Samstag, 4. Juli 2009
Lang und mühsam ist der Weg, beschwerlich die Reise...
Donnerstag, 2. Juli 2009
Information ist Macht, nichts wissen macht auch nichts
Juni und es regnet ... damit sind auch die schönsten Touren in, um und durch Kärnten gestrichen. Vorerst einmal. Aber traurig ist dadurch niemand - so scheint es. Jeder macht das Beste daraus. Es gibt ja so viel zu tun. Nur eben nicht baden oder muturradln´.
Tipp des Tages: Die Spira wirkt ihre Magie jetzt zur Primetime auf ORF2 - Liebesgschichtln sind so a schöner Sozialvoyeurismus - gemma schaun...
Spruch des Tages: Beim Laufen denke ich unentwegt ans Essen!
Enjoy life!
WinVirtual
Wer sich heute zu den glücklichen Besitzern eines PC´s der Firma Apple zählen darf, glücklich und rundum zufrieden, dem sei folgendes ans Herz gelegt: Es gibt eine wundervolle Virtualisierungslösung namens VirtualBox. (Nicht dass WIRKLICHE PC-Besitzer nicht glücklich wären; ausgeschlossen bleibt jedoch die Virtualisierung eines Systems, dass man eh schon nützt, wenn auch mit Grauen, hehe)
Virtualbox ermöglicht die Installation eines beliebigen Betriebssystems als virtuelle Applikation - wer also ein Programm aus den alten Zeiten (Linux anyone?) wirklich braucht, oder mal was testen will, here u go - ach ja, für den Rest: Endlich gibt es auch 3D-Beschleunigung (mit entsprechender Hardware vorausgesetzt) - OpenGL eh schon lang, jetzt aber mit DirectX-Unterstützung (hier ein HowTo)
Vielleicht werden bald meine bescheidenen Träume a la TrackMania am Apple wahr - *wieder_ in_schlechtem_Traum_versinkend...*
Mittwoch, 1. Juli 2009
Helpyourselfish
Das Schönste am Zeit-totschlagen ist die Erkenntnis (immer erst danach, nie mittendrin) - wie schnell die abgelaufene Zeit mit einem Blödsinn verplempert wurde. Und das ist nur bedingt schlimm, den alles hat seinen Sinn, auch wenn es nur der ist, das es keinen Sinn hat. Hier mal ein kleines Vademeecum für Nachmittage, an denen man WIRKLICH arbeiten sollte; reale Probleme, die man sich zu Herzen nehmen und auf einen Topplatz der eigenen ToDo-Liste geben sollte:
1. Ungelöstes Rätsel der Menschheit lösen: Das Tunguska-Ereignis
Das Ereignis, bereits 1908 passiert, war eine ungeklärte Explosion ungeheurem Ausmasses. Der Grund für diese Explosion wurde bisher nicht zweifelsfrei geklärt - 120 versch. Gründe gibts bereits zur möglichen Aufklärung - Lassen wir es doch mind. 200 werden
2. Verschwörungstheorie entfachen: Die Bielefeldverschwörung
ANGEBLICH ist das eine Satire, über die Existenz der Stadt Bielefeld und Zweifler versuchen, durch die in sich geschlossene und unangreifbare(!) Argumentationsstruktur gängige und vollkommen berechtigte Verschwörungstheorien auf "humorvolle" Weise herauszustellen - was auch noch zu bezweifeln wäre. Krieg den Zweiflern!
3. Die Suche nach der berühmten "Trap Street" in aktuellem Kartenmaterial
Diese in fast jeder Karte zu findenden Strasse bezeichnet eine Straße in Stadt, Landkarten oder Geodaten, die im Gelände nicht vorhanden ist, sondern vom Kartenhersteller als Plagiatsfalle eingebaut wurde. Wer so ein Wasserzeichen findet, kann die Straße ausbauen und das Kartenmaterial vervielfältigen und damit zum Euro-Multimillionär werden. Such!
Anmerkung des Verfassers: Das sind keine erfundenen Fälle, sondern echte Probleme, die ungelöst ihr Dasein fristen - mit geballter Kraft können wir als Community die Menschheit von diesen nicht ganz "zufälligen" Problemen befreien.
Fforde sollte man heissen
Wieder länger her ist, dass ich ein Fantasybuch verschlungen habe - zu dieser frühen Zeit, da waren noch Terry Pratchett & Co hoch gehandelt (btw: ich liebe dieses UND-Zeichen, hat bei mir mit der Art "Industrieromantik" zu tun, aber nun btt:) - werkseitig war am Sonntag im TV: Colour of Magic, die erste Lese dieses Dauerschreiberlings, Englands Fantasiemaschine. Von der Insel kommt aber mehr Großartiges - Jasper Fforde ist dieses Genie, dass mMn Pratchett ebenbürtig, wenn nicht über ist - weileinfach : angekommen im 21. Jahrhundert. Auch schon länger her, dass Fforde gelesen wurde, aber erinnert als wärs gestern. Das ist Litpower.
Tipp: Jasper Fforde - 4 Bücher geschrieben, allesen!
Sonntag, 28. Juni 2009
Schnee im Juni
Immer gibt es ein bestimmtes Produkt im Werk eines Künstlers (ihr wisst ja, das -Innen gehört sowieso dazu), das für ihn (Sie) den Durchbruch bedeutet. Es heisst nicht, dass man es endgültig geschafft hat, aber ein sicheres Aufflammen in kompletter kultureller Dunkelheit ist einem wenigstens für 15 famose Minuten sicher. "Der Schneemann" war für Fauser dieses Streichholz - besser die Fackel durch das literarische Labyrinth; und Er war danach ja ein Dauerbrenner, sozusagen. Hier schon wieder ein Lob über Fausersche Prosa? Ja!
Und nochmals zurück zum Start: Kennt jemand gar nicht so zufällig Carl Weissner? Nein/Ja? Bukowskis Haus- und Hofübersetzer ins Deutsche, Freund der "Reallife"- Prosa und anscheinend der Mann an den man sich in den Siebzigern wenden musste, wenn man verrückte Schriften publiziert haben wollte. Derjenige welche steht auch auf den ersten Seiten beim Schneemann, lobredend. So solls sein - weil Fauser (für mich schon wieder) in diesem Werk Zeugnis ablegt zum großen Erzähltalent. Mir war die Reihenfolge des Werklesens einerlei, weil die Qualität zu keiner Zeit Einbußen hinnehmen musste. Nur man selbst ist bewegt von der Tragweite dieses Romans, der so leicht und locker zu verstehen gibt, wie wertvoll es einerseits für einen selbst und auch für den Autor ist/war.
Die Story? Protagonist wird zum "Schnee"-mann, schnief-schnief. Erlebt seine Tage, man begleitet ihn. Und das Großartige an der Geschichte ist, dass man bei diesem ganzen Erleben zum Nachdenken gelangt - nicht über Storys, mehr über das Leben im Speziellen, dem Oben und dem Unten, dem Kleinen und dem ganz Großen. Ausgelöst durch dieses eine Produkt, dass zum Durchbruch führt.
Reflect and act.
btw:buy this shit!
Molche überall!
Die Geschichte rund um das Buch "Der Krieg mit den Molchen" ist für mich fast aufregender gewesen, als das Buch selbst (das vorweggenommen auch eine gute Mache ist) - fast so ähnlich wie der Weg zur Post mit den Paketen, an denen man nichts verdient (siehe eBay, oder auch Amazon-Marketplace) - und dies dann (manchmal!) interessanter ist als das eigentliche Ziel.
Auf Amazon ausverkauft und den Buchbörsen gerade nicht gehandelt, eroberte dieses Buch, ob der Rezensionen besondere Aufmerksamkeit - als Sparefroh will man für so ein Buch (aus den 60ern...) eben nicht einmal Zwanzig Lappen hinlegen, sondern am Besten for free aus der DorfBiblio. Nach langer Suche fand ich es doch tatsächlich in unserer Dorfklitsche, versteckt unter dem Haufen Phuntastischem - die Suche wars wert und vor allem sehenswert.
Ein Handelskapitän entdeckt auf einer entlegenen Südesseinsel eine Molchart, die fähig ist zu lernen. Langsam beginnt er diese Molche zu zivilisieren - zuerst als Arbeitstiere in einem Getto, später werden sie zur Zucht genutzt - wie die Molche, entwickelt sich die Geschichte, aufgeteilt in drei Stationen, zum Alptraum für die Menschheit rund um den Erdball.
Warum dieses Buch? Karel Capeks "Valka s mloky" wurde vereits 1936 zum erstenmal aufgelegt und dies erhöhte das Interesse in Zusammnenhang mit dieser bestimmten geschichtsträchtigen Zeit. Und genau an diesem Punkt schliesst sich der Kreis wieder: Begehrt ist dieses Buch, weil, so finde ich, es in einer Reihe mit den großen Utopien (Bradbury, Orwell usw) steht, d.h. eine Geschichte mit z.T. satirischem, kritischem, hilflosem oder/und beherrschtem Blick auf den Zustand dieser Welt - und dabei spielt das Erscheinungsjahr so ganz und gar keine Rolle. Ach ja: illustriert war die Ausgabe sehr liebevoll und innovativ - etwas fürs Hirn und Auge. Herz was willste mehr?
Tipp: Lesen und/oder durchblättern!
Samstag, 27. Juni 2009
Liegt es an mir oder ist...
wirklich alles Scheiße? - so lautet nicht meine tägliche Denksportaufgabe, sondern ist eines jener Bücher, die in den großen Schütten der Buchverteiler aufliegen und man für das Wochenende für 2,99€ einfach so mal mitnimmt.
Das "kleine Universal-Lexikon des modernen Lebens", so der Untertitel, hält leider nicht, was er verspricht. Es wird geschimpft und hergezogen, ausgelacht und bemerkt, was so alles schief liegt in unserem neuen Jahrhundert, angefangen von übeflüssigen Artikeln die unsere Wahrnehmung vollkleistern, der nervigen Pop-Göre und vielen kleinen Weh´s und Aua´s unserer Welt. Im lexikalischem Stil erfahren wir viel von der "Scheiss"-Welt, aber noch viel mehr über die spezielle Welt in England - und genau hier liegt das Problem. Das Buch, 2006 erschienen, wird immer wieder benützt, um den Lesern die Fehler von England und dessen Bewohner vor Augen zu führen. Und für eienn Mitteleurpäer liegt dabei der Infogehalt so cirka bei 5% (natürlich weiss man ein bisschen Bescheid, aber viele Runningjokes sind nicht zu verstehen, ausser man lebt in...)
Fazit: Es gehört einfach nochmals aufgelegt, für jedes Land einzeln, vielleicht in Österreich noch dazu für jede Region - wichtig ist es allemal, der Titel verführerisch und wenn dazu noch die eigene Denke zur Kritik stößt, dann erfüllt das Buch den Anspruch - denn nicht wir sind Scheiße, sondern immer die anderen.
Buchautoren - Steve Lowe und Alan McArthur, Titel s.o. - überall im schlechtsortierten Fachhandel erhältlich!
Samstag, 13. Juni 2009
Von einem der auszog
Twitter und Co. sind für ihn (und uns?) Werkzeuge und Ausdrucksform in einem. Er operierte auf freiem Feld und hat dafür bezahlt: um was geht’s genau – er hat sich ohne Zwischenstation (PR-Rakete) auf die Meinungsmache der Fans eingelassen, hat persönlich mikrogebloggt und kehrt jetzt dem ganzen den Rücken. Why?
Weil er enttäuscht ist, über die User, die nur stören, da nichts Konstruktives entsteht, sie die Anonymität ausnutzen. usw Seine Erkenntnis: !Idiots rule! und als Folge davon zieht er sich wieder zurück.
Ich sags ja: der Herr ist mir sehr, sehr sympatisch. Aber was wollte er den genau herausfinden, was ihm (und vielen anderen) nicht eh schon seit Anbeginn des Jahrhunderts bekannt ist. Dabei reicht meine Vermutung etwas weiter. Raznor polarisiert. Kunst hat diesen Auftrag auch. Und er ist einer der wenigen die einen Schritt auf seine Fans zugemacht hat – für ihn ein Fehler. Und eine weitere Lehre: Divide et impera. Nur aufs Herrschen nit vergessen! Sonst gibt’s Prügel.
Donnerstag, 11. Juni 2009
Widerwien
Sonntag, 7. Juni 2009
Der Stoff, aus dem die Träume sind
Und nach weiterer Lektüre der Fauserschen Werke sitze ich wieder wie anfangs, staunend mit offenem Mund: Unfassbar. (Hier bitte gestisch mittun: mit beiden Händen an die Stirn fassen, dann schnell nach vorne reissen, dazu gleichzeitg Kopf schütteln und leise vor sich hin murmeln: u-n-f-a-s-s-b-a-r...) Oh mein leiber Scholly, wo soll ich denn da nur anfangen? Vergleiche mit Bukowski, Bourroughs funktionieren nur bedingt, sind sie ja auch Bestandteil des Texts. Der Typ ist gut, nein, noch mehr...er ist sooo gut, dass plumbe Schönschreibereien nicht ausreichen. Es ist eine Lust mit ihm den Himmel und die Hölle zu erforschen, getragen von unprätentiosen Sätzen, die einem immer wieder einhämmern: so einfach geht’s. So kurz und prägnant, so auf den Punkt gebracht. Mein lieber Herr Rund-herum-schreiber-Sätze-wie-Kaugummi-aus-dem-Automaten. Und dabei lüfte ich jetzt das schönste an dem Ganzen: es ist nicht eine Sackgasse, die sich dem Leser auftut, sondern Chance, Lebenslust, Gier nach mehr, ja auch nach Drogen, aber ohne dem ganzen Neg - Zeugs, der Hölle, dem zerstörten Leben. Gibt’s wohl nicht – beide Seiten der Medaille, nur Hammer - Achterbahnfahren ohne Reue ist Wunsch, keine Wirklichkeit. Wirklichkeit heisst nur krachen. Unfassbar, für einen Jung´ dieser Gesellschaft, denn ohne Leistung keinen Spass. Kennt man ja, Erziehung heisst das. Zuerst Arbeit dann das Spiel. Sonst kommt das Leben und bestraft einen. Drogen nehmen das Spiel vorweg, danach kommt nur die Rechnung. Wenn man bereit ist diesen Preis zu zahlen. Und „Zahlen“ muss man immer.
Fauser, du bist ein Knaller. Da stolpert es sicher schon das dritte Mal über deine Fallen und dann trapste man mitten rein. Blitzableiter und Lebensgeist, Mahner und Erfüller – schwarze Tinte auf Papier. Drogennachschub für einen Lit-Junkie. „Rohstoff“ heisst das Ganze. Fausers autobiografische Mache – hab ja grad „Schlangenmaul“ hinter mir, zieht dir einen Scheitel, dass du gern mal das Buch zuklappst und dich fragst, was du denn bis jetzt so getrieben hast. Nicht einfach mal so. Es ist die Spritze voller Stoff in die Venen des lesenden Organismus. „Rohstoff“ ist Hochprozentiges, Opiat und Highflyer – das herzkranken Menschen den Ruin zeigt und sie unweigerlich hinein treibt. Das macht keine kranke Pumpe lange mit. Schon mal das Herz beim Lesen geklopft, feuchte Hände, suchende Augen, gelbgerandet. So sehr hab ich mir noch nie im Literarischen gewünscht wieder zu Zigaretten zu rauchen, den Stengel als Gefühl von – Rauch in den Nüstern, der schnelle Schluck nach dem Zug, ausatmen, die Kapillare kriegen den Stoff gepresst, einatmen – aha – durchatmen. Das ist genug, wie war das beim Schlangenmaul: Ob ihr das lest, ist mir egal, herzlichst
Freitag, 5. Juni 2009
TeaTime bei TouristTrophy
Donnerstag, 4. Juni 2009
Zufallsberieselung vs. Audiobestimmung
Schon oft passiert ist: Ich höre Musik erst einige Zeit nach dem Erscheinungstermin, schon gut abgehangen und gelobt samt zerrissen, auf jeden Fall nicht ganz frisch. So ging es mir mit Tool, wofür ich heute schon noch eine Erklärung habe, auf jeden Fall froh, dieses Werk in mein Lauschrepertoire aufnehmen zu können, und auch bei Magnetic Fields, Sunset Rubdown, Spoon und Mountain Goats sowieso. Why?
Genaues Augenmerk heute auf: Magnetic Fields - ist im Grunde ein Solo-Unternehmen, bei dem sich Genie und Können auf so einzigartige Weise die Hände reichen, dass ich als Mahner und Rufer diese Stelle nütze und der Welt zurufe: 69 Love Songs – kaufen – einlegen – abheben. Es kann kein Zufall sein, es war mir bestimmt, diese Stücke erst zu entdecken, als es Zeit dafür war. Mit ein bisschen Interpretation geht das. → Die Top 5 – Charts der Best of „Best of“ des 21. Jahrhunderts (genau gültig für den 4. Juni 2009, früher Nachmittag), so far...
1. Magnetic Fields
2. Mountain Goats
3. Sunset Rubdown
4. Tool
5. Spoon
...and thanks for all the fish. Lifelonglistening!
Mittwoch, 3. Juni 2009
motobilderparadies
:o
Dienstag, 2. Juni 2009
Rhapsody on Ice
An so einem Tag, pflüg ich da liebend gern mit meinen Zehen, durch das Gras zum Wasser hin, mit den Augen die Bienchen suchend, mit den Füßchen nicht darauf steigend, tripf-tropf...landet ein Wassereisklecks auf meinem Bein. Auch schon passiert bei schlechtem Wetter.
Easyrider, Twinni, Plattfuß...alles da, auch das Paiper, für dessen Historie ich einfach zu jung bin. Daher stehe ich ahnungslos da, wenn vom berühmten P. die Rede ist – für mich war nur eins berühmt: Nogger-Jogg, auch weil es das nimmer gibt.
Retrofeeling pur.
Magnum sei Dank.