Erste Versuche mit einer ähnlichen Technik startete man in den späten 40ern, Anfang der 50er, klar im Mutterland. Die Sache verschwand aber wieder, in den 70ern mit Schwappwelle nach Europa, Ergebnis dasselbe. Die Neunziger ausgelassen, gehen wir in die 10er(?) mit einer neuen, alten Technik. Matrix, Herr der Ringe, Star Wars und weitere sollen mit dem neuen Format wiederaufgelegt werden. Ein, zwei neue Filme pro Jahr sind sicher ganz gut – es ist halt oft der Inhalt, der den Unterschied ausmacht. Ansonsten heissts: Alter Wein in neuen Schläuchen, jede Generation gehört mit der Innovation des Jahrzents „3D“ ins Kino gelockt, ähnlich wie: BlueRay soll die Privaten verpflichten, 3D die Kinobetreiber…Es wird mir zukünftig ein leichtes sein, das selbstauferlegte Kinozölibat einzuhalten.
Dienstag, 12. Januar 2010
Dimensionskino
Erste Versuche mit einer ähnlichen Technik startete man in den späten 40ern, Anfang der 50er, klar im Mutterland. Die Sache verschwand aber wieder, in den 70ern mit Schwappwelle nach Europa, Ergebnis dasselbe. Die Neunziger ausgelassen, gehen wir in die 10er(?) mit einer neuen, alten Technik. Matrix, Herr der Ringe, Star Wars und weitere sollen mit dem neuen Format wiederaufgelegt werden. Ein, zwei neue Filme pro Jahr sind sicher ganz gut – es ist halt oft der Inhalt, der den Unterschied ausmacht. Ansonsten heissts: Alter Wein in neuen Schläuchen, jede Generation gehört mit der Innovation des Jahrzents „3D“ ins Kino gelockt, ähnlich wie: BlueRay soll die Privaten verpflichten, 3D die Kinobetreiber…Es wird mir zukünftig ein leichtes sein, das selbstauferlegte Kinozölibat einzuhalten.
Montag, 11. Januar 2010
mehr realität nennt man leben
Das Buch, für Freaks und jene die unter Freaks zu leiden haben...
Anhand von eigenen Erlebnissen, Berichten von Lesern und Leuten, denen es ähnlich ergangen ist und den sicher bekannten Comics, schildert der Autor die besten Strategien für Schreibtischtäter, Möchtegernführungskräfte und machtbesessenen Schweinerockern im Nadelstreif. Wenn man nicht wenigstens einmal in einem vergleichbaren, oft von dem Autor beschriebenen Arbeitsplatz gearbeitet hat, wird man zwar manches nicht ganz verstehen und ungläubig den Kopf schütteln, amüsiert zwar, aber doch mit einem "das gibts doch nicht wirklich" im Hinterkopf. Als "Glücklicher", der das Vergnügen schon genießen durfte, sitzt man grinsend vor dem Buch, hebt die Schultern, sagt sich "ja, genau und nicht anders", zuckt kurz und weiß, dass wenn man den einzelnen Fall jemandem erklärt, einem eh nicht geglaubt wird, also was solls - einmal schulternzucken...eine Empfehlung für Genießer und die anderen, Unglücklichen. Dilbert hat einfach recht. Muss ich gleich nochmal lesen
Freitag, 8. Januar 2010
Ting
Und all das hat seine Zeit. Bei meinen Top-Five-Produkten gab es sicher mehr als einmal den Moment, an dem ich mir gedacht habe: Kauf dir ein zweites, genau gleiches - nur jetzt - was besseres kann dir nicht passieren. Und sehr oft (natürlich nicht immer!) winke ich genau aus drei Gründen ab:
1) Genieße den Moment (i have it now),
2) Zeiten ändern sich (es gefällt mir jetzt -> siehe Punkt 1) und damit im Zusammenhang
3) Platz für Neues (da Zukunftsforschung derzeit noch schwacher Magie ähnelt, wissen nur die Illuminaten was kommen wird, und von denen auch nur die Heiligen DreiSieben^^), neue Produkte kommen und da heisst es die Hände frei zu haben, daher auch eine Konjunktivspielerei ganz am Anfang.
Mit glücklichem Blick auf mein Zeugs.
Konsum kann schon auch glücklich machen.
Donnerstag, 7. Januar 2010
The Duke
Mittwoch, 6. Januar 2010
It´s Dakartime
Eine Tote gibts bereits zu beklagen - Zuseherin stand am falschen, nicht genehmigten Platz. So. Ist. Das. Denken wird mir nach diesen Meldungen schwer, weil ich da nicht fähig bin, Grautöne zuzulassen. Es gibt da: wo gehobelt wird, fallen...und...alles verbieten, weils nie 100% Sicherheit geben kann. Hach...weil irgendwo ist man dann bei homogen-uninteressant Rennkurs mit Sicherheitsknautschzone und Luftgummipolster für Alles, ich erkenn keinen Unterschied zwischen F1 auf der Playstation und das im echten Fernsehen. Kreisfahren, Cockpitansicht, Unfall - Selectbutton rücksetzen - Fahrer läuft in die Box, neues Auto, neues Glück. Nur gibts diesen Button halt im Leben nicht. Es heulen die Motoren für die reichen, werxbestückten Rallyasse, die zum Spass Runden schrauben, wie auch für die Amateure - und beide können unglücklich in Zuschauermengen rasen. Tote sind einfach nicht in Kauf zu nehmen, hmmm. Und Unfälle passieren. Nicht nur wenn man heizt wie ein Irrer, die Wahrscheinlichkeit im Grenzbereich ist halt um einiges wahrscheinlicher...ich seh schon, bin noch im Denken.
Die Bilder sind ein Wahnsinn. Für beide Seiten der Medaille.
Dienstag, 5. Januar 2010
Nachschlag
Ich habe die Freiheit (jaja, Radioeinheitsbrei beeinflusst, Stimmen aus dem Jenseits zwingen mich, blabla…) zu wählen, was gefällt – und in modernen Zeiten (hach, wie das klingt) ist die Industrie gefordert, auf den Konsumenten zuzugehen. Einmal heißt Industrie iTunes-store (Milliardenmarkt, angeblich - auch wenns nicht wirklich gut gelöst ist, siehe Kosten vs. Aufwand), einmal die pösen Majors / riesigen Branchenelephanten und auch die kleinen (nicht immer feinen) Labels sind gefordert, mit nicht (!) ständig wechselnden, jedoch herausfordernden Bedingungen Schritt zu halten. Portale wie MySpace, last.fm, Apple-Store, Amazon-mp3, aber auch die vielen Seiten der Künstler und auch die Downloadmöglichkeiten (legal/illegal/sch…egal) sind der Inhalt eines Beckens, das nach etlichen Jahren der Diskussion, Verbote, Gesetze, Zensur, Einschränkung, Planlosigkeit noch immer nicht klar definiert ist.
Den letzten Satz immer wieder lesend, muss man sich vergegenwärtigen, dass bis auf ein paar Rülpser gscheiter Herren auch die Politik nur auf Zuruf der Industrie etwas in den Griff zu bekommen versucht, dass so nicht greifbar ist. Ich gehe davon aus, dass sich der Konsument bei vernünftiger Plattform/Absatzmöglichkeit/Angebot zum Kauf bewegen lässt, zu beiderseitigem Nutzen. Win für den Konsumenten, weil ansprechendes Produkt/Genuss und mehr Nutzen als herkömmlich (breiteste Verknüpfung on-/offline, ausser LP) und win für den Markt, der breiter aufgestellt als je zuvor, die Lücke zwischen Megasell (aus bekannten Gründen) und Indie kleiner werden lässt und damit für viele Kleinere und vielleicht Mittlere Platz schafft (und auch dabei gut verdient). Ich seh da derzeit nix (kann sich ja täglich ändern) was einem Platzhirschen Apple-Store Paroli bieten könnte, auch keine Form ´Ersatz für den CD – Kauf´ zu füllen, die LP bleibt weiterhin Schmuckstück, Sammlerobjekt und audiophile Spielerei - und dann noch eine sich in den Schwanz beissende, weil brennend, Apparatur namens Musikindustriekonzerne, die ihre abnehmenden Gewinne mit einer Milchmädchenrechnung aufgewogen sehen wollen: Ein Album, das illegal geladen wurde, nicht auch gekauft werden würde.
Positive Beispiele a la Radiohead oder Mountain Goats, die vom Nutzer einen Gegenwert selbst eingeschätzt haben wollen, gibt es und sie beweisen, dass Musik durchaus für als wertvoll erachtet wird. Über kurz oder lang werden dass auch die Konzerne mit ihren dümmlichen Aushängeschildern kapieren (müssen! – und den Hammer des Stursinns auf die Seite legen) – das sich das für sie rentieren könnte, hat sich leider noch nicht bis zu ihnen durchgesprochen. Mit gewinngeilen, opportunistischen, hohlen Pappkameraden a la Bono im Ohr ist das leider auch nicht möglich.
Montag, 4. Januar 2010
Judas
P.s. Nur weil jemand am schnellsten einen Berg rot-blau bezwingt, Sänger einer Popband spielt, die beste Kondition für Extremsport hat, oder aber den besten Trigger-Finger sein eigen nennt - befähigt das nicht dazu, die Klappe aufzumachen und zu allem seine Meinung kundzutun. Die Medienmenschen sind aufgefordert, solchen Eseln einfach weniger Platz einzuräumen. Die Verantwortung liegt in unseren Händen - Bono shut up!
Dienstag, 29. Dezember 2009
Das war...
5 wahlfreie Songs, die man auch 2010 hören muss:
- Jim Ford -Hanging from your lovin tree
- Rocket from the crypt - Ditch Digger
- Suzzy and Maggie Roche - La Vie c´est la vie
- Sunset Rubdown - Shut up i am dreaming of places where lovers have wings
- Lydia - Fate
- Jörg Fauser und Umberto Eco
- Nip / Tuck, and of course: The Simpsons!
- Sardinien, take a cheap flight and enjoy!
- M.B. - moto Ducati und mein riesiger
- Adventskalender (thx an dieser Stelle!)
- Deichkind
- Gossip (zeitgleich mit best concert act, hmmm)
- Unser Weihnachtsbaum, genau richtig hoch und eben gewachsen, so muss Mittelmaß aussehen
The End:
Bin froh, das eine Neues ansteht - was für ein arges Jahr 09 - i won´t miss you
TWENTY_TEN become!
Sonntag, 27. Dezember 2009
Danach
Silvestergedanken machen sich breit, wobei besonders die guten Vorsätze erst 5 Minuten vor Zwölf aus dem Brei, der übers ganze Jahr hindurch gesammelten, vorgenommenen Aufgaben besteht, extrahiert werden. Jedoch, gilt es noch die Tage bis dahin mit entweder Verwandtenbesuchen zuzukleistern oder so elegant und schwungvoll wie möglich, die weiße Pracht auf den Pisten zu ruinieren. Schöne Zeit.Apropos zukleistern: Nach der Hochzeit der zwei größten Klopapierhersteller vor Monaten verschwand CHARMIN still und heimlich aus den Regalen (zumindest die Qualität) und es entstand ein Derivat namens Charmin Deluxe - nicht zum Aushalten. Teuer und profan. wtf! Zewa lenkte ein und brachte vor Kurzem ein neues Zewa Moll - streichelsanft und saugfähig.
Das neue Jahr kann kommen.
Mittwoch, 23. Dezember 2009
Wetter – Chronik der letzten Tage
- Vision (Sammlung übers ganze Jahr), zur
- Mission (Eingrenzung des Machbaren) bis hin zum
- Ziel (über den Weg des Besorgens)
frisst sich der aufmerksame Weihnachtswurm zum Weihnachtsfeierapfelkern. So die Theorie – in Wirklichkeit muss ich am 24. nochmals los – Knopf ins Ohr, Kinderaugen leuchten; Hatz, kirre und co. Nicht das ich nicht Zeit gehabt hätte; Nein, nein - Aber das wird. Weils noch nicht ist. Mein Gefühl flüstert mir irgendwas von Ende November, und nicht Tannengrün-Rotweihnachtskugel-24ter. Falsch gefühlte Zeit ist nicht schlimm, sondern asynchroner Rhythmus irgendwelcher körperbezogener Abläufe – nicht stimmig. Ich geh trotzdem nicht im Herbstsakko einkaufen. Denn es wird. Es wird.
Dienstag, 22. Dezember 2009
memoriam
Ich bin betroffen – nach langer Zeit das erste Mal wieder, vom Tod eines jungen Menschen. Das zweifelhafte Vergnügen kurzer Lebensläufe habe ich trotz meiner Ü-30 Lenze schon sehr oft hinter mich bringen dürfen, zu hoch befinde ich nach wie vor die Sterblichkeit meines Freundesumfelds. Langsam bewegte sich die SM-Rate gegen Null und auf ganz leisen Sohlen schleichen sich die ersten Gedanken an den Verlust geliebter Menschen in den Hinterkopf. Man wird ja nicht jünger.
Und manche Menschen werden nicht älter. Mein Motto gegen den Suizid (zumeist danach): Was einem bleibt, ist das Verblassen! Florian Hufsky hat sich das Leben genommen. Ein sympathischer junger Mann, der ganz schön viel unternommen hat. Zuerst liest man die ersten Mitteilungen, dann eröffnet sich einem ein ganzer Kosmos von und um diesen Menschen. Arbeiten, Onlinematerial und ganz viele Verbindungen bleiben. Beeindruckt hacke ich diese Zeilen in den Blog, vom Menschen und Werk – und bin trotz dieses Verlusts, inspiriert.
Aug´in Aug´
Als besondere Herausforderung, so habe ich mir vor langer Zeit auf die Blog-Fahnen geheftet, sollst du keine Bilder posten (und das nicht!, weil ich zu faul fürs ordentliche Formatieren des Pics und des Blogs bin ;P) – schwer wird’s für mich nämlich dann, wenn ich den visuellen Part wörtlich nehmen muss. Sauschwer wird’s aber, wenn ich die aktuellen Werbefolder zur Weihnacht durchblätter – denn da kann ich mich einfach nicht entscheiden, ob ich mir den Bauch vor lauter Lachen halten soll, das Fremdschämen weiter kultivier´ oder einfach Mitleid mit den Tröpfen, die mich da so blümerant angucken, haben soll. Den vorläufigen Höhepunkt durfte ich heute Morgens miterleben, den aktuellen Hofer-Prospekt durchziehend – scheinbar junges Mädchen (Kind?) in „Lauras Stern“ Nachtwäsche, die ich ja nicht allzu schrecklich finde – dann schau ich dem Mädchen ins Gesicht und mir verziehts meines wie nach Limone – Attacke / Kombi - Hollersaft im Frühsommer.
Da kriegst du Angst, das sag ich dir. Scheinbar deswegen, weil das Mädel nicht nur nicht lacht, sondern die Augen/Nase/Mund-Kombi nach Vierzig und ziemlich blöd ausschaut, der Rest aber durch Kinderkörper seinen Ausdruck verleiht. Auch nach genauerem Hinsehen, kann ich keine Photoshop – Spuren entdecken. Ist sie einfach so gestraft vom lieben Gott? Könnte es sein, dass sie mit ein bisschen Lächeln die schiefe Optik wieder in Waage bringen könnte, einfacher durch natürliche Körperhaltung? Selbstverfreilich, mein Geschmack ist da etwas eigen (no na!), muss jedoch gleich wieder die Keule aus dem Sack holen und zum Rundumschlag ausholen: Meinem Geschmack entsprechen viele Modelle, die dem Produkt dienlich sind – d.h. sie sind oft Träger, Hülle für… und belästigen mein Auge nicht, oder nur gering. Verdächtig oft krampfts mir beim Entsorgen von Penny, Lidl, Takko und ähnlichen Billigstanbietern -> ob das der Zielgruppe gerecht wird; dem setze ich an dieser Stelle nichts entgegen.
Montag, 21. Dezember 2009
-io
So ziemlich jede Zustandsbeschreibung, die ich in den letzten zwei Wochen artikulierte, endete auf i und o. Was jetzt mal nicht so spektakulär klingt, ist für meine Mitmenschen eine einzige Belastung. Cheeerio! Und wenns gefällt, dann auch noch: Cooolio! Und mir ists echt schwer, diese Endung nicht mehr zu verwenden. Eine temporäre Sucht, die es sich abgewöhnen gehört.
Ich geh mal davon aus, dass es in meinem Leben so an die hundert Begriffe gab, die ich zeitweilig verwendet hab, ausgereizt bis zum Schluss und dann / oder es jemanden gab, der es übernahm - und genauso schnell, wie ichs im Sprachgebrauch hatte, wars auch wieder weg. Der letzten sprachlichen Modeerscheinung kann ich das Ganze nicht zuschreiben, auch nicht einem netten Freund, der mich angefixt hat – aus Sprachblödigkeit, schließ ich jetzt fix, heraus, sprudelts mir zwischen den Lippen hervor. Und richtig stumpf wird’s, wenn man an solchen Marotten festzunageln ist. Aber zum Glück vergeht auch das wieder irgendwann. Für die Anderen nur nie schnell genug. …Tschüss mit Üh. …Ciao mit Au. Tztztztztzzzzzz….io.
Sonntag, 20. Dezember 2009
Strunk ins Hauptabendprogramm
Heinz Strunk ist offenbar nicht zu beneiden. Nach der autobiografisch erzählten Achterbahnfahrt zwischen todtraurign´ / himmelhochjauchzenden Erlebnissen schliesst man - bei der ein fast jeder Lacher glucksend steckenbleibt, froh zu sein, diese Jugend nicht selbst erlebt zu haben. Ein Hörbuch für ganz Harte und noch Härtere.
„Heinzer“, wie er von den Bandkollegen genannt wird, durchstreift bei seiner Erzählung zwei Jahrzehnte deutsche und persönliche Geschichte als Mitglied und Besitzer einer Kleinstfamilie, Saxophon und bemitleidenswert hartnäckiger Akne. Aufgewachsen und noch immer in der Provinz lebend, wird Jahr für Jahr aufgezählt, gelacht, geweint und immer vordergründig geträumt. Von Musikerkarriere, einer besseren Welt, mehr Geld und vorallem dem fast unerreichbaren anderen Geschlecht. Das Leben scheint so viel zu bieten, ist von so hervorragender Qualität für den Gast, den Zuhörer, immer den Anderen, die dem Protagonisten Strunk gegenüber sitzen, tanzen und leben - nur die „Mucker“ der Band „Tiffanys“ kriegen nichts von dem ganzen ab. Sie erleben keinen Ru(h)m, wenn dann billigen Fusel und zumeist noch Schimpf und Schande bei ihren Auftritten, die für die meisten die Höhepunkte der Woche darstellen. Ansonsten gibts spezielle Highlights H. noch: Mutter, die an ihren psychischen Problemen laboriert, die Spielautomaten mit besonderer Anziehungskraft und die Phantasie, die kurz Provinz und Durchschnitt erträglich werden lassen. Doch davon einfach „live“ mehr...
Warnung: Es werden einen die Menschen etwas schräg angucken, wenn man sich dem ganzen per Kopfhörer hingibt. Ich habe mein Lachen nicht unterdrücken können, einfach so drauf los geprustet und manchmal sicher eine komischen Eindruck hinterlassen - Strunk hat fast jede Emotion möglich gemacht. Dieses Werk ist sehr komisch, oft ironisch, hat aber auch traurige und stille Momente. Was es aber Erhaben erscheinen lässt ist, das Durchschnitt ehrlich erzählt wird, und eben das einen Gut - Teil der Unterhaltung ausmacht. Etwas kleines, nebensächliches ganz Groß erzählt, Kopfkino gepaart mit Wirklichkeit. Strunk ist ein guter Erzähler, getrieben vom Mitteilungsbedürfnis und einem Leben, dass so erlebt nicht beneidenswert aber einfach(!) unterhaltsam ist. Da höre ich gerne zu.
P.s. Nochmal - Ich habe nicht gelesen, sondern gehört. Und Strunk zuzuhören ist ein Genuß. Es sprudelt nur so vor Einfällen, Interpretationen, die mir deutlich gemacht haben, dass ich das so garnicht erlesen kann. Fazit - Topempfehlung: Hörbuch (Ganz allgemein: nur nie gekürzt!)
Montag, 14. Dezember 2009
The Darkside
So gern zerreiss ich an dieser Stelle mal was. Ein Buch, einen Film, irgendetwas Konsumierbares – hoch in die Luft und ritsch-ratsch, nicht nur lauwarmes „Geht-eh-noch“ – Geplänkel. Ich bin baff erstaunt, wie ich meine Konsumation rückblickend bewerte: durchwegs gute Noten. Schon mal was Verhautes, aber dann geh ich gutmütigst drüber, verteile den Abschalten-Tipp, thats it. Begleitet wird das Ganze noch vom ungeliebten (Polit-, Starlet-) Werbespruch, das negative Werbung eben auch Werbung ist. (Marcel Reich-Ranicki zeigte vor – er sprachs abends, und morgens verkaufen sich die Bücher wie iPods zur Hochblüte)
Vor den Vorhang und mit Tomaten zu bewerfen sind – also nicht kaufen, weil man sich irgendwie daran erinnert – das folgende ist: a Kaas!
· Die neue Wolfmother (Audio): Was ist denn da los, die erste Scheibe dreht die Welt um und der Nachfolger ist nichts, Nichts, NICHTS – nochmal Erstling einhören und dann Studio, ihr Flaschen (und drauf habe ich mich gaaanz lange schon gefreut) – auch Kacke: Snow Patrol (ich versteh nicht was mir da mal gefallen hat).
· Air – Love2: Hallo? Hört ihr eure Fans noch? – Auch wenn ihr nur gehört werden wollt, das dreh ich ab. In jedem Fahrstuhl geht’s mir besser, jedes Kaufhaus verhilft mir mit ihrem Eigenradio zu mehr Emotionen. Ein bisschen Blip und ein Blem - Gedudel ist zu wenig. Plz Restart your Engine, euer Zeugs ist noch immer von großer Quali, nur leider überholt ihr euch selbst.
· (500) Days of Summer (Film): Ganz, ganz selten lese ich in Musikmagazinen wirklich gute Filmempfehlungen – und ich habe denen vertraut. Höchstwertung. Knappe 2 Stunden Ahnungslosigkeit, Staunen über solch fiesen Schrott mit wirklich schöner Mucke unterlegt. Bitte Hauptdarsteller umschulen, vorzugsweise auf: Bäcker, Bauarbeiter oder Tontechniker, aber bitte nicht mehr vor die Kamera. What a crap UND noch weiterer ziemlicher Mist: Ice Age II+III (Aufgussalarm), Stromberg (Huch!)
· Peace of Shit: Urliebst hat man mich beschenkt – mit einer selbstgefertigten Tasche für mein liebstes Elektro-Gadget – der Stoff färbt ab, und ist dabei nicht einmal feucht! Danke für 150 Jahre Stoffindustrie und kein bisschen weiter, grrr.
· Uneinheitliche Packungsgrößen (wenn ich schon mal beim Austeilen bin): WTF? WTF! Jaja, ich glaube jetzt dann auch an die komplette Weltherrschaft der Konzerne – das dumbe (Kauf, in bestimmten Zeiten Stimm-)Vieh läuft wie blöde zum Trog. Aufpassen und bewusst kaufen, menno. Und ich mach mir ums Geld sorgen, so gesehen besorgt sichs REALMONEY, WTF!!!
· Krisengequatsche: Alles, aber auch wirklich Alles wird einerr Krise untergeordnet – die herbei geschwafelt wurde und jetzt zwischen den Seilen hängt - ähnlich der Vogelgrippe, BSE und jetzt NEU! Schweinegrippe: Ist nicht da, war nicht da und was weiss ich in Zukunft, aber hörts mit dem Jaulen auf…