo gehobelt wird, fallen...und...alles verbieten, weils nie 100% Sicherheit geben kann. Hach...weil irgendwo ist man dann bei homogen-uninteressant Rennkurs mit Sicherheitsknautschzone und Luftgummipolster für Alles, ich erkenn keinen Unterschied zwischen F1 auf der Playstation und das im echten Fernsehen. Kreisfahren, Cockpitansicht, Unfall - Selectbutton rücksetzen - Fahrer läuft in die Box, neues Auto, neues Glück. Nur gibts diesen Button halt im Leben nicht. Es heulen die Motoren für die reichen, werxbestückten Rallyasse, die zum Spass Runden schrauben, wie auch für die Amateure - und beide können unglücklich in Zuschauermengen rasen. Tote sind einfach nicht in Kauf zu nehmen, hmmm. Und Unfälle passieren. Nicht nur wenn man heizt wie ein Irrer, die Wahrscheinlichkeit im Grenzbereich ist halt um einiges wahrscheinlicher...ich seh schon, bin noch im Denken.

Die Bilder sind ein Wahnsinn. Für beide Seiten der Medaille.

Dienstag, 5. Januar 2010

Nachschlag

Plattformübergreifend hagelts Kommentare zum Bono´schen Gequake, dass sich die Balken biegen (lmao). Eine Frechheit aber auch, dass die Poster so gar keinen Respekt vor dem o.g. Heuchler Megastar haben, sie erklären auf geradezu einfache Weise warum das Internet 1.) ihnen zu einem breiteren Musikgeschmack verhalf 2.) Interpreten und Songs kennenlernten, die sie sonst niemals erreichten und 3.) dazu animierte, viel mehr Musik nachträglich oder auf gefallen hin zu kaufen. (Auch entschuldigen sie sich ganz offen bei Bono, so schlechte Menschen zu sein und fragten offen nach Überweisungsmöglichkeiten; für die Herren, die ihren Stammsitz aus Steuergründen von Dublin in die Niederlande verlegten) – auch wenn Bono ein sehr dummer (aber immens reicher) August ist (was alleine sein opportunes Auftreten beweist), der Konsument ist es, trotz gegenteiliger Meinung nicht.

Ich habe die Freiheit (jaja, Radioeinheitsbrei beeinflusst, Stimmen aus dem Jenseits zwingen mich, blabla…) zu wählen, was gefällt – und in modernen Zeiten (hach, wie das klingt) ist die Industrie gefordert, auf den Konsumenten zuzugehen. Einmal heißt Industrie iTunes-store (Milliardenmarkt, angeblich - auch wenns nicht wirklich gut gelöst ist, siehe Kosten vs. Aufwand), einmal die pösen Majors / riesigen Branchenelephanten und auch die kleinen (nicht immer feinen) Labels sind gefordert, mit nicht (!) ständig wechselnden, jedoch herausfordernden Bedingungen Schritt zu halten. Portale wie MySpace, last.fm, Apple-Store, Amazon-mp3, aber auch die vielen Seiten der Künstler und auch die Downloadmöglichkeiten (legal/illegal/sch…egal) sind der Inhalt eines Beckens, das nach etlichen Jahren der Diskussion, Verbote, Gesetze, Zensur, Einschränkung, Planlosigkeit noch immer nicht klar definiert ist.

Den letzten Satz immer wieder lesend, muss man sich vergegenwärtigen, dass bis auf ein paar Rülpser gscheiter Herren auch die Politik nur auf Zuruf der Industrie etwas in den Griff zu bekommen versucht, dass so nicht greifbar ist. Ich gehe davon aus, dass sich der Konsument bei vernünftiger Plattform/Absatzmöglichkeit/Angebot zum Kauf bewegen lässt, zu beiderseitigem Nutzen. Win für den Konsumenten, weil ansprechendes Produkt/Genuss und mehr Nutzen als herkömmlich (breiteste Verknüpfung on-/offline, ausser LP) und win für den Markt, der breiter aufgestellt als je zuvor, die Lücke zwischen Megasell (aus bekannten Gründen) und Indie kleiner werden lässt und damit für viele Kleinere und vielleicht Mittlere Platz schafft (und auch dabei gut verdient). Ich seh da derzeit nix (kann sich ja täglich ändern) was einem Platzhirschen Apple-Store Paroli bieten könnte, auch keine Form ´Ersatz für den CD – Kauf´ zu füllen, die LP bleibt weiterhin Schmuckstück, Sammlerobjekt und audiophile Spielerei - und dann noch eine sich in den Schwanz beissende, weil brennend, Apparatur namens Musikindustriekonzerne, die ihre abnehmenden Gewinne mit einer Milchmädchenrechnung aufgewogen sehen wollen: Ein Album, das illegal geladen wurde, nicht auch gekauft werden würde.

Positive Beispiele a la Radiohead oder Mountain Goats, die vom Nutzer einen Gegenwert selbst eingeschätzt haben wollen, gibt es und sie beweisen, dass Musik durchaus für als wertvoll erachtet wird. Über kurz oder lang werden dass auch die Konzerne mit ihren dümmlichen Aushängeschildern kapieren (müssen! – und den Hammer des Stursinns auf die Seite legen) – das sich das für sie rentieren könnte, hat sich leider noch nicht bis zu ihnen durchgesprochen. Mit gewinngeilen, opportunistischen, hohlen Pappkameraden a la Bono im Ohr ist das leider auch nicht möglich.

Montag, 4. Januar 2010

Judas

Es hämmert hiermit ein NEIN als Hintergrundbeschallung zu allen weiteren drei Sätzen, die sie jetzt lesen. Ich hacke mit dem Blog nicht immer auf die Gleichen ein, doch U2 verdient das. Wobei, U2 sollte nichts mehr verdienen. U2 sollte man am Besten nicht mehr erwähnen, aber eine Meinung kann sich ja jeder selbst bilden. Ich bin schon wieder mal von denen (im Ganzen, namentlich: Bono) maßlos(!) enttäuscht. Zuerst lese ich, was einfach das ganz wahnsinnig normal ist: U2 ist jene Live-Band, die 2009 am meisten eingespielt hat – okay, mit deren Shows, deren Lieder und viel, viel Arbeit ist das kein kaufmännisches Wunder! Aber trotzdem Respekt, so muss man eine Kuh erstmal melken (auch wenn die Vergleiche mit dem toten, aber dennoch gepeitschten Managerpferd zum Himmel schreien) – 123 Millionen Dollar bei 20 Shows (1,3 Millionen Tickets lt. Standard.at), da wird abzüglich der Kosten doch wohl was bleiben. Aber Nein, die kriegen auch 2010 den Hals nicht voll, weil…anderer Artikel, gleiches Medium, andere Rubrik: Bono nichts besseres einfällt, als zwischen den Shows bei Interviews gegen so ziemlich jede Ungerechtigkeit zu wettern; beliebt sind China (wg. Tibet), der pöse Tiervernichtungsapparat, Irland vs. ? oder wieder einmal File-Sharing (weil U2 zu wenig illegal geladen wird?) – da mussten damals (2003) schon einige das erste Mal-, als Madonna und Metallica massiv gegen Napster auftraten, den Kopf schütteln bzw. selbiges wg. Erblindungsgefahr aufgeben, so holt sich der U2-Frontmann im neuen Jahr wieder einmal Negativ-Publicity-Ohrfeigen. „Es schade vor allem den weniger bekannten Künstlern“ und im gleichen Atemzug „die Provider sind jetzt der Ansatz und natürlich die Regierungen seien gefordert“. Er führt dabei China (wtf?) und die USA als Beispiele auf, bei denen Zensur funktioniert und blablabla…BONO - Halt doch mal...! Sag mal, geht’s noch – der normal Wahnsinnige tritt jetzt als das Gegenteil von dem auf, was er zu vertreten glaubte. Ja, Filesharing ist ein Problem, dass es zu lösen gilt – ein neuer Weg, mit Medien umzugehen beschritten, aber…U2 der Megaseller, sieht seine Felle davonschwimmen, und sorgt sich um die Weniger bekannten, denen die Filesharer das Geld wegnehmen…nicht das die „Kleinen“ von den „Großen“ niedrig gehalten werden, nein sicher nicht (siehe Werbebudgets, Management, Plattenfirmen usw.)…immer die gleichen Bands in der Heavy Rotation der Radiosender laufen, zu wenig Mut der, zu wenig Umsatz und…er als Abkassierer Nr.1 sitzt im DagobertDuckschen Reichtum und weint vor sich hin, das die Welt sich trotzdem oder deswegen weiterdreht und er einfach in den Neunzigern stecken geblieben ist. Dieser Affe kommt sicher noch auf den Trichter, dass Killerspiele Monster züchten, die Sonne verboten, dessen Bräunungseffekt besser versteuert gehört, die Tabakindustrie eigentlich dem Menschen hilft und er den „guten, aufrechten“ Menschen zwingen wird, das Allheilmittel U2 zu konsumieren. Solange es aber nicht soweit ist, kann mich der werte Herr am A… lecken (von wg. diff.!). Nein – eine differenzierte Sicht von fast allem gelingt vielen kontemplativen Menschen, ausser dem Herren Bono aus dem Musik-Urwald nicht: Urteil = NEIN zu U2!

P.s. Nur weil jemand am schnellsten einen Berg rot-blau bezwingt, Sänger einer Popband spielt, die beste Kondition für Extremsport hat, oder aber den besten Trigger-Finger sein eigen nennt - befähigt das nicht dazu, die Klappe aufzumachen und zu allem seine Meinung kundzutun. Die Medienmenschen sind aufgefordert, solchen Eseln einfach weniger Platz einzuräumen. Die Verantwortung liegt in unseren Händen - Bono shut up!

Dienstag, 29. Dezember 2009

Das war...

...wird in diesen Tagen nicht nur öfters zu hören sein, sondern sicher aus dem eigenen Mund sprudeln, wie Heilquellen in fast jedem Bezirk Österreichs, dem Tourismus verpflichtet. Das abgelaufene Jahr Revue passieren zu lassen ist eine Tugend, derer man sich am Ende eines Jeden nicht entziehen kann. Für jene Vertreter der Spezies Mensch, die nur nach hinten und unten schauen, ist es ein Qual, alles Geschehene noch einmal vor dem Auge ablaufen zu sehen, die Positiven picken sich ihre Highlights eh aus dem Inneren raus. Die da wären: --- Jedem das seine - wie fürchterlich, der Spruch aus alten Tagen, ich probiers nochmal: Schicksal, so sagt mans schön, oder doch eher Zufall; Nein, nein - bestimmt wars...also, jetzt aber: the devil made me doin´this, denn der steckt ja im Detail, meine Playlisten sind Gottesvorsehung, den Seinen gibts der Herr im Schlaf. Wie auch immer, ob freier Wille oder der Sektenführer, ihr müsst lesen, was euch der Blog gegeben hat...

5 wahlfreie Songs, die man auch 2010 hören muss:
  • Jim Ford -Hanging from your lovin tree
  • Rocket from the crypt - Ditch Digger
  • Suzzy and Maggie Roche - La Vie c´est la vie
  • Sunset Rubdown - Shut up i am dreaming of places where lovers have wings
  • Lydia - Fate
Top-Autoren, sind u.a.:
  • Jörg Fauser und Umberto Eco
Die Serien, die man nicht nur zum Zeitvertreib neben dem Kochen guckt:
  • Nip / Tuck, and of course: The Simpsons!
Very nice Location:
  • Sardinien, take a cheap flight and enjoy!
Das Geschenk des Jahres: ...and the oscars goes to
  • M.B. - moto Ducati und mein riesiger
  • Adventskalender (thx an dieser Stelle!)
Ein Konzert, das ich gerne Live erlebt hätte:
  • Deichkind
Jene Band, die mich am nachhaltigsten beeinflusste:
  • Gossip (zeitgleich mit best concert act, hmmm)
Das mittelmäßigste Leben, das ich getroffen hab war 2009:
  • Unser Weihnachtsbaum, genau richtig hoch und eben gewachsen, so muss Mittelmaß aussehen

The End:
Bin froh, das eine Neues ansteht - was für ein arges Jahr 09 - i won´t miss you

TWENTY_TEN become!

Sonntag, 27. Dezember 2009

Danach

Sicher ist, dass erst Tage nach Weihnachten Ruhe einkehrt (trotz schon längerer „stiller Zeit“) - es sind jene behüteten Tage, an denen die Geschenke zum x-ten Mal durchgesehen werden, man sich noch den kekschwangeren und baumsüßen Freuden hingiebt und die Geschäfte wieder ihre Tore für, Original-Zitat: „Zum Gutschein- und Geldgeschenke einlösen“, öffnen. Zwei Sachhaufen (bei manch Unschlüssigem vielleicht drei) werden definiert: Wird weitergeschenkt (auch wenns jetzt Kopfschütteln hagelt: ein anderes Wesen wird sicher glücklicher als man selbst, trotz Geschenkweiterschenkensunwillen) und, verbleibt in der Sammlung. Unnützes kann man nie genug haben.

Silvestergedanken machen sich breit, wobei besonders die guten Vorsätze erst 5 Minuten vor Zwölf aus dem Brei, der übers ganze Jahr hindurch gesammelten, vorgenommenen Aufgaben besteht, extrahiert werden. Jedoch, gilt es noch die Tage bis dahin mit entweder Verwandtenbesuchen zuzukleistern oder so elegant und schwungvoll wie möglich, die weiße Pracht auf den Pisten zu ruinieren. Schöne Zeit.Apropos zukleistern: Nach der Hochzeit der zwei größten Klopapierhersteller vor Monaten verschwand CHARMIN still und heimlich aus den Regalen (zumindest die Qualität) und es entstand ein Derivat namens Charmin Deluxe - nicht zum Aushalten. Teuer und profan. wtf! Zewa lenkte ein und brachte vor Kurzem ein neues Zewa Moll - streichelsanft und saugfähig.
Das neue Jahr kann kommen.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Wetter – Chronik der letzten Tage

Zuerst rasselts -20° Celsius, sodaß meine Karre die liebe Not hat, per schlecht funktionierender Heizung die Finger vom Lenkrad zu eisen, dann Winterwunderpracht zwei Tage vor Weihnachten. Dementsprechend aufregend gestaltete sich jede Fahrt auf öffentlichen Straßen. Ganz aktuell: Regen - mit dem Blick aus dem Fenster und weit geöffneten Lauschern kann man dem Nass zusehen, wie mit dem Schnee und zugleich der weihnachtlichen Stimmung aufgewischt wird. Und aus dem Radio plärrt leider zu wenig Weihnachtsschmus, um rettend einzuspringen. Feliz Navidad – schöne Weihnachten. Aber das wird, aber das wird…denn die Grundstimmung ist da. Als Beispiel: so entspannt Dezembereinkaufen (weil ganz wenig offline) wars selten. Strategischer Planung zum Dank. Von der

  • Vision (Sammlung übers ganze Jahr), zur
  • Mission (Eingrenzung des Machbaren) bis hin zum
  • Ziel (über den Weg des Besorgens)

frisst sich der aufmerksame Weihnachtswurm zum Weihnachtsfeierapfelkern. So die Theorie – in Wirklichkeit muss ich am 24. nochmals los – Knopf ins Ohr, Kinderaugen leuchten; Hatz, kirre und co. Nicht das ich nicht Zeit gehabt hätte; Nein, nein - Aber das wird. Weils noch nicht ist. Mein Gefühl flüstert mir irgendwas von Ende November, und nicht Tannengrün-Rotweihnachtskugel-24ter. Falsch gefühlte Zeit ist nicht schlimm, sondern asynchroner Rhythmus irgendwelcher körperbezogener Abläufe – nicht stimmig. Ich geh trotzdem nicht im Herbstsakko einkaufen. Denn es wird. Es wird.

Dienstag, 22. Dezember 2009

memoriam

Ich bin betroffen – nach langer Zeit das erste Mal wieder, vom Tod eines jungen Menschen. Das zweifelhafte Vergnügen kurzer Lebensläufe habe ich trotz meiner Ü-30 Lenze schon sehr oft hinter mich bringen dürfen, zu hoch befinde ich nach wie vor die Sterblichkeit meines Freundesumfelds. Langsam bewegte sich die SM-Rate gegen Null und auf ganz leisen Sohlen schleichen sich die ersten Gedanken an den Verlust geliebter Menschen in den Hinterkopf. Man wird ja nicht jünger.

Und manche Menschen werden nicht älter. Mein Motto gegen den Suizid (zumeist danach): Was einem bleibt, ist das Verblassen! Florian Hufsky hat sich das Leben genommen. Ein sympathischer junger Mann, der ganz schön viel unternommen hat. Zuerst liest man die ersten Mitteilungen, dann eröffnet sich einem ein ganzer Kosmos von und um diesen Menschen. Arbeiten, Onlinematerial und ganz viele Verbindungen bleiben. Beeindruckt hacke ich diese Zeilen in den Blog, vom Menschen und Werk – und bin trotz dieses Verlusts, inspiriert.

rest in pixels

Aug´in Aug´

Als besondere Herausforderung, so habe ich mir vor langer Zeit auf die Blog-Fahnen geheftet, sollst du keine Bilder posten (und das nicht!, weil ich zu faul fürs ordentliche Formatieren des Pics und des Blogs bin ;P) – schwer wird’s für mich nämlich dann, wenn ich den visuellen Part wörtlich nehmen muss. Sauschwer wird’s aber, wenn ich die aktuellen Werbefolder zur Weihnacht durchblätter – denn da kann ich mich einfach nicht entscheiden, ob ich mir den Bauch vor lauter Lachen halten soll, das Fremdschämen weiter kultivier´ oder einfach Mitleid mit den Tröpfen, die mich da so blümerant angucken, haben soll. Den vorläufigen Höhepunkt durfte ich heute Morgens miterleben, den aktuellen Hofer-Prospekt durchziehend – scheinbar junges Mädchen (Kind?) in „Lauras Stern“ Nachtwäsche, die ich ja nicht allzu schrecklich finde – dann schau ich dem Mädchen ins Gesicht und mir verziehts meines wie nach Limone – Attacke / Kombi - Hollersaft im Frühsommer.

Da kriegst du Angst, das sag ich dir. Scheinbar deswegen, weil das Mädel nicht nur nicht lacht, sondern die Augen/Nase/Mund-Kombi nach Vierzig und ziemlich blöd ausschaut, der Rest aber durch Kinderkörper seinen Ausdruck verleiht. Auch nach genauerem Hinsehen, kann ich keine Photoshop – Spuren entdecken. Ist sie einfach so gestraft vom lieben Gott? Könnte es sein, dass sie mit ein bisschen Lächeln die schiefe Optik wieder in Waage bringen könnte, einfacher durch natürliche Körperhaltung? Selbstverfreilich, mein Geschmack ist da etwas eigen (no na!), muss jedoch gleich wieder die Keule aus dem Sack holen und zum Rundumschlag ausholen: Meinem Geschmack entsprechen viele Modelle, die dem Produkt dienlich sind – d.h. sie sind oft Träger, Hülle für… und belästigen mein Auge nicht, oder nur gering. Verdächtig oft krampfts mir beim Entsorgen von Penny, Lidl, Takko und ähnlichen Billigstanbietern -> ob das der Zielgruppe gerecht wird; dem setze ich an dieser Stelle nichts entgegen.

Montag, 21. Dezember 2009

-io

So ziemlich jede Zustandsbeschreibung, die ich in den letzten zwei Wochen artikulierte, endete auf i und o. Was jetzt mal nicht so spektakulär klingt, ist für meine Mitmenschen eine einzige Belastung. Cheeerio! Und wenns gefällt, dann auch noch: Cooolio! Und mir ists echt schwer, diese Endung nicht mehr zu verwenden. Eine temporäre Sucht, die es sich abgewöhnen gehört.

Ich geh mal davon aus, dass es in meinem Leben so an die hundert Begriffe gab, die ich zeitweilig verwendet hab, ausgereizt bis zum Schluss und dann / oder es jemanden gab, der es übernahm - und genauso schnell, wie ichs im Sprachgebrauch hatte, wars auch wieder weg. Der letzten sprachlichen Modeerscheinung kann ich das Ganze nicht zuschreiben, auch nicht einem netten Freund, der mich angefixt hat – aus Sprachblödigkeit, schließ ich jetzt fix, heraus, sprudelts mir zwischen den Lippen hervor. Und richtig stumpf wird’s, wenn man an solchen Marotten festzunageln ist. Aber zum Glück vergeht auch das wieder irgendwann. Für die Anderen nur nie schnell genug. …Tschüss mit Üh. …Ciao mit Au. Tztztztztzzzzzz….io.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Strunk ins Hauptabendprogramm

Fleisch ist mein Gemüse - eine Meinung

Heinz Strunk ist offenbar nicht zu beneiden. Nach der autobiografisch erzählten Achterbahnfahrt zwischen todtraurign´ / himmelhochjauchzenden Erlebnissen schliesst man - bei der ein fast jeder Lacher glucksend steckenbleibt, froh zu sein, diese Jugend nicht selbst erlebt zu haben. Ein Hörbuch für ganz Harte und noch Härtere.

„Heinzer“, wie er von den Bandkollegen genannt wird, durchstreift bei seiner Erzählung zwei Jahrzehnte deutsche und persönliche Geschichte als Mitglied und Besitzer einer Kleinstfamilie, Saxophon und bemitleidenswert hartnäckiger Akne. Aufgewachsen und noch immer in der Provinz lebend, wird Jahr für Jahr aufgezählt, gelacht, geweint und immer vordergründig geträumt. Von Musikerkarriere, einer besseren Welt, mehr Geld und vorallem dem fast unerreichbaren anderen Geschlecht. Das Leben scheint so viel zu bieten, ist von so hervorragender Qualität für den Gast, den Zuhörer, immer den Anderen, die dem Protagonisten Strunk gegenüber sitzen, tanzen und leben - nur die „Mucker“ der Band „Tiffanys“ kriegen nichts von dem ganzen ab. Sie erleben keinen Ru(h)m, wenn dann billigen Fusel und zumeist noch Schimpf und Schande bei ihren Auftritten, die für die meisten die Höhepunkte der Woche darstellen. Ansonsten gibts spezielle Highlights H. noch: Mutter, die an ihren psychischen Problemen laboriert, die Spielautomaten mit besonderer Anziehungskraft und die Phantasie, die kurz Provinz und Durchschnitt erträglich werden lassen. Doch davon einfach „live“ mehr...

Warnung: Es werden einen die Menschen etwas schräg angucken, wenn man sich dem ganzen per Kopfhörer hingibt. Ich habe mein Lachen nicht unterdrücken können, einfach so drauf los geprustet und manchmal sicher eine komischen Eindruck hinterlassen - Strunk hat fast jede Emotion möglich gemacht. Dieses Werk ist sehr komisch, oft ironisch, hat aber auch traurige und stille Momente. Was es aber Erhaben erscheinen lässt ist, das Durchschnitt ehrlich erzählt wird, und eben das einen Gut - Teil der Unterhaltung ausmacht. Etwas kleines, nebensächliches ganz Groß erzählt, Kopfkino gepaart mit Wirklichkeit. Strunk ist ein guter Erzähler, getrieben vom Mitteilungsbedürfnis und einem Leben, dass so erlebt nicht beneidenswert aber einfach(!) unterhaltsam ist. Da höre ich gerne zu.

P.s. Nochmal - Ich habe nicht gelesen, sondern gehört. Und Strunk zuzuhören ist ein Genuß. Es sprudelt nur so vor Einfällen, Interpretationen, die mir deutlich gemacht haben, dass ich das so garnicht erlesen kann. Fazit - Topempfehlung: Hörbuch (Ganz allgemein: nur nie gekürzt!)

Montag, 14. Dezember 2009

The Darkside

So gern zerreiss ich an dieser Stelle mal was. Ein Buch, einen Film, irgendetwas Konsumierbares – hoch in die Luft und ritsch-ratsch, nicht nur lauwarmes „Geht-eh-noch“ – Geplänkel. Ich bin baff erstaunt, wie ich meine Konsumation rückblickend bewerte: durchwegs gute Noten. Schon mal was Verhautes, aber dann geh ich gutmütigst drüber, verteile den Abschalten-Tipp, thats it. Begleitet wird das Ganze noch vom ungeliebten (Polit-, Starlet-) Werbespruch, das negative Werbung eben auch Werbung ist. (Marcel Reich-Ranicki zeigte vor – er sprachs abends, und morgens verkaufen sich die Bücher wie iPods zur Hochblüte)

Vor den Vorhang und mit Tomaten zu bewerfen sind – also nicht kaufen, weil man sich irgendwie daran erinnert – das folgende ist: a Kaas!

· Die neue Wolfmother (Audio): Was ist denn da los, die erste Scheibe dreht die Welt um und der Nachfolger ist nichts, Nichts, NICHTS – nochmal Erstling einhören und dann Studio, ihr Flaschen (und drauf habe ich mich gaaanz lange schon gefreut) – auch Kacke: Snow Patrol (ich versteh nicht was mir da mal gefallen hat).

· Air – Love2: Hallo? Hört ihr eure Fans noch? – Auch wenn ihr nur gehört werden wollt, das dreh ich ab. In jedem Fahrstuhl geht’s mir besser, jedes Kaufhaus verhilft mir mit ihrem Eigenradio zu mehr Emotionen. Ein bisschen Blip und ein Blem - Gedudel ist zu wenig. Plz Restart your Engine, euer Zeugs ist noch immer von großer Quali, nur leider überholt ihr euch selbst.

· (500) Days of Summer (Film): Ganz, ganz selten lese ich in Musikmagazinen wirklich gute Filmempfehlungen – und ich habe denen vertraut. Höchstwertung. Knappe 2 Stunden Ahnungslosigkeit, Staunen über solch fiesen Schrott mit wirklich schöner Mucke unterlegt. Bitte Hauptdarsteller umschulen, vorzugsweise auf: Bäcker, Bauarbeiter oder Tontechniker, aber bitte nicht mehr vor die Kamera. What a crap UND noch weiterer ziemlicher Mist: Ice Age II+III (Aufgussalarm), Stromberg (Huch!)

· Peace of Shit: Urliebst hat man mich beschenkt – mit einer selbstgefertigten Tasche für mein liebstes Elektro-Gadget – der Stoff färbt ab, und ist dabei nicht einmal feucht! Danke für 150 Jahre Stoffindustrie und kein bisschen weiter, grrr.

· Uneinheitliche Packungsgrößen (wenn ich schon mal beim Austeilen bin): WTF? WTF! Jaja, ich glaube jetzt dann auch an die komplette Weltherrschaft der Konzerne – das dumbe (Kauf, in bestimmten Zeiten Stimm-)Vieh läuft wie blöde zum Trog. Aufpassen und bewusst kaufen, menno. Und ich mach mir ums Geld sorgen, so gesehen besorgt sichs REALMONEY, WTF!!!

· Krisengequatsche: Alles, aber auch wirklich Alles wird einerr Krise untergeordnet – die herbei geschwafelt wurde und jetzt zwischen den Seilen hängt - ähnlich der Vogelgrippe, BSE und jetzt NEU! Schweinegrippe: Ist nicht da, war nicht da und was weiss ich in Zukunft, aber hörts mit dem Jaulen auf…