Darf ich vorstellen: K., Arenakämpfer Stufe 90! Mitglied der Gilde S.P.Q.R - nun seit gut über 2 Jahren...Lebe auf Server 1 mein Gladiatorendasein und freue mich über einen Trank (auch schon mal Bananen!) der mich heilt - stürme danach wieder gegen Löwen, Monster und natürlich andere Gladiatoren...mann, mann, mann.
Ich bin süchtig - nach so vielem, dass es zwar nicht den Platz hier sprengen würde, aber immerhin (auch keine R34L-DRU65 Beichte!) - nach so schnödem wie: Browser - Games. Eine weitere Spinnerei auf der nach oben offenen, reichhaltigen Zeitverschleuderskala. Es fing ganz harmlos an, mal ein bisschen da rein schnuppern, mal dort - Puzzlezogging, Jump ohne Run dort. Dann kamen die richtig wilden Räuber: Charakterentwicklung auf hohem Niveau - everything for free, all you can eat - da könnte sich das Facebookgesäusel mal ein Winderl abschneiden. Arbeiten, Kämpfen, Ausbauen, Clans, Arbeiten, Aufsteigen usw. das übliche roleplayin´ im virtual life. Ich wage mich jetzt mal ein bisschen aus dem Fenster und behaupte, dass diese Art Games die höchste Nutzerzahl of all aufzuweisen hat (vgl. CompiGames) - quick and dirty lässts sich so nebenbei dahinentwickeln, egal wann, über jede(s?) Device. Und die companys dahinter freuts: eine Riesenfactory (i believe) stellt her, so richtig aufwändig (auch wenn mans nicht glauben mag), Serverfarms und ganz viele Leute zahlen brav (wer will) einmal 3 Euros für neue Ausrüstung, mehr money und damit mehr Spass, Ansehen oder whatever.
Angefixt hab ich mich selbst. So ganz ohne Games wollt ich auch nicht, also hab ich mich kurzerhand auf Sparflamme am Leben erhalten - Nr. 5 lebt. Jedoch: Das eine ist durch etwas anderes nicht zu ersetzen. Knechtarius war eben kein Substitut, es war einfach eine neue Droge. Den erhobenen Mittelfinger lasse ich aus: Zero cents hat mir der Spass bis heute gekostet, viel Freude gebracht, eine Welt entstehen lassen, die genauso schnell wieder abgesetzt werden kann - wie der erste Schuss gesetzt war. Ich muss mir mal einen Server basteln. Da ist einfach noch viel drin. Hab sehr viel vor - z.B. noch eine Runde in der Arena hinter mich bringen...
Geschlagene 5 Jahre hat es gebraucht, bis ich mir Matt Ruff zu Gemüte geführt habe. In diesen Jahren bin ich aufgrund meines Kaufverhaltens auf Amazon geschätzte eine Million mal auf diesen Autor hingewiesen worden. Auch Zuspruch und Empfehlungen meiner Liebsten haben nicht jene Früchte getragen, aus denen sich Spitzensirup pressen lässt. Matt Ruff sollte eben schon vor langer Zeit gelesen werden. G.A.S., Fool on the Hill, Ich und die Anderen und zu guter Letzt Bad Monkeys sind im Zusammenhang mit o.g. Autor ein Begriff, bekannt und man könnte fast meinen, diese Bücher sind bereits unter gelesen vermerkt, wenn man sich nur daran erinnern könnte. Ist aber nicht so, zumindest nicht bei Ruff.
Ich also frisch ans Werk: Bad Monkeys – schlechte Affen. Das Cover verleitet sofort zu Mutmaßungen, und jetzt nehm ich frech was vorweg: man wird während des Lesens das Gefühl nicht los, den Inhalt schon vorvermutet zu haben, ausgestaltet vom Schreiber – aber die Story gibt’s schon. Zuviel Schaden haben Science-Fiction Movies wie z.B. 12 Monkeys angerichtet. Weiss gegen Schwarz, Gut gegen Böse, hier: Gute vs. Schlechte Affen. So wie immer halt, aber gekonnt. Dazu kommen Verstrickungen, Wendungen, persönlich Erlebtes, Hauptprotagonist zweifelt und am Ende…Die Story in einem Halbsatz: Frau wird angeworben als Agentin zu arbeiten, hat Talent, ermittelt, erforscht, deckt auf, versteht…pssst…und am Ende, Showdown und dann: Peng. Das Gute siegt, immer. Denn der Blickwinkel des Lesers bestimmt. Unterhaltung ist dabei garantiert – um mit einem kryptischen Satz zu schließen, der so ernst zu nehmen auch wieder nicht ist: Das schlechte an dem Buch ist des Guten zuviel.
Ganz langsam während des Lesens, dämmert es mir: Vor fünf Jahren hätte ich die Schreibe richtig cool gefunden, heute verziehts mir oft meine Mundwinkel nach oben, aber irgendwo bin ich schon zu abgebrüht. Jungfräuliche Tage des Lesens kommen nimmermehr. Manchmal ist das ganz gut so. Dafür erklimmt man anderes. Dieses eine Mal habe ich mich und meine Erwartungen bestätigt: Ein Muss ist Ruff für mich nicht, vor und nach der Lektüre hat sich daran nix geändert. Eine Empfehlung gebe ich trotzdem ab – denn oft passen Bücher herrlich zur eigenen Einstellung, und erweitern das Repertoire an Referenzen. Man kann es sich auch zurecht legen. Wie ein guter Affe.
Ist ja nicht so, als wären wir alle von der Welt weit entfernt und bekommen nicht mit, was gespielt wird; im Fernsehen vor dem Hauptabendprogramm (dass seinen Namen irgendwo zwischen den späten Neunzigern eingebüßt hat), Serienhits aus Ameriga gibts buntweis zu bestaunen, nachzusprechen, darüber zu lamentieren und überhaupt, Charlie for President (auch wenns nur der Köter- und Klefferverein Herrengasse Nord in KlaFu-City ist). Wie ich also in besagter Gasse so zum Frisör spaziere, erhellt ein mitgelauschtes Gespräch über J.D. und den Simpsons mein Gemüt. Alles schon gesehen, alles schon gehört. Zigfach. Millionenfach. Mir wächst es aus den Ohren wie Spargel zu seiner Zeit.
Können die sich nicht einmal über Naheliegendes unterhalten. Wie zum Beispiel: Deutschland. Ich ärger mich seit etlichen Tagen mit Stromberg krumm, kann aber auch nicht ohne. Schimpfe und grummel über den Kerl, der einfach zu blöd ist - aber neben Essen kochen und Ernie auslachen gehts dann wohl wieder. Guck mir also so fix, zwo Drei den Menscher an, wie er so lebt und versagt, am Ende aber lächelt und triumphiert (scheinbar!) - wie er so herrscht und versagt(!), aber am Ende gewinnt. Klar gibts auch mal was Nettes, aber ich taug vielleicht nicht zu einem Stromberg. Büro okay, Capitol oje.
Stromberg gehört einfach nur weg. Punto. Dafür regiert jetzt Blut und ... und...tja, Beautiness in the middle - die Buben von Nip/Tuck (jaja, aaaaaaaaaalt!!! aber 10 Eurons per Staffeleio) schnitzen sich in meine Gehirnzellen, dass mir das Wegschauen schon wieder Spass macht - extrem fingerverkrampf bei Lid-Öffnung-Fettabsaug-Nahaufnahme. Money rules - und aus dem Fett wird Fightyclubbi-Seife. Spukts und Sprachs aus dem Offenen. Ich bin mal wieder reingefallen, in die nächste Pfütze, eine Folge nach der anderen wird abkonsumiert, inhaliert, aufgesogen und ... am Ende bleibt der Anfang vom Lied. Ich red also munter von der 40 - minütigen Unterhaltung, lass mich berieseln. Ich geh erstmal kochen. Die DVD der zweiten Staffel liegt schon im Laufwerk. Wir sind aber auch ein leicht zu unterhaltendes Gewächs.
Ich bin ein Boy der 70er, auch wenn das oft unerwähnt bleiben sollte – zu meinem und dem Wohlgefühl des Gegenübers – Gespräche über das Alter, nein lass sein. Was mich aber zu einem wirklichen Seventies-Jungen macht, ist die Faszination für Science – Fiction. Was war zu dieser Zeit nicht alles möglich, denkbar – an Visionen, Projekten und der Realisierung von Wunschmaschinen. Technikbegeisterung der hochschwangeren Art; Drübergestreut werden als feine Zutaten, für Kenner: Cyberpunk des tief in die 70er hineinragenden Achtziger-Zeitalters und für ganz gewitzte Bastler: Steampunk pur. Frühere Science - Perioden a la „Auf zum Atom“ sind entweder miteingeflossen, wurden absorbiert oder fanden vor meiner bewussten Aufnahmefähigkeit s.o. abgeschlossen, aber dazu: Pssst.
Woran ich diese präzise Analyse an mir selbst erkennen darf, ist, dass ich, durch Wahrnehmung und gesteigertem entymologischen Blick nahezu allem, was den Hauch dieser verflossenen Romantik anhaftet, Sinn verleihe. Das „da“ hin schrauben, dass ist jener Farbton, dass wäre technisch möglich usw…viele Computerspiele leben durch diese Optik, die Gamer, Nerds und Geeks verzaubern, die, selbst dem Freud´schen Prothesengott anhand ihrer Phantasien nur ein müdes Lächeln abgewinnen. Borg müsste man sein, nur eben aus Kupfer, Kolben und Stellmotoren.
Ein Buch für jene die sich dabei wiedererkenn, ist Bill Brysons: Mein Amerika. Vor garnicht allzu langer Zeit hat genau eben jener Bryson schon einmal den Inhalt dieser Zeilen füllen dürfen – siehe dazu: Eine kurze Geschichte von fast allem. Populärwissenschaftliche Aufbereitung von: Naja eh fast alles, also nix. Und dieses Mal geht’s um des Herren Vergangenheit. Dem Amerika der 50er Jahre. So von 1952 weg cirka 10 Jahre zurück (Rückblickend) und erlebend und nach vorn schauend 15 schöne Jährchen.
Klein-Billy erlebt jene Traumzeit Amerikas in der fast alles möglich war, jedermann (ausser den Schwarzen) dem American Dream nachlief, das erwähnte Atom in Zahncremes verwendet wurde, Rauchen und Trinken nicht schädlich war und der Autor von einer Welt erzählt, die es so nicht mehr gibt. Klar, kann man das Rad nicht zurückdrehen und jede, also wirklich jede Vergangenheit bleibt als Erinnerungsstück einmalig. Den Unterschied dabei macht die Erzählung. Die Geschichte lässt mich an so vielen Einzelschauplätzen teilhaben, Freundschaften durchleuchten, die Familienverhältnisse betrachten, ganz so als wär ich dabei gewesen. Das Nebenprodukt dieser Erzählungstellt die Basisvon Science-Fiction-Träume aller Couleur dar. Was bis dahin noch nicht gedacht wurde, wurde erfunden – ausprobiert, geglaubt, getestet und für gut befunden. Atombombentourisums war so IN, dass neben den Testgeländen riesige Hotelanlagen gebaut wurden; der Begriff Zukunftsängste lag da noch nicht mal im embryonalen Stadium.
Flüssig wirft man den Blick auf die Innenwelten des jungen Bryson, erfährt so nebenbei die Geschichte Amerikas, durchläuft mehrmals die Fünfziger um immer wieder neue Ecken derselben Geschichte zu erfahren, die zuvor unbekannt am Rande des Erzählten waren und nur darauf warteten, angesprochen zu werden.Einige bekanntere Stränge der Geschichte (siehe auch: War against Communism -> Good night and good luck!) sind aus der Erzählersicht unverständlich, Bryson gelingt aber genau dabei ein besonderer Kniff: Durch die Erinnerung eines Jungen werden, dürfen und müssen manche Begebenheiten im Sachlichen bleiben. Wenn also Billy anhand von eindrucksvollen Geschichten erzählt, wie sehr die Menschen unter der Verfolgung des eigenen Staates zu leiden hatten, darf er berichten und man kommt nicht herum, das auch durch die eigenen Augen, sachlich sehen zu wollen. Erst durch den eigenen Erfahrungshintergrund, der Vorstellung und sich in die Lage der Betroffenen versetzen zu müssen, wird einem die Tragweite bewusst; in all ihren schrecklichen Ausmassen. Das ist nur eines der wenigen negativen Beispiele. Was im Negativen funktioniert, erfüllt im Positiven den Zweck, sich herrlich in eigenen Einnerungen zu baden, auch wenns manchmal nur Träume aus den späten Siebziegern sind.
Nach Pratchett, Moers ist nun Bryson jener Autor, der viel Geschrieben hat, von dem ich wenig gelesen habe, aber Stück für Stück ein Universum entdecken darf, das zwar nicht unendlich ist, mir aber viele vergnügliche Stunden bereiten wird.
Technikfreak, -begeistert, -interessiert und die vielen, vielen Bezeichnungen (Unendlich + 1, um es kindisch auszudrücken) die ich abräume, wenns ordentlich brzzzt, legen nahe, dass ich von den vielen Blinks, Schaltungen, Motoren Brrmmm-Brmmmm und alles was sich bewegt so begeistert bin, dass meine Äuglein heute noch leuchten und dass nicht immer von den grellen Lichtblitzen der selbstverursachten Kurzschlüsse im Haus. Das führt dazu, dass ich eines jener Schafe bin, die, Hauptsache es dreht sich etwas, sogar noch total veraltete Technologie zu Spitzenpreisen kauft. Abgesehen von der öden Geschäftemacherei unter Schafen (die zumeist in Begleitung eines Hirten von den meisten Dingelchens die Fingerchens lassen müssen, O-ton: „Wir brauchen nur einen Kühlschrank, und keinen Weinkellersimulier - Durchlauferhitzer - Stromverbrauchs-70ies Style Alu beschichtet mit Nanopartikeln - Eiswürfelzerklumperer“), kaufen wir (die Techno-Schafe) nicht nur, wir lesen und verfassen, probieren, zerstören, zerlegen, bekommen es nicht weder zusammen und testen im Kopf, ob die beschriebenen Funktionen auch alle so funktionieren können, wie eben dargelegt.
Wie geschaffen für diesen Zyklus verfolgen wir Neuerungen in Echtzeit (keine Entwicklung, sondern Berieselung durch Marketinabteilungen in Echtfarben), lesen noch den kleinsten Fuzzel Magazin und besuchen Messen, die uns wie Weihnachtsdörfer in schlechten Geschichten vorkommen: Alles Gratis, alles angreifen, alles mitnehmen, nur das eigentliche Produkt nicht. Und in dem Zyklus der o.g. Messen gibts es Unterhaltung zum Nulltarif: Wir lesen von Produkten die nahe der Serienreife sind (werden nie produziert), uns aber im Glauben lassen, dass die Zukunft jetzt stattfindet - von Technologien, die bereits vorhanden ihren Zweck erst erklärt bekommen und dem neuesten Trend im Wohnzimmer der übernächsten Zukunft. Und jedes Jahr smile ich ca. eine Woche nach der letzten IFA - der Internationalen Funkausstellung im Nachbarland, durchgehend, und das nicht, weil die weibliche, grenzwertige "Miss - IFA" so rote Haare hat, dass sie aus der beschriebenen übernächsten Zukunft stammen könnte.
Jedes Jahr aufs Gleiche(unübertrieben) erzählen mir die Hersteller von Technologien, und der Hinweis sei mir hier gestattet: Nein, ich werde nicht alt!, die ich entweder schon lange benutze, der Massenmarkt aber erst kräftigst abgegrast werden sollte oder und jetzt wirds lustig: dem vernetzten Haushalt. (An dieser Stelle die wirklichen Schafe bitte wissend nicken, murmelnd: jaja, schon bekannt, der Kühlschrank jetzt im W-Lan, ganz neu! und zum letzten Satz springen)
Ist doch ein Freudenfest, wenn der Kühlschrank mitteilt, wann der Aufschnitt den Weg allen Irdischens anbricht - der Fernseher (und Sender) weiß bescheid, sagts der Werbeabteilung vorm Viertelneuner und dem Einkaufstempel der Wahl; und beim nächsten Einkauf blinkt dann das Kühlregal wenn ich vorbeilaufe und serviert mir den Obstgarten, Käseriegel or whatever ins Patschpfötchen. Das hier niemand auf falsche Gedanken kommt, ich bin ein Fortschrittarier, auch wenns nur Sandkörnerweise gen Weltall rieselt. Auf etwas habe ich als Freak eben keinen Bock: Zum zwanzigsten Mal redet man mir in mein Technohirn, dass es bald soweit sein soll, nur meine Küche und deren Gerätschaften haben noch immer keinen Ethernet-Port. Und ohne dem gibts keine Kommunikation. Ich glaube schon bald, dass das auch in der nächsten Zeit nichts werden wird - aber die Hoffnung gebe ich nicht auf - leise und lachend werde ich am Tisch sitzen, hydraulische Ärmchen servieren mir die Leckereien, an von denen ich geträumt habe, aber bestellt wurden, grinse nach dem letzten Happen mit der IFA-Frau aus dem TV um die Wette und hoffe, mir möge mein Netzwerk nur ja nie abschmieren. Sonst muss ich ganz oldstyle analog mit Schmierzettel in der Hand bei der Wurschttheke selbst anstehen. Die netten Frauen wissen erst nach erfolgter Kommunikation von meinen Wünschen - so ganz ohne W-Lan.
Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert...so meint man, verfahren die meisten Unternehmen in Zeiten der New Economy, dem alten(!) Neoliberalismus und mit einem seltsam anmutenden, ruhigen Gewissen, dass einem die Kunden noch den größten Ramsch willig aus der Hand fressen müssen. Ist oft so, weil man es ja nicht besser weiß, aber eben nicht immer.
Seitdem sich die Gesellschaft als Informationssociety selbst entdeckt hat und nach wie vor Kommunikationsplatformen a lá Twitter aus dem Boden schiessen, gefallen sich die Firmen nur noch selten in der Rolle des Bösen, bombardiert durch Mails, einem schlechtem Image und noch schlechterer Presse. Und zum erstenmal an dieser Stelle behaupte ich: In diesem Fall hat schlechte Presse keinen wie immer gearteten Vorteil (der Kommtheorien zum Trotz) - was mit dem Verwertungskrieg Metallica vs. Napster begann und riesige Bekanntheit erlangte, jener damaligen Auseinandersetzung Madonna sich als Nachhut gerne anschloss, bis zum heute aktuellen Fall J4ck W0lfsk1n, oder ... (Künstler dzt. z.B. Gwen St3fanie mit N0 Doub7, o.a. einsetzen) klagt jene Tauschbörse, Spiel, Einzelperson, Firma, et cetera den Rest der Unwelt solange, bis Recht = Moneypower gesprochen wird.
Und jetzt der springende Punkt: Wer früher sein Recht einklagte, wurde aufgrund der Indizien unterstützt, denn Recht muss Recht bleiben, egal wie stinkig der Verein auch war - heute klagt ein Riesenunternehmen kleine Bastler und will ein Exempel statuieren. Was ihnen auch gelingt. Nur eben nicht wie geplant. Die kleinen Bastler posten und schreiben, jammern und legen dar - und ein disperses Publikum liest gespannt mit. Ist die kritische Menge erreicht = kann 1 (in Worten: ein) Redakteur einer Winz-Site sein, oder mehrere hundert begeisterte Follower, so kippt der Wortelaster und ergießt sich über On- sowie Offlinemedien. Was dann passiert, sollte beispielgebend für jeden Einzelnen sein: denn das ist wirkliche Masspower, und dabei zählt jeder Einzelne!
Anleitung für Aufmerksame:
*Zettel rausnehm - Liste durchlesen *Firmen, bei denen man nicht mehr einkaufen will, einprägen *unter "J4ck W0lfsk1n" zu schreiben beginnen
Gwen St3fani...weil sich Spielehersteller Gratiswerbung für die Band erlaubte! sic!
Nicht erst seit den Simpsons (Film) wissen wir um die Faszination „Epiphanie“ - es passierte und passiert sicher jedem, dass einzigartige Erlebnisse ungeahnte Erkenntnisschübe auslösen und man erstaunt weiteratmet, mit dämlichem Grinsen, wissender Miene und vielen Gedanken Richtung „Jetzt aber mal, und das mit richtig Schmackes“, egal wohin.
„The Monks - The Transatlantic Feedback“ war letzter Auslöser der vielen „Ahas“, „Oho“ und „Ach, das ist aber jetzt mal: Richtig geil!!!“ - da fand plötzlich zusammen, was immer schon da war, aber eben nicht zu sehen. Ein Film über eine Band der frühen Sechziger, die das musikalische Bindeglied und den Nährboden für so ziemlich alles Rockige des Ganzen danach bildete - ich wiederhole: des großen Ganzen. Sie waren die mutigen Vorläufer, die Erfolglosen und Irrfahrer eines ganzen Genres, vieler Musiker und zugleich Ur-Meter des Krautrocks (wenn das mal nicht jemand wirklich Krautiges liest!).
Der Film ist eine Doku über eine amerikanische Band (Ex-GIs) in Westdeutschland, gemanagt und Versuchsobjekt zweier Designstudenten - klingt schon aussergewöhnlich. Was sie aber auch dazu macht, ist, das die Protagonisten eben jenen Kontakt hergestellt haben, zwischen den reinen Melodien des Pop und einer Welt, die sie soeben mitbegründet und zugleich betreten haben. Und mit dem Hören fiel es mir wie Schuppen von den Augen - woher dieser Spruch stammt, muss dieses Mal ungelöst bleiben.
Ich gebe es zu, ich spielte mit dem Gedanken der Untreue - Markenwechsel bedeutet in diesem Fall: Wechsel einer Lebensphilosophie. Aber, und jetzt bitte das Kopfschütteln einstellen, es bleiben zwei Zylinder und somit darf ich im Wesenskern meiner Leidenschaft fröhnen. Konservative Zeitgenossen hätten mich schon längst aus dem elitären Kreis überzeugter Italo-Freaks ausgeschlossen, doch auf ihre altbackenen Entwicklungsfahnen hefte ich mit Vehemenz: sture Fortschrittsverneinung ist der Treibsand, auf dem Fahrfreude, Technikverliebtheit gepaart mit Design ihre Schlösser bauen. Und in Bayern werden doch auch gute Motorräder gebaut.
JA, ABER...schlägt mir Amboss und Hämmerchen gegen mein Trommelfell...die Generation 50+ erfreut sich sicher an den wertvollen und maßgefertigten Produkten unseres deutschen Nachbars; du jedoch, junger Freund, hast noch ein paar Jährchen um das Dolce Vita des Motorradbaus zu genießen. Diese Lanze wollte ich brechen, mit einer ganzen Generation und kleinen Vorurteilen in Einem aufräumen und vor allem mir etwas zurückgeben: die FREUDE AM FAHREN.
Meine Zweifel sind beseitigt, meine Vorfreude steigt seit Tagen. Immer wieder denke ich an Sie. Von den ersten Gerüchten an weg loderte in mir das Feuerchen wieder auf, dass schon so manchen dunklen und verschneiten Wintertag in einen idealen Sommernachmittag entlang der Soca kurvend machte, und mein Herz mir dabei wärmte. Ein neuer Motor, ein neues Chassis - die gleiche Begeisterung - meine Marke.
The Mountain Goats (Top 2 in der ewigen last.fm-Liste, hehe) veröffentlichen ihre neueste Schöpfung vlg. EP "satanic messiah" online - d.h. Download mit der Möglichkeit einer Donation. Wie zuvor schon Radiohead erfolgreich, Nine Inch Nails sehr eindrucksvoll, so wünsch ich dieser Vertriebsmöglichkeit jenen Zuspruch und den daraus folgenden Gewinn für uns als Kunden. Wer will, der kann...und der Rest holt es sich eh. Einfacher geht es nun wirklich nicht.
Was habe ich mich schon zurückhalten müssen, wenn nahestende (wenn auch nur örtlich) Personen so bei der Wortwahl vergreifen, dass man vor lauter Zurückhalten, schon die Dämme zum Einsturz bringen wollte* - kurz und schmerzhaft drüberfahren - und gut ists mit dem Oberlehrerbedürfnis für zwei Minuten. Und wehe es passiert einem selbst - Schämen ist dann die Devise, die nächste Eiszeit kommt bestimmt.
Nach Bastian Sicks Deutschstunde für so gut wie über 100 Millionen Sprechender läuft es einem nur so gletscherkalt über den Rücken bei „als“ und „wie“ denn nun, und dem Sinn ge“mach(t)en“ Ergebnissen. Und einer lahmen Ente nach, soll dafür natürlich der gemeine Journalist und im großdeutschen Raum namentlich der Spiegel Schuld sein.
Glaubt man nicht, ist aber so - weit vor dem Sickschen Korrekturmass schon - aber seht doch selbst -> Sprachblog!
* So ähnlich gehts mir bei wild aus Nasen stehenden oder frei verkehrt wachsenden Haaren, dann aber über dem Auge - ein kleiner Zupfer da, ein Tränchen dort und weg is Schand´ und Fotolacher
Dass ich von Umberto Eco(!) sehr viel halte, soll hier noch einmal betont werden. Der Mann kann nicht nur Romane schreiben, denn in seinen Streichholzbriefen, die in italienischen Tageszeitungen erscheinen, beweist er Beobachtungsgabe und Kritikfähigkeit, neben einem ausgezeichneten Stil und bewunderbaren Einfallsreichtums. „Im Krebsgang voran“ ist die Sammlung der Briefe der Jahre (etwa) 2000 bis 2006, die u.a. geprägt sind von dem Einsturz der Twin Towers und dem Schatten, den Berlusconi auf sein Land wirft - auch, und hiedurch drückt sich meine hohe Meinung über Umberto Eco aus, sind die Briefe jene Stimme, die mir in der medialen Welt des Glanzes fehlt, um zu erkennen, dass es noch jemanden gibt, der sich nicht mit Unterschichtfernsehen und politischem Einerlei im Leben zufriedengibt. The Truth is out there...
Buchtipp: Gesammelte Werke von Umberto Eco, hier: "Im Krebsgang voran"
Es ist ja nicht so, als würden wir nicht darüber Bescheid wissen, was sich im besseren Deutschland (DDR) so zugetragen hat - Verfolgung, Spitzelwesen und und und - alles bekannt. So ähnlich bekannt ist uns Manfred Krug. Liebling Krezberg für jene, die jetzt kein Bild dazu haben. Dass er schon ein Superstar war, als er den Schritt wagte, die DDR 1977 zu verlassen war uns vielleicht nicht bekannt. Ganz unbekannt war mir, welche Erniedrigungen er über sich ergehen lassen musste, um ausreisen zu dürfen, um weiterleben zu dürfen. Das Räderwerk, dass er mit seinem Entschluss auslöste, überrollte ihn daraufhin mehrmals - durch Beharrlichkeit und Stärke, Kraft durch Überzeugung und Enttäuschung gelang es, nicht gebrochen zu werden. Hätte ich niemals von diesem Schauspieler gedacht - darüber hinaus ist mir dieser plötzlich, durch das Hören dieses Zeitdokuments äusserst sympathisch. Charakterstarkes Stück über ein System, dass man einfach mal so gekannt hat. Zum Glück für uns, nicht allzu gut.
Toptipp: „Abgehauen“ - ein Mitschnitt und ein Tagebuch, gelesen von und mit Manfred Krug
Oft zu beobachtender Trend in Foren, zu Beiträgen oder unter Artikeln ist, statt eines Kommentars einfach den Link eines Youtube-Videos posten - als würde damit alles gesagt, als würden bewegte Bilder mehrere tausend Wörter hintereinander ersetzen oder die Eigenwerbung kaum unplazierter gesetzt werden können.
Multimedia um jeden Preis? -> No way! - weil man sich einfach verzettelt und gar nicht mehr weiss, worums eigentlich geht. Ach ja, comments allowed: Link and Link and...
Nicht seit meinem Erstkontakt bin ich Apple-Fan. Dafür hat es schon einige Anläufe gebraucht. Auch bin ich kein blinder Jünger oder nur kritischer MS vs. Apple-Basher. Warum ich kein Fan früherer Stunden wurde, kann ich heute noch genau sagen - da war kein Nutzen für mich erkennbar. Der iPod stellte sich etwas früher ein (niemals schade um die CD´s!) und /aber erst seit Intel Einzug in die Computerperipherie fand, wurden diese für mich interessant (nicht der Chips wegen, sondern weil die Produkte und ich plötzlich so viel Übereinstimmung hatten - Wlan, Speed, Kompatibiltät usw. an Board und ich brauchte das Geld denn ganz zufällig konnte ich mit meiner neuen Liebe auch noch meinen Lebensunterhalt verdienen, aber das steht heute auf einem anderen Blatt. Ich war und bin noch immer infiziert mit jenem Glücksvirus, dass ich gerne weitergebe - denn immer wenn ich meine elektronischen Devices oben besungenen Herstellers nutze, weiss ich warum.
Und wie man sich schon denken kann, stehe diese Zeilen für die erste kleine Enttäuschung. Für viele Fehler fand ich Ausreden, manches Maleur war einfach nicht zu ändern, mal ging der Lifecircle rapid zu Ende, mal wars fehlbedient (ad Produktfehler!). Doch und das bleibt zu betonen, überwog der Vorteil, das Glücklichsein und die Zufriedenheit überstrahlte ein ums andere Mal die kleinen tiefschwarzen Punkte. Jetzt stehe ich vor einem größerem Problem: Meine Überzeugung stirbt ein bisschen mit meiner neuesten Erwerbung in Form eines tragbaren Computers mit - mein mittlerweile drittes Gerät einer einzigen Serie (Unbelehrbar! aber fast immer zufrieden) lässt mich zweifeln. Von den Standardfehlern abgesehen, die garantieaustauschbedingten Hardwareschwächen genehmigt und treuer Anwender und Lobhudler, fleissigst Forumlesend, wissend, wie es um die eigene Serie steht, habe ich ein Montagsmodell (anders gesagt: lahme Ente) erwischt. Mist! Die Festplatte klackert billigst, der Speed fehlt, die Akkulaufzeit entfernt sich jeden Tag mehr von der Versprechung. Dazu war das neue Betriebssystem in keiner Umverpackung lose in einem Brief angekommen und zickt. Sonst alles Pille-Palle, as ever.
Zudem fehlen mir ganz allgemein einfach neue Produkte, die meinen Elektronikhunger befriedigen können. Nach dem letzten „One more thing“ musste ich lachen - viel Zeit verging zwischen meinem Erstkontakt und ich würde mir die gleichen Produkte wie damals wieder kaufen, und das nicht nur, weil es diese noch gibt. Es sind nach wie vor tolle Produkte, keine Frage und sollte ich mich entscheiden, ich (müsste) würde wieder zugreifen. Ich kann mit den Fehlern leben. Enttäuscht bin ich nach diesen Jahren nicht nur weil ich mich auch ein bisschen selbst täusche. Fan-sein ist nicht leicht.
Arrrghhhh - ich leide unter Musikunterversorgung, und das Schlimmste ist, dass, wenn ich höre und lausch(f)e mich nichts so leicht befriedigt. Man könnte sagen, ich verhungere am reich gedeckten Tisch. Dazu kommt eine Orientierungslosigkeit sondergleichen - das gut abgehangene Stück geht zwar immer, aber dann ist´s am Ende unbefriedigend - und was Neues will sich einfach nicht durchsetzen (von den schon gewohnten Ausnahmen abgesehen), trotz oftmaligem HörErschreckens. Moahhh...Jedes mal das gleiche mit dem Zeitgefühl: Hast du was wunderschön Melodisches für dich entdeckt, verstreicht die Zeit nur so im Flug und ab gehts in die Vier- und Fünfsternkategorie. Heavy Rotation at its best. Aber wehe es ist mal Flaute im beatgewohntem Ohr - dann rauscht das bluesige Gespenst durchs Oberstübchen. Die Latte der Erwartungen liegt wieder mal über dem Hitparadenrekord. Fim Ford, spiel mir den Blues...
motos blogsport auf blogspot - schreiben und veröffentlichen in meinem leben - alltag halt seit 2009 wird schon werden und das brzzz ;)
Ich unterscheide zwischen themen-bezogenen Blogs und den Blogs, die eher Tagebüchern ähneln. Ich poste, was mir gerade in den Sinn kommt…ob es mir hui oder hoscha geht, ich eine lustige Anekdote, technische Probleme zu beklagen oder ein Medium genossen habe. Zwischendurch sinds mal Kurzgeschichten oder Gedanken-Skizzen.
Von solchen Blogs kenne ich einige… meistens verfolgens wenig Leser, die wiederum oft "Freunde" sind oder es formt sich eine kleine Bloggruppe, die gegenseitig kommentiert, ohne sich direkt zu kennen. Das mag für viele nicht interessant sein, aber das ist eben - die eine Seite.
Da ist es auch nicht schlimm, wenn mal eine Woche kein Artikel kommt, wenn man sich nicht danach fühlt. Finde ich zumindest besser, als das Raushauen von Fakten, Fakten, Fakten, weil man eventuell davon leben muss.