Samstag, 26. Februar 2011

metatalk

„Was Hans über Heinz sagt, sagt mehr über Hans als über Heinz“ - diesen Satz kann ich nächtens, kurz nach dem ungewollten Aufwachen in noch schlaftrunkenem Zustand wie aus dem ff in aufrechter Sitzhaltung und lautem Timbre durch den Raum brüllen. Es ist die Essenz aus den Büchern über Information, Macht, Aufstieg, Karriere, die gelesen, meinen Nachttisch wieder gen Bibliothek verlassen haben. Nein, ich habe nicht alles gelesen, so jeden Satz und extrahiert, Seite um Seite verschlungen - der Druck, auch zu lesen, was man sich vornimmt, lastet nur mehr leicht auf meinen Schultern. Aber Wichtiges blieb mir nicht verborgen.
Ich bin einer jener Menschen (und eine meiner wichtigsten Dissthesen (das Thema wird ja dzt. eh mehr als genug gekaut, also wird in Zukunft eh jeder Wissen, wieviel wert so eine Diss hat! siehe Guttenberg und ABERKENNUNG nicht Rückgabe des Doktortitels!)) lautet (und ich unterstelle das den Leuten auch): die sich ein Buch nehmen (Anleitung, Vademecuum), wenn sie etwas wissen wollen (dazulernen, besser werden) -kurz: Lesen, Lernen, Leben. Und dann reden, denn Menschen reden über - Die informelle Information ist eine der wichtigsten Informationsquellen, die schlimmste Grube, einer Vernichtung gleich oder auch nahe dem Olymp. Hier wird über Menschen bei einer Jause entschieden, Karrieren gelegt, zurückversetzt, sich Meinungen und Urteile gebildet, zu Unrecht verurteilt und wieder frei gesprochen. Die Schulsprecherei hatte einen Vorteil: das Lehrerzimmer stand mir offen. Ich lief den Leuten entgegen und wir quatschten über dies und das. Und vorallem aber auch über Schüler. Nicht viel anders verhält sich das große Lehrerzimmer, die Arbeit. Nur wer ausgeschlossen von Information im Strom treibt, ist glücklich (vermeintlich oder auch echt), denn sonst endet das Heinz/Hans Spiel nie - es ist allgegenwärtig. Man nimmt es dann nur nicht wahr - und legt sich gleich wieder schlafen. Ist ja noch Nacht.

Donnerstag, 24. Februar 2011

phon

ich such noch immer ein kleines Megaphon mit Stimmenversteller und Effekten (Sounds!) - als Kind durfte ich auf den diversen Zeltfesten (und, oh meine Freunde glaubt mir, auf denen war ich oft und intensiv, so durfte ich der wundervollen Melodeien lauschen, die da auf mich niederfielen, wie Sternschnuppen in unser Atmosphäre -persidenschwarmartig und noch heute schwirrt mir angesichts der Traurigkeit und Monotonie der Unterhaltung eine besseres Welt vor Augen - heimlich schunkel ich auf einem Regionalsender bei einer bekannten Melodie einfach mit, das dürften Überbleibsel dieser Litaneien sein) mir mit dem erhaltenen Geld (oder besser gesagt musste ich, die Sucht des Kindes nach Mehr/Spielzeug) ein Ding an den „Standln“ kaufen, oft war es Schrott, meist noch Zuckerzeugs dazu, das spätestens nach einer Stunde intensivem Gebrauch der Mülltonne einen immerwährenden Besuch abstattete. Meine Vorstellung von Megaphon von früher ist gelb, batteriebetrieben, schwarzes Billigplastikkabel und Zeugs zur Montage am Fahrrad (wo es nie hinkam, weil man es (das Zeugs oder das Ding, Megaphon) zuerst verlor, verlegte, usw - was mich zu etwas vollkommen anderem bringt, an sich selten so ein Abschweif an diesem Ort: Ich glaub nicht, das man allgemein Kindern die Fähigkeit „Besitz zu abstrahieren“ unterstellen kann, aber ich glaube ohne Umschweif, sie sind dreiste Diebe - so lieb sie auch sind; das andere Kind hat etwas, dass einem auch gut gefällt, mehr noch, das dem anderen so ganz und garnicht passt, er und manchmal auch SIe es nicht verdient usw. - man selbst aber schon lange durch Werbung und andere Kinder auf genau dieses Produkt getrimmt wurde; nicht nur einmal „verlor“ ich etwas in meinem(!) Kinderzimmer, von geringem Wert nur, oder jemand borgte sich, nur ganz kurz etwas (schaun) und vergaß es zurückzubringen - mein Kindermegaphon dürfte auch diesen Weg beschritten haben - weil ich mich eben zurückerinnere, mehr als einmal so etwas erworben zu haben, aber es nicht immer das gleiche war). Auch nach intensiver Googlerei bin ich nur wenig schlauer, wo ich entweder (ja ich gebe mich auch mit weniger zufrieden, manchmal) das alte Gelbe, aber really Cheape oder ein etwas besseres mit mehr Effekten krieg. Meine Ohren erkennen den Unterschied eh nicht*

* Meine erste Stereoanlage (die diesen Namen verdient, zuvor waren es Plastik-Jukeboxen, Neusprech: Getthoblaster - mit echt Plastiklautsprechern! dieser irre Sound) hatte Pressholzboxen aber sahen schon ziemlich geil aus - der Sound war ziemlich dreckig, was zur Grungephase meines Lebens perfekt harmonierte.Ich malträtierte mich und diese Boxen durch wildes Geklopfe, schrie Sie an, versuchte mitzuheulen, und war über diese Langlebigkeit auch lange danach noch erstaunt. Schon damals befand ich gute und weniger gute Musik durch diese Anlage verblendet - gefallen hat mir der Sound aber sehr.

Mittwoch, 23. Februar 2011

moto in stereo

moto ist jetzt kurz mono unterwegs; mono weil sein linker Kopfhörer (auch ganz lustig: beim laufsocken anziehen, die als einziges erweitertes Merkmal ein L und ein R eingewebt haben, zieh ich garantiert, wenn ich nicht schau am rechten Füßchen den linken an und umgekehrt, schau ich aber hin so hab ich rechts sofort inner Hand) von einem Moment auf den anderen den Geist aufgab, sein Lichtlein ausblies, die Kalotte nicht mehr bewegt, und mono (ja, das „Stereo“, die Konzi-Location bleibt mir noch immer verwehrt, hab auch gar keine Lust auf this club in KlaFu, und abgehen tuts mir auch nicht!) ist ein Verlust, weil man ja zwei Kanäle (und mit Effekt den magischen Raum, siehe Loudness War vs. Magicstereosound vs. I can see dead dumb people!) fürs Leben braucht(Ha!); unterwegs ist er mehr oder minder eh immer (beim schreiben dieses motion(!) blogs) und kurz, weil ich einer meiner Lieblingsbeschäftigungen sicher gleich darauf ausüben werde: dem schnurteln durch foren, dem auffinden von motopassenden Produkten, dem vergleichen und finden, dem inspirieren lassen, dem spontankauf und zu guter letzt und anfang, eh wieder bei Amazon (play, play, play...mantra...es verblasst die Abneigung vs. amazon, die sind einfach zu gut,hmmm...) land´ - ich bin jetzt sicher(?) drei Jahre mit sehr günstigen, aber WOW-goilen In-Ears (Creative 313!) über Stock und Stein, und ich hab das Gefühl, dass sich die Teile ihre vorzeitige Altersruhe eh schon verdient haben (leider, natürlich hätts mir gfallen, wenns noch drei Jahre runtergerissen hätten); ich seh auch bei diesen Produkten keine geplante Obsoleszenz (Filmtipp auf Arte, Doku über made to break - Produkte anhand der Glühbirne aufgezeigt, Hersteller verknappen die Lebensdauer ihrer Produkte für Umsatz und Profit (no!na!), Wiederkauf (Gezwungen, braucht man leider) und weil sie es können (technisch, zu Ungunsten von Erfindergeist, Technikertum und Umsetzung, von Genialität und vielleicht ökologischen Vorteilen dar nicht zu sprechen), obwohl: mein Überteurer So-nie - In-Ear gab auch genau nach drei Jahren den Geist auf, auch der linke Lauschprügel, ein Schelm(!) Punkt,Punkt,Punkt. Mono(sitz) ist maximal auf einer Vespa geil. Der Rest hat zwei Ohren.

Dienstag, 22. Februar 2011

Geschrieben auf einer echten Tastatur

Ich glaube, dass jede Auseinandersetzung mit dem Thema Apple unweigerlich dazu führt, das irgendwann im Verlauf der Satz: „Wayne intressierts“ fällt und damit die gesamte Diskussion ad absurdum geführt wird (das ich den Satz gleich am Anfang bringe und ihn so vorführe, verrät, dass ich diesem Stehsatz zu begegnen weiss). Der ursprüngliche Titel diese Beitrags lautete: „Apple - quo vadis“, was ich aber gleich wieder verworfen habe, weil 1. ich nicht weiss, wohin die wirklich wolen und 2. viel wichtiger, es immer das gleiche Spiel ist (was auch konsistent ist, und damit passt), was mich zu 3.) führt, hoffe ich, dass für mich trotz des Irrsinns, für mich immer ein zwei Produkte dabei sein werden.
Eines meiner Zeitvertreibliebhabereine ist das Schnurteln durch die Anzeigenmärkte a la eBay, Amazon (PLAY!), macuser.de - was es alles zu kaufen gibt und für mich wichtiger, billig abzugreifen. Ich stelle jedoch fest, dass ich schon verdammt geil ausgestattet bin und daher fast leider diese tollen Märkte nicht bedienen kann, auch wenn ich manchmal das Spiel mit mir selbst spiele, wie es wäre, dieses oder jenes zu besitzen. Was ich mir nur kurz vorgestellt habe und auch wirklich nicht haben will ist ein iPad (oder ein Tab oder wie die ganzen Bildschirme mit Eingabefunktion und eingeschränktem Umfang auch alle so heissen) - ich kann nicht einen weiteren Nutzen (Vorteil! oder einfach Unterhaltung) feststellen, den mir das Ding neben Standzockingmaschine und ultraportalem Netbook bringen kann - es gibt dzt (soweit überblickbar) kein Medium, dass mir verschlossen bleibt, keine Anwendung, nach der ich mich sehne und kein technisches Gimmick, nach dem ich mich sehne.
Wenn ich nur daran denke, eine Bibliothek mehr zu pfelgen, einen Datenstand trotz zentralen Servers mehr im AUge zu behalten, neee - dazu kommt, dass ich, weil ich ja Geld dafür ausgegeben habe, eine Zweck für dieses Mittel jedes Mal erfindne müsste. Eine klassische Verkehrung. Oben habe ich schon einmal eine Artikel zu DIngen publiziert, die zuerst verächtlich betrachtet wurden, anschließend gekauft um danach geliebt zu werden. Das iPad wird dabei die Ausnahme bilden. Es muss ja.

Montag, 21. Februar 2011

Nin-Ten-Do

Ich habe mir meine Kindheit zurückgeholt. Nicht durch Comics - die sind eben auch für Erwachsene und bedürfen keiner Rückholung. Mein Weihnachtsgeschenk 2010 war ein Nintendo Dsi XL 25th Super Mario Edition - nomen est omen. Und damit waren auch die Weihnachtsfeiertage gerettet. Schneemangel und akute Spieleritis„zwang“ mich, Spilor (Achtung! Simpsons!) zum Zocken auf zwei Bildschirmen. Gedacht war der Kleine aber nicht um auf der Couch neben Xbox und Co einen Platz einzunehmen, sondern für die Zugreisen und das Unterwegs mit Moto.
Ich wollte wieder verstärkt teilnehmen an einer Community, der ich mich seit frühester Kindheit an, zugehörig fühle. Mit C64, Amiga, dann PC, Playstation und Xbox, dazwischen GameBoy und Tric&Tronic ausgerüstet, war ich strammer Soldat einer ludischen Armee, die auf ihren Fahnen dick und fett: UNTERHALTUNG stehen hatte. Dass ich dadurch einige Schularbeiten verhaute, vielleicht ein paar Mädels weniger kennen lernte und dazu noch meine Augen und Gelenke schädigte (und sicher am Traumkörper durch sportliche Betätigung vorbeischrammte) war und ist mir egal. Wenn ich trainieren will, tat und tu ich es trotzdem, lerne und lese natürlich trotzdem viel, aknn aber auf eine wundervolle Zeit und persönliche Spielhistorie zurückblicken, die mich damals wie heute selig erfüllt mit Wonne. Das die Krönung dadurch erreicht wurde, dass meine Abschlussarbeit eines meiner liebsten Hobbys zum Mittelpunkt hatte, setzt dem ganzen ein pfiffiges i-Tüpfelchen auf, dass schon mehrmals Anlass für unterhaltende Abende ward.
Das Feuer, das ich durch den Erwerb und der ausgiebigen Beschäftigung, manche sagen vielleicht süchteln, erwartete blieb aus, ein kurzes Lodern war zu verzeichnen, beim Klassiker Super Mario Bros. ein mittleres Flamm-Flamm, Trackmania schon fein, ABER...nach nur zwei Monaten ist die Luft draussen. Ich konnte so an die zwanzig Games testen, kaufte Spiele und Zubehör und bemerke gar nicht erstaunt: Diese Zeit ist vorbei, die Spiele zu eingeschränkt, die Technik noch nicht so weit (nie?), die Erwartung zu hoch, der Anspruch dito - manches muss man dort lassen, wo und wie es war. Probieren darf man aber. Muss man sogar.

P.s. Nintendo Dsi XL Special Edition wie neu mit Spielen und Zubehör zu verkaufen ;-)

Samstag, 19. Februar 2011

Eine Ära geht zu Ende

Ich habe ihm tief in die Augen gesehen, kurz gewartet und zugleich die Hand geschüttelt. Mit dem Wort: Abgemacht! war es besiegelt. Ich habe meine Quackente „DucDucDuc“ per Handschlag verkauft. Besiegelt durch eine mündliche Abmache. Ein lachendes und ein weinendes Auge seh ich im Spiegel - daher meide ich diese Echoten, wo ich nur kann. Wahrscheinlich lege ich meinen Rufnamen nun ab und werde zum Einsiedler. Ganz ohne Abgas und Böllern, nur eine schwache Erinnerung für kurze Zeit, die ich durch Meditation mehr und mehr verblasse. Es gibt kein danach.
Die längste Begleiterin, die treueste meiner Spielgefährten (ohne Innen!), ergeben und fleissig, immer bemüht und ausgestattet mit jener Portion Erquickung, die ich durch das heftige Drehen meiner Hand abrufen konnte. Unzählige Auftritte in den nahen und weiter entfernt liegenden Dörfern, sehr viele Fragen vor Eissalons, staunende Blicke, verächtliches Weggesehe, Stunden in der Nacht, gefüllt durch Erfahrung und Erfahrenes. Ich war so gut aufgehoben, das gefangen in einer Miniwelt der Beschränkung lebte. In etwa wie häuslbauende grad Eltern gewordenen Zweifler. Die Sehnsucht bleibt.
Aber und das ist das Wichtigste: Es ist der bewusste Schritt des Aufhörens, das gewollte Ende und die wundervolle Aussicht auf Neues, wenn man etwas weggibt, um die Hänge frei zu haben. Die Motorradwelt hat mich wieder. Freiheit hab ich wieder. Moto lebt man.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Es ist Party…und keiner geht hin

So wie ein Spruch aus meiner frühesten Kindheit mit oben erwähntem Sager in sehr enger Verbindung steht („Stell dir vor es ist Krieg…und keiner geht hin“) stell ich mir derzeit die Schi-WM in Garmisch vor. Ich meine nicht die bunten TV-Bilder und die seltenen Promi-Interviews in den Skihütten. Ich meine den Alltag im Ausrichtungsort. Lt. Medienberichten stöhnen die Wirte, es wundern sich die Urlauber und auch die Bahn als Zubringer Nr.1 ist nicht erfreut über so wenig Auslastung. Es ist wieder mal ein ´Eventtime´ und i-wie scheints, dass die Leute nicht dabei sein wollen. Zuhause schon, die Läufe und die Reportagen erfreuen sich hoher Einschaltquoten im TV, doch das Live – Spektakel wird mehr und mehr zu einem für Zuseher uninteressanten Ereignis. Austragungsorte sterben einen temporären Tod von kurz vor, während und kurz nach einer großen Veranstaltung. Und dem Veranstalter bleibt neben einem fragwürdigen Werbeeffekt ein großer Batzen Schulden, krachende Unternehmer und unzufriedene Anwohner. Warum hat das Event (klassisch auf kärntnerisch) keine Zukunft und worin liegt der Hunde genau(estens) begraben? Garmisch hat doch die besten Voraussetzungen für ein E der Extraklasse, Stars, Sternchen, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft!

Epilog
Seit der schicksalshaften Erfahrung, die Fußball – EM mitten im Zentrum einer Austragungsstadt fast 24 Stunden live miterleben und durcherleben zu dürfen(müssen), weiß ich um Events, die nicht gewollt sind, die spärlich besucht sind, die, obwohl der Boden gut bereitet wurde, nicht fruchtbar sind. Unvergessen die Ängste und Sorgen der Anwohner vor den wilden Horden Europas, die kommen werden und bestimmte Straßen und Plätze zum Hort uniridischen Wahnsinns umzugestalten. Heute noch umzaubert mein Lippen das wohlfeilste Lächeln, wenn ich an die Fanmeilen denke, die beschränkt durch klare Umrisse, jeden willigen an einen Platz zum Feiern band. Vorbei waren da die Zeiten spontanen Jubels, ohne Kontrolle gabs nix; in der Fanmeile rauften sich die Wirten, die teuer für ihren Fehler bezahlen mußten, auf großes Geld hoffend, um jeden einzelnen Hooligan, der genügsam ein verwässertes Bierchen schlürfte und angesichts der Plastikhorden von Sicherheitskräften seine Gewaltbereitschaft nicht einmal andachte, geschweige auslebte mit bösem Blick fürs Kommen zu betrafen.

1 von 1000: Fehlendes Identifikationspotenial
Eine These, die es zu überprüfen gilt ist die Distanz zwischen dem eigenen Sein und dem Gegenüber. So wie, in den vielen Kommentaren auf den Onlineportalen, zu lesen und den Stammtischen zu hören, gibt es in Österreich genauso viele begabte und bessere Fußballtrainer, die „eh immer alles schon gewusst haben“ und sicher auch ein Patentrezept für die Unfähigkeit des Nationalteams parat haben – so leicht man sich das ballschupfen vorstellt, man kann und kennt es, stellt sich vor, wie begeistert die Massen einem zujubeln, hätte man damals einfach nur weitertrainiert. Man sieht die Fehler im Fernsehen, man pfeift und kreischt am Spielfeldrand, weil man weiß, wie es besser geht. Da gibt es zum Schifahren eine Kluft, die nicht so leicht zu überbrücken ist. Als krasses Gegenbeispiel müssen die Trendsporarten herhlten, bei denen man es auch nicht selbst kann, trotzdem begeistert ist, und uns zur nächsten These bringt -> Resumee: Identifikation muß nicht immer sein, hilft aber ungemein.

Uncool
Über Geschmack läßt sich bekanntlich…aber ich schreibe manchem schon eine Art Coolness zu (so eine Grundcoolness, ohne Geschmack) und manchem eben nicht. Schifahren ist trotz der zahlreichen Versuche ein teurer Sport für Leistungschw…willige. Zur dünnen (11 Nationen im Teambewerb!) Weltspitze rücken nur die besten der Besten auf, und von denen schaffen es wieder nur ca. 10% ohne Verletzungspech zum Sieger. Das Gaudirennen und ein Weltcuplauf haben bis auf die strenge Abfolge von rotem und blauen Fähnchen im Lauf nur noch den Untergrund gemein, bei beiden Schnee. Aber welcher. Drüben: Härtemittel; Hüben: Härte mittel. Das ist einfach eine andere Welt. Aber die Sportler sind doch die Aushängeschilder. Seit Red Bull so ziemlich alles sponsert, sieht man auch auf den Helmen der Skisportler deren Farbkombi. Cool sinds deswegen noch nicht. Bode Mille, Lindsay und Co vielleicht, unsere Alpentrampeln und Hubersepps eher nit so. Ist man ja selbst auch nicht so cool. Eigentlich ja eh uncool. Daher ist Österreich vielleicht auch so Schiverrückt. Die Massen werden maximal bei Heimrennen angezogen – und da ists eh E-kultur pur. Nationalism, ole. Fazit: Cool genug, für lange Sendezeiten ohne Mehrwert.

Großereignisse
Vielleicht schrecken die Großereignisse ab. Was früher von mir romantisiert wurde (Großes WM-Dorf, Stars hautnah, Stimmung, usw…) war und ist wahrscheinlich nicht so – es gibt schon Stimmung, aber die hält sich aufgrund des auferlegten(!) Ereignisses in Grenzen. WM passiert einfach. Immerhin beklagt sicher auch die SelbstbauHolzrodelretroWM wenige Besucher. Aber das liegt wahrscheinlich an den wenigen berühmten Strecken.
Ohne erkennbaren Mehrwert
Weltmeisterschaften sind zuviel. So wie im Fußball spielts hier nit, oder doch. Der Bundesliga –Fußballverein spielt im Cup, der Liga, der Championslegau (Quali), dann Eurocup usw….daneben noch EM und WM Vorbereitung usw. – so was hats auch beim Schifahren: einen Weltcup dazwischen WM und Olympia. Und jeder Sportler hat das Recht auf einen Olympiasiegermöglichkeitslauf (wobei ein Weltmeister wohl das gleiche ist, naja); und so krude wie das fabuliert wird, so undurchsichtig sind die Bewerbe; Olympiasieger zu sein heißt: Zu wissen, dass man selten konstant der Beste war, sondern einfach zur rechten Zeit Glück, Verstand, Talent, Können usw. gepaart mit einer Zukunft ohne Sorgen hatte. Was übrig bleibt, sind die Titel, keine Vize-…aber ob das einen Wert hat. (Nur Brainiacs und Fuzzis wissen wer, 1993 WM Sieger im Super – G wurd´ [und Superbrainiacs rufen sofort: 1993 fiel der Super-G aus! Wg am Wetter, HAHA!])

Wahrscheinlich ließe sich die Liste noch fortführen, mir reichts. Alle zwei Jahre dasselbe. Sollte sich unser Land noch einmal für etwas Großes bewerben, bin ich dagegen. Und zwar nicht aus Prinzip. Wer will denn schon ein Olympiasieger sein, wenn keiner einem zujubelt. Denn wir gehen dann ja nicht hin. Auch nicht zum Schaun.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Der Sonne entgegen

ist, wie der gleichnamige Artikel auf diesem Blog eine österreichische Fernsehserie, die man, vorausgesetzt man hat die dreissig Jahre schon überschritten, vielleicht schon im Fernsehen gesehen hat. Schonschön. Sie handelt von/über/durch vier Aussteiger, die im damaligen Jugoslawien einsteigen und sich die Zeit vertreiben. Dabei erleben sie Abenteuer, Liebe, Streit, Geld, Sorgen und noch ein bisschen mehr (wie etwa den Sinn des Lebens, nur so nebenbei) - für Sehnsüchtige genau das richtige. In einer „echten“ Rezension las ich, dass diese Serie Tiefe bietet, das die liebevollen Charakter den Hauptbestandteil tragen und alles überhaupt sehr „kultig“ (arrghhh, das Wort auf diesen Seiten, argghhh) sei. Für Erwin Steinhauer (oh menno, dass ich den kenne) wars der Durchbruch und für mich eine kurze Reise in meine Kindheit. Als Kroatien noch ein Teil eines Staatenbundes war, ich die Dinar am Strassenrand zählte, stolz ein paar Wörter jugo-slang krakelte, ein Land entdeckte, dass mir sehr natürlich und unverbraucht darniederlag, mit wenig Tourismus; ich Natur pur erlebte und die Urlaube mit den Eltern insgeheim schon hasste. Wären da nicht die guten Bekannten meiner Eltern gewesen, die, aus Slowenien stammend, aus einem „normalen“ Urlaub eine tiefe Reise ins Innerste Yugoslawiens (J=Y) machten - die vier Aussteiger durften das auch empfinden, sie durften sofort teilnehmen und nicht touristisch an der Oberfläche kratzen. Und ein bisschen Augen öffnen ist die Serie auch - so in etwa, wie Kunst einen Hintergrund benötigt, für die Rezeption; heute bin ich froh nicht mehr Kind zu sein. Weil man verstehen beginnt, neben dem Erleben.

Tipp: Der Sonne entgegen - auf DVD (in Box)

Mittwoch, 9. Februar 2011

1001 und eine Nacht

Ich wär jetzt schon richtig reich. Nein, echt jetzt - würden die lieben Leute, die ich in meinem Leben schon getroffen hab, ihre Versprechen wahr machen (und jetzt heissts wieder nur: was der für Leute trifft!). Größtes Versprechen: Ein Kollege, mit dem ich mich zwei Tage gemeinsam am Ausheben von Erdlöchern und dem Verlegen von Drainagematten erfreuen durfte, schwafelte von Beginn unserer Schlammtortur an von seinem Vater, mit dem er leider, leider wenig Kontakt habe, aber der ihm immer wieder von seinem Reichtum erzählte. Der Vater konnte aber nicht nur vom vielem Geld träumen und seinem Sohn vorphantasieren, der Schaufelschwinger konnte sich bei den wenigen Treffen davon überzeugen, wie begütert der Alte denn nicht sei und irgendwann wird Papi seine angerafften Schätze dem Sohn übergeben. Nur wann eben wurde nicht erwähnt. Aber bald. Nebenbei sei erwähnt, dass der Vater dem Milieu des Import / Exports sowie der Lusterfüllung von vornehmlich Männern mittleren und reiferen Alters durch weibliche DienstleisterInnen zuzuordnen und spezialisiert sei. Und da ich gezwungen war, trotz zahlreicher Ablenkungsversuche, dem Ali Baba zu lauschen, fand ich Freude an dem Erflunkerten und versuchte, die Ungereimtheiten oder offenen Fragen nachzuforschen und diese mit einem kleinen Messer Scharte um Scharte auszuwetzen. Die Stunden vergingen trotzdem nicht wie im Flug, eher wie ein sich ziehendes Gummiband, unterlegt mit dem Dollarsound of Moneybuisness. Der zweite Tag begann, wie der erste endete: dunkel. Der Baggerfahrer baggerte, ich schaufelte und erfuhr von familiären Situationen, klischeebedingt geschieden, neue Frau, kein Kontakt zu bereits erwachsenen Kindern – hab ich erwähnt, dass der junge Mann ein bauernschlauer Teifl (Einleger) ist, der es sich zu richten versteht. Na dann jetzt eben. Auf Kosten anderer, vornehmlich des Baggerfahrers wurde geraucht, meine Nerven hielt er für Drahtseile die durch aufreibende Geschichten keinen Schaden nahmen, die Hausherrin verpflegte. Gewohnt auf Gemeindekosten, vier Kinder von zwei Frauen (jeder kriegt eine), Pfändung, Klamotten auf Pump, tagelanges Ziehen durch Lokale, Zechen und Deckel offen – mein Vorurteile, Annahmen, Verurteilungen wuchsen wie die Erddecke über die Drainagen. Lage um Lage verwob sich der schleimige Untergrund zu einem Geflecht aus Lügen. Die Sammelbüchse der Pandorra war geöffnet worden. Aber ich war ein prima Kumpel für ihn. Der erste sei, der Auserwählte, mit dem er gedenke, seinen zukünftigen Hof samt Gefolge zu teilen, weil ich eben so ein schlaues Bürschchen sei und die richtigen Fragen stelle. Ich lieh ihm mein Gehör, meine Geduld, erhielt Anekdote um Anekdote, fragte mich allerhand philosofische Fragen rund um Demut und war baff erstaunt über so viel Frechheit und Möglichkeiten, wenn man nur bereit war – man muss nur die richtige Perspektive wählen. Gemeldet hat er sich bis heute noch nicht – meine Perspektive hab ich aber auch noch nicht geändert.

Mittwoch, 26. Januar 2011

dei liabste weis´

Mit mir kann man ja diskutieren. Ist ja nicht so, dass ich eine Meinung habe und von dieser nicht wegzubringen ist. Das könnte dann nämlich das diskutieren bringen. Mich von meiner starren Haltung zum Umdenken zu bewegen. Und als Diskutanten schätze ich mich durchaus amüsant ein - vornehmlich wenns ums liebe Spielzeug geht ---

dem Auto natürlich. Es denkt niemand an etwas anderes, denn da lass ich z.B. nicht mit mir diskutieren. Dem Andersdenken halt. Wär ja noch schöner - schöner wärs, wenn es einmal so schön in meine Richtung laufen würde: beim Thema Auto - so einhellig und vollmundig würde es aus den Teilnehmern nur so heraussprudeln, was es sich zu fahren gilt. Im Chor würden wir die Mauern unserer Gaststätten erschallen, auf dass sich fremde in uns miteinschwingen können. So ganz ohne diskutieren. Ja,wenn.

Das ein Auto ein Gesicht hat, eine große Rolle im Leben spielt, Faszination ausübt, manchmal wie die Beste behandelt wird, oft mehr Geld dafür ausgegeben wird, man ein Narr ist, wenn einem das wichtig ist, man mehrere davon gleichzeitig haben kann und wahrscheinlich noch hundert Diskussionsthemen mehr (hier der Link zu einem sehr wichtigen Thema: der Schnauze eines Autos, und wer sich getraut hat, einem Auto keine zu verpassen) gibt es -

beendet wird dieser Eintrag genau so, wie manche Frauen ihr Auto sehen. Ist halt da, (fährt)...der Rest ist egal.


Donnerstag, 20. Januar 2011

Pflatsch

Was so klingt, wie das Geräusch zu einer Unfallszene auf einem beliebten Videoportal (Nein! es ist nicht youpro*n, aber so ähnlich), läßt auch bei der Suche mit „Brille“ keine Zweifel über dessen Herkunft aufkommen. Was sicher die wenigsten wissen, jedoch jeder kennt, ist ein besonderer „Pflatsch“. Bahnfahrer (und so ca. 99% der Österreicher) haben den, ich meine, berühmtesten Pffflaaatsch noch gut vor dem geistigen Auge – der neue Schriftzug* der Bundesbahnen ist so alt noch nicht, davor war es ein S aus zwei Teilen, und ja, … klickts: das Zeichen heißt „Pflatsch“ (und das ist jetzt nicht gefährliches Halbwissen, eher von der Sorte: Freitagabend – Millionenshow – und der Familie wird die 500.000 Euro – Frage auf einem Silbertablett serviert. Fernseher aus, Spots an.) Davor, liebe Ferroaltertümlingsbewunderer war es ein geflügeltes Zeichen, aber dies kennen wahrscheinlich nur noch sehr betagte Museumsführer und ikonographische Lexika des 20. Jahrhunderts (und Eisenbahnportale)

„Im Internet gibt es alles“ stand als Stehsatz bei meinem Sitznachbarn in der Deutsch – Schularbeit, der daraufhin von einem Schmunzeln begleitet, sich durch den regional berühmten „El Crocodilo“- Kolumnenschreiber und Germanisten, Meister Schmiedt, sagen lassen mußte: „Nein, mein Lieber – so stimmt das sicher nicht, denn die geheimen Konferenzen irgendwelcher Staaten werden nicht im Internet veröffentlicht“. Oft, gar sehr oft, dachte ich an diese Bemerkung, die sicher jeder meiner Kommilitionen wieder vergessen hat – bei mir hat sich das einzementiert und war bis vor kurzem unverrückbar. Wikileaks öffnete dem Internet die Türe und spielte Mikrofon und Stenotypist bei so geheimen Konferenzen (vlg. Depeschen). An der Gültigkeit der Bemerkung hat sich so gut wie nichts verändert – abgesehen eben von genau jener Ausnahme, die abrufbar ist. Aber sehr, sehr viel – wie z.B. Bahnfotocommunitys, findet man schon im Internet - die z.BEISPIEL! allerlei Tipps zur Fotografie von Zügen geben – da sieht man eine nette Ansammlung von eben jenen „Pflatschen“(MZ?) und wenig Schrift(züge, hihi) – da wurde eben noch mehr Bahn gefahren. Und das Internet gibt’s immer noch.

*Viele Firmen haben Ende der Neunziger Jahre, Anfangs der Nuller Jahre ihre Markenschriftzüge vereinfacht (=Simpleassimplecan), umgestellt, neu aufgestellt, auch noch immer werden neue icons gebraucht** u.a. die ÖBB, ÖMV, usw…weniger Barock, mehr New - Economy, damits gleich mal globaler wird… - less sexy! Auch hier: mehr Schwulst, bitte!

**Viel Geld für ein Logo und als Gegensatz dazu, eine freie Community zeigt, wie man es hätte haben können! Daumen hoch!

Montag, 17. Januar 2011

Top-Websites 2010, haha...T-O-P! ha...

Nearly Everyday: derstandard.at – seitdems dem ORF.at, die Kommentare abgedreht haben, gibts zum abdrehen an Kommentaren nur noch den standard, nähert sich unvorsichtig dem Boulevard, aber eben noch immer um Längen besser als ebensolcher, Kicherfaktor: Hoch!

Engadget.de – eine der wenigen Seiten, die meinen Technikinfo-Hunger zu befriedigen weiß. Seitdem sich fscklog.com, und deren Betreiber, bei Heise.de schreibt (die ich nach wie vor sehr unübersichtlich find), suche ich im neuen Jahr nach neuen Suchtspendern, die mich anfixen (ähm, techblogs, eh klar)

1000ps.at – ja, manchmal klick ich noch hin, aber ist für eher Gebrauchtbörse (was sein muß, und soll und super ist) aber kein Nachrichtenportal, hellforleather.com ist noch immer brilliant, aber jetzt kostenpflichtig (d.h. will man Gallerien anschauen usw…). Klar: Information darf etwas kosten, aber ein Abo zu der Seite ist mir dzt. noch zuviel (Überwindung, nicht Geld)

macuser.de - manchmal vergesse ich dass ich diese Seite bei meinen Favoriten kleben hab und freue mich danach wie ein kleines Kind zu Weihnachten wie geil die Seite doch ist, Forum für Mac und Belangloses plus Gebrauchtmarkt, tolle Seite - gute Moderatoren, zum Wegträumen

sinn-frei.de - i love it, im bettchen vor dem schlafengehen noch einen picdump und du schläfst mit einem seligen lächeln auf den lippen ein

auch gut: dawanda, etsy, play.com (same as amazon)

nimmer so gut: ebay und amazon, eh wissen warum, und wenn nicht, darum! xing - hat noch nie was bracht und ich war auch noch so blöd, einmal premium bei denen zu gehen...

mukkergroll

„Die Vertriebszahlen der legalen Downloads im Bereich Musik stagnieren“ – das lese ich gerne auch laut vor und warte in bereits fröhlicher Runde auf Reaktionen. Auf der Zunge kann man sich so etwas auch zergehen lassen, oder mit heißem Wachs gehörts ins Ohr geträufelt; „stagnieren…“ und „legal“, dazu noch eine Info: „Die iPods sind ausreichend mit Musik bespielt“ – selten in einer sog. Qualitätszeitung (derstandard.at - gibt zuletzt mehr Raum für Kritik, und leider wurdem dem ORF die Kommentare abgeschafft, u.a. durch Initiative von derstandard) größeren Quatsch gelesen. Nein, ja, eh klar, es gibt nur 1000 Menschen auf dem Planeten und wenn deren iPods voll sind, dann könnma nix mehr verkaufen, ojo. Und für euch, weiter mit Standards und immergültigen Stehsätzen aus der Schublade als Antwort: Liebe Musikvertreibende, leider gibt’s zuwenig Künstler, die richtig fett verkaufen, zudem die pöse Raubmordillegalkopierbande, die jährlich Stücke um Abermilliarden ungestraft weghören und immer noch zu wenig letztes „Jahrhundert“ Vertriebskanäle (Hello to the internet!) und dazu noch immer kein neues Medium im Monatsrythmus (nach Schellack, Schallplatte, MC, CD, DVD, Blueray, usw…), auf welchem man die zigste Kopie von „das-muss-man-in-der-Sammlung-haben“ verchecken kann (und hier so nebenbei: Jaaa, nur das einzig wahre Medium ist die Schallplatte, jaaa, nur auf LP gibt’s 100% Hörgenuss durch feinstes Equipment um fünf Monatsgehälter erreicht, jaaa, nur die LP verkörpert das wahre Gute und Jaaa, ich mp3-Ärmling verstehe audiophilen Wahnsinn nicht, jaaa – so das Mantra, Jaaaaa zur Spintisiererei und den 2% Unterschied, für die es zu leben und arbeiten lohnt und mehr gehts um das Gefäss und nicht den Inhalt). Ich kann die Jammerei der Industrie nicht mehr hören. Wenn die Zuwachsraten nicht mind. zweistellig sind, so habens Verluste durch hundert versch. Gründe. Bei pos. Abschluss gibts ein paar Beteurungen, viel Koks und Partys bis zum nächsten Jammertal.
Wir leben in einer Zeit, in der manche so viel Musik ihr eigen nennen (auch wenns nur physikalisch auf irgendwelchen FP´s liegt), dass ich 24/7 Musik hören mußte, um es durchzuhören und ca. 150 Jahre fürs verstehen brauche – selektiver Medienumgang ist da gefragt. Von dem Loudness War hab ich aber erst zuletzt gehört - besser gesagt wurde es mir mit heissem Wachs ins Ohr ...eh schon wissen. Ein Playdoyer hoch der LP vs. CD und ihrem Mastering wurde in mienem Gehörgang abgebrannt, dass mich schlussendlich doch wieder mit sehr viel mehr Fragen als Antworten in meine Abendgestaltung entließ. Hab sofort meine Lieblingskaufbörsen abgegrast und trotzdem noch nichts gekauft. Das Sparen auf den neuen Plattendreher lässt mir noch einige Zeit zum Nachdenken. Ach ja, kauft Musik - am besten live.

Nachsatz: Artikel im Qualitätsforum von 16.01.2011: "Absatzrekorde für Onlineverkäufe"...ach, i-wie ist alles sch...! ;-)

Samstag, 15. Januar 2011

Tekk-no

Aufgepasst, heisst es für mich, wenn ich ein soeben erschienenes Produkt ablehne und daran rummäkel – ich könnte es mir in Kürze kaufen. So ist es mir bis jetzt dreimal beim Laptopkauf ergangen und ich leite davon eine Regel ab: Je schlechter mir, vorzugsweise ein Apple, bei der Vorstellung gefällt, umso heftiger kann ich bereits mit dem Sparen beginnen. Spätestens nach einer Kopfschüttelphase, erkenne ich meinen zukünftigen Nutzen an dem Ding und der Haben-will Faktor geht gegen Unendlich. Darauf folgt eine zweite Regel (leider selten in Kombination mit der ersten anzutreffen), die nicht immer zutrifft, aber einen vor vielem Schaden bewahrt (so die Hoffnung): At the end of cycle, you can buy – dann wenn das Produkt schon fast vom Markt ist, erreicht es seine Reife, Zuverlässigkeit, höchsten Grad an Ausnützung, größtmögliches Angebot usw. UND eben auch schon ziemlich abgehangen und durchgelutscht, unaufgeregt vielleicht – mein eigenes Weihnachtsgeschenk hieß ein Nintendo DSi XL 25th Super Mario Edition (Namensähnlichkeit nur zufällig!). For Kids eben. Eine neue mobile Konsole dieser Japaner ist in Sicht, aber eben noch nicht da, mein Spieltrieb bleibt am PC unbefriedigend und ich brauche eben, was Mobiles. Eine Psp ist keine Alternative (Sony, Angebot, Alter usw) – ich bin eben doch mehr Nintendo als ich zugeben will.

Das kleine Ding hat schon so seinen Reiz. Doppelbildschirm, feine Haptik, manchmal unangenehm zu halten (Gewicht und große Pratzen), C64-Auflösung (wenn mich meine Erinnerung nicht betrügt) und auch C64 Spiele Angebot, heißt: Riesiges Spielevolumen mit feinen Perlen, die nur allzu beknnt sind. Sogleich kommt echtes „Gameboy“ – Feeling auf, menno – wie hab ich das geliebt. Hab? Ich brauch einen neuen Kick dazu! Und den krieg ich auch, weil ja ein(e?) DS ja eben kein Gameboy ist (auch wenn ich gestehe: es muß nicht der Grafikhammer sein, die Story machts – analog dazu: mein geschmacklicher (gustatorisch) Horizont erweitert sich mit dem Alter, ich esse mehr und besser, probiere und studiere) – ich stehe erst am Anfang der Entdeckungsreise durch das mehr als 5000 Spiele umfassende Reich, von dem ich so an die 10 – 25 Games anknabber. Und für den Rest meiner Freizeit tuts ein zuvor gehasstes Produkt. Am Anfang eines product-cycles. touché